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Gartengestaltung

Gärten planen und gestalten

Wenn du deinen Gartentraum realisieren willst, musst du dir viele Fragen stellen. Nur mit einer gründlichen und detaillierten Panung wird sich dein Grundstück, ob groß oder klein, in einen Traumgarten verwandeln.

Oase für vergnügte Stunden und laue Sommerabende, Rückzugspunkt und Ort zum Entspannen – für viele ist der Garten mehr als die Summe aus Rasen, Blumen, Sträuchern und Bäumen. Trotzdem musst du bei der Neuanlage oder der Umgestaltung von Gartengrundstücken viele Details langfristig planen.

Der Garten wird zunehmend nicht nur in der Freizeit genutzt, sondern dient durchaus auch als Garden-Office für alle, die von zu Hause arbeiten. Auch dabei gibt es einiges zu beachten.

Streng formal oder frei gestaltet?
Streng formal oder frei gestaltet?

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Streng formal oder frei gestaltet?

Die allererste Frage, die du dir in der Planungsphase stellen musst, betrifft die Form: Soll mein Garten klaren Formen und Linien folgen? Oder möchte ich einen ganz natürlich wirkenden Garten? Symmetrie und Geometrie spielen in der Gartenarchitektur eine wichtige Rolle. So sind nicht etwa nur die asiatischen Gärten streng formal geplant, auch englische und Bauerngärten werden nach einem klaren Prinzip angelegt.

Dass vieles trotzdem zufällig und natürlich wirkt und man den Gärten ihre Architektur nicht sofort ansieht, ist das Ergebnis einer guten Planung. Wer bunte Blumenwiesen und natürlich wachsende Obstbäume mag, sollte seinen Garten frei gestalten. Besonders Kinder werden ihn lieben, weil er Verstecke und Platz zum Spielen und Toben bietet.

Dabei ist die Größe des zur Verfügung stehenden Raumes natürlich wichtig zu berücksichtigen.


Lage, Klima und Bodenverhältnisse
Lage, Klima und Bodenverhältnisse beeinflussen Gartengestaltung

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Lage, Klima und Bodenverhältnisse

Neben der Entscheidung für eine Form und einen bestimmten Stil müssen auch die generellen Voraussetzungen geklärt werden. Dazu gehören die Lage, das Klima, die Bodenverhältnisse und das bauliche Umfeld. Auch gesetzliche Vorschriften darf man nicht außer Acht lassen. Informiere dich also genau.
Auch wenn du dir eine ganz bestimmte Gestaltung wünschst – es ist wenig sinnvoll, Pflanzen und Teiche an einem dafür ungeeigneten Standort zu realisieren. Letzten Endes wird dich das Ergebnis enttäuschen, obwohl du viel Zeit und Geld investiert hast.

Denke bei allen Überlegungen und Ideen daran: Einen Garten plant man langfristig. Bis der Traumgarten so aussieht, wie man ihn sich gewünscht hat, vergehen Jahre. Habe also Geduld und erfreue dich daran, wenn dein Garten wie ein Kind wächst und nach und nach größer und schöner wird.


Asiatische Gärten

Foto: Grünes Presseportal/BGL

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Asiatische Gärten

Vorbild für diesen Gartenstil sind die kunstvoll angelegten japanischen und chinesischen Gärten. Das Konzept, das diesen Gartentypen zugrunde liegt, heißt Harmonie. Um die damit verbundene Ruhe und Gelassenheit zum Ausdruck zu bringen, muss der Garten klar gegliedert werden.

Wichtig: Der künstlich angelegte Garten soll im Einklang zur Natur stehen. Typische Elemente in asiatischen Gärten sind Bachläufe und Mini-Teiche, kleine Brücken und Pavillons, Wasserfälle und Wasserspiele, geschwungene Wege und Trittsteine sowie dekorative Steinskulpturen wie Laternen, Pagoden oder Buddha-Figuren. Für die Bepflanzung kommen Fächerahorn, Azaleen, Bambus, Rhododendron, Buchsbäume und Kiefern infrage. Besonders schön sind die feuerrot leuchtenden japanischen Ahorne, die je nach Sorte relativ klein bleiben. Fengshui- und meditative Zen-Gärten mit sauber geharktem Kiesbett sind spezielle Spielarten.


Natur- und Bauerngärten

Foto: Grünes Presseportal/PdM

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Natur- und Bauerngärten

In Bauerngärten werden Kindheitserinnerungen an Großmutters Gemüsebeete wach. Bunt blühende Sommerblumen wie Margeriten, Ringelblumen, Lilien, Sonnenblumen, Rittersporn, Studentenblume, Stock- und Kletterrosen sowie duftende Kräuter sind typisch für diesen Gartenstil.

Auch wenn der Bauerngarten durch die Kombination aus Nutz- und Zierpflanzen sehr natürlich wirkt, liegt ihm ein strenges geometrisches System zugrunde. Rechteckige und quadratische Beete werden umrandet von Kreuzwegen, in deren Zentrum ein Rondell angelegt ist. Buchsbaumhecken als Beeteinfassung, Natursteinmauern und Weidenzäune sind ebenfalls typisch.


Englische Gärten

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Englische Gärten

Die englischen Country- und Cottage-Gärten sind weltberühmt. Gleiches gilt für den sehr gepflegten englischen Rasen und die Rosenzüchtungen auf der Insel. Deshalb darf die "Königin der Blumen" auch in keinem englisch angelegten Garten fehlen. Die Kombination aus Rosen- und Staudenbeeten, immergrünen Hecken, geschwungenen Wegen aus Kies oder Natursteinplatten, kleinen Plätzen mit Sitzbänken, Pavillons, Figuren und Skulpturen, Teichen oder Wasserbecken verleihen dem englischen Garten etwas Träumerisches und Romantisches.

Was hier rein zufällig wirken mag, zum Beispiel bewachsene und verwitterte Mauern, ist in Wirklichkeit Teil einer streng formalen Gartenarchitektur.


Wasser- und Steingärten

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Wasser- und Steingärten

Wasser und Natursteine bereichern grundsätzlich jeden Garten. Man kann sein Gartenkonzept aber auch komplett auf eines der Elemente ausrichten: Steingärten eignen sich beispielsweise für schwierige Grundstücke mit Hanglage. Zwischen unterschiedlich großen Steinen wachsen Ziergräser und Blütenstauden. Angelegte Wege gibt es nicht. Wege erkennt man daran, dass dort keine Pflanzen wachsen. Ein Vlies als Unterlage verhindert, dass der Belag im Boden versinkt.

Gärten, in denen man Teichlandschaften und Bachläufe realisieren möchte, müssen ausreichend groß sein. Schwimmteiche benötigen mindestens 60 m² Fläche. Beim Anlegen von Zierteichen kann man sich ebenfalls für eine formale oder freie Gestaltung entscheiden, wobei sich geometrische Formen besonders für kleinere Gärten eignen. Zuviel Sonne sollten Teiche nicht abbekommen, weil sich sonst das Algenwachstum beschleunigt.


Der besondere "Augenblick"

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Der besondere "Augenblick"

Wenn wir einen Raum das erste Mal betreten, gibt es oft ein Objekt, das unsere Augen sofort auf sich zieht. Das kann eine imposante Couch, ein farbenfrohes Gemälde oder die deckenhohe Pflanze sein. Solche „Eyecatcher" können mit gestalterischen Tricks in Szene gesetzt werden ­­– auch im Garten! Sogenannte Blickachsen verstärken den Effekt: Das gelingt im Haus zum Beispiel mit Teppichen, im Garten durch Wege oder Hecken.

Außerdem kann mit einer gezielten Beleuchtung der Fokus bewusst gelegt werden. Allerdings sollten solche künstlichen Lichtquellen immer nur vorübergehend eingeschaltet sein. Andernfalls besteht die Gefahr der „Lichtverschmutzung", die Pflanzen und Tiere in ihrem Biorhythmus stören kann.

Während im Haus eine dezente Wandfarbe Möbeln und Kunstwerken ausreichend Wirkungsraum gibt, schafft das im Garten neben einfarbigen Mauern oder Zäunen in erster Linie die angrenzende Bepflanzung. Klassischerweise werden Beete vor einer immergrünen Hecke platziert. Diese bildet einen ruhigen Hintergrund, vor dem die Blütenfarben der Zwiebelblumen, Stauden oder Sträucher durch das Jahr wunderbar zur Geltung kommen. Hecken schaffen zudem Räume, auch innerhalb des Gartens, in denen sich Objekte wie in einem Museum präsentieren lassen. 

Bestens geeignet als grüner Rahmen für Beete oder kunstvolle Objekte sind beispielsweise die Europäische Eibe (Taxus baccata), der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) oder die Glanzmispel (Photinia fraseri). Aber auch andere farblich zurückhaltende, immergrüne Pflanzen bieten sich als Hintergrund an: Gräser wie der Gartenchinaschilf (Miscanthus sinensis), verschiedene Blattschmuckstauden oder imposante Nadelgehölze wie die Araukarie. Hier müssen sich Gartenbesitzer keinesfalls auf eine Art oder Sorte beschränken, auch eine durchdachte Kombination macht sich gut.

Gekonnt angeordnet entstehen so Gartenbereiche, in denen einzelne Pflanzen wie Kunstwerke präsentiert werden: Ein Beet aus farbenfrohen Tulpen leuchtet umgeben von immergrünen Hecken scheinbar noch intensiver, die filigranen Blütenrispen einer Prachtspiere (Astilbe) kommen unter der Krone eines Laubbaumes und neben den zarten Halmen eines dichten Horstes von Gräsern attraktiv zur Geltung. Und in der kalten Jahreszeit sind es vor allem die Winterblüher mit ihren zumeist hellen Blüten, wie die Christrose (Helleborus Orientalis-Hybriden) oder die Zaubernuss (Hamamelis), die vor einem dunkelgrünen Hintergrund sofort ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. 


Garden-Office

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Garden-Office

In den vergangenen Jahren wurden immer häufiger Großraumbüros gegen Küchentische eingetauscht. Nicht für jeden war und ist das einfach machbar. Glücklich, wer ein eigenes freies Zimmer zur Verfügung hat. Wer allerdings einen Garten hat, kann in den warmen Monaten auch diesen zum perfekten Büroumfeld machen. Dabei reicht es nicht, einfach den Laptop nach draußen zu tragen. Damit der Garten zum produktiven Garden-Office wird, braucht es deutlich mehr. 


Sonnenschutz
Sonnenschein ist herrlich und hebt die Laune ... es sei denn, er fällt auf den Laptopbildschirm. Umso wichtiger, dass das Büro im Grünen einen Sonnenschutz hat.
 

Sicht- und Lärmschutz
Ein abwechslungsreich gestalteter Garten überrascht täglich neu. Es sprießt, flattert, zwitschert, zieht in den Bann, lockt die Kinder nach draußen und verleitet vielleicht sogar zum Small Talk mit dem Nachbarn. Das ist toll ... solange man nicht arbeiten muss. Dann können die kleinen Ablenkungen des Alltags wichtige Zeit und Konzentration rauben. Daher spielt auch Sichtschutz eine wesentliche Rolle. Hecken aus immergrünen Gehölzen bieten sich hier ebenso an wie große Gräser, Stauden, Spalierobst oder Kletterpflanzen, die an einem Rankgerüst emporwachsen. 

Die lebendigen Bürowände schützen übrigens nicht nur vor Ablenkung und neugierigen Blicken, sondern reduzieren auch störenden Lärm und bilden ganz nebenbei einen beneidenswerten Hintergrund für die nächste virtuelle Konferenz.


Sitzplatz mit Strom
Statt in der Hängematte zu liegen brauchst du während der Arbeit einen Platz, an dem du mit beiden Beinen auf festem Boden stehst und mit geradem Rücken sitzen kannst. Dafür ist – neben einem ergonomischen Stuhl und wackelfreiem Tisch – ein professionell angelegter Grund aus Natursteinen, Kies oder Holzdielen zu empfehlen. Zugleich sind Stromquellen wesentlich, an die man den Laptop, das Handy oder den WLAN-Verstärker anschließen kann. Zusätzliche Lichtquellen ermöglichen sowohl ein frühes als auch ein spätes Arbeiten.

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