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Gartengestaltung

Hochbeet bauen, befüllen und pflegen

Kein Wunder, dass Hochbeete so beliebt sind: Man sät, pflegt und erntet bequem in rückenschonender Höhe. Dank des Rotteprozesses im Inneren wachsen und gedeihen Gemüse wie Blumen wunderbar – wenn du einige wichtige Regeln beim Befüllen und Bepflanzen beachtest!

Viele Gärten sind heute vor allem in den Ballungsräumen eher klein und kompakt. In vielen Neubaugebieten ist der Boden dazu selten optimal. Trotzdem wollen zunehmend mehr Menschen selbst Gemüse anbauen. Wenn es keinen Platz für groß angelegte Beete gibt, ist ein Hochbeet die perfekte Lösung!

Du suchst Tipps zum Bau? Dann schau dir doch unser Hochbeet aus Holz, das Europaletten-Hochbeet und das Mini-Hochbeet aus Obstkiste an. 
Schöne Kräuterstecker zum Nachbasteln findest du hier.

 

Materialien für Hochbeete
Bepflanztes Hochbeet

Foto: DIY Academy

Materialien für Hochbeete

Optisch kannst du es zudem mit verschiedensten Materialien deinem Geschmack anpassen: Ob aus rustikalen Paletten, haltbarem Stein, edlem Metall oder WPC (Wood Plastic Composite), vieles ist möglich. Einige Menschen wollen sogar auf dem Balkon ein Hochbeet planen. Hierfür bieten sich zum Beispiel leichte Varianten aus Kunststoff an. 

Am beliebtesten sind aber wohl Hochbeete aus Holz bzw. aus sägerauem Material. Diese gibt es für vergleichsweise wenig Geld als Bausatz zum Beispiel im Baumarkt zu kaufen oder sie lassen sich mit wenigen Schritten selbst bauen. Holz, das ständig den Elementen ausgesetzt ist, wird natürlich schneller verwittern als eine Variante aus Beton- oder gar Natursteinen, lässt sich dafür aber auch schneller wieder zurückbauen - gerade für Mieter wichtig. Damit das Holz nicht ständig Kontakt zur feuchten Erde hat, solltest du dein Hochbeet von innen mit Teichfolie auskleiden.

 

Die richtige Mischung macht's
Innerer Aufbau eines Hochbeets

Foto: Grafik: DIY Academy

Die richtige Mischung macht's

Ein Hochbeet kann mehrere Flachbeete ersetzen, benötigt dazu aber auch ein gewisses Volumen. Grob gesagt ist eine Länge von ca. zwei Metern, eine Breite bis zu einem Meter und eine Höhe von ca. 80 Zentimetern eine gute Nenngröße. Suche einen sonnigen Standort aus. Der Untergrund sollte eben sein, aber stelle das Hochbeet auf die Erde - nur so kommen die wichtigen Bodenlebewesen ins Beet. Wenn du Probleme mit Wühlmäusen hast, solltest du zuunterst noch Kaninchendraht auslegen.   

Da du für die Befüllung des Beets groben Strauchschnitt benötigst sowie Grünabfälle, bietet sich das Frühjahr zum Start geradezu an. Aber auch im Herbst bestücken viele Gärtner ihr Hochbeet. Die Grundregel dabei lautet: Zuerst grob, dann fein. Zuunterst füllst du eine dicke Schicht Ast- oder Strauchschnitt ein. Darauf folgen feines Schnitt- und Häckselgut sowie Laubreste, Rasenschnitt und Gartenabfälle. Abgestochene Grassoden (evtl. entstanden beim Bau des Beets) mit der Erde nach oben einlegen! Nun kannst du noch halbreifen Kompost einfüllen. Die Pflanzschicht besteht im besten Fall aus reifen Kompost gemischt mit Garten- oder gekaufter Pflanzerde. 

 

Mit Gemüse oder Blumen bepflanzen
Salat im Hochbeet

Foto: Foto pixabay/Markus Spiske

Mit Gemüse oder Blumen bepflanzen

Prinzipiell kannst du im Hochbeet alles wachsen lassen – Salat ebenso wie Blumen. Doch meist wird ein solches Beet hauptsächlich für den Gemüseanbau genutzt: Die Pflege fällt in der Höhe leichter, die Ernte ist ertragreicher und gefräßige Schnecken brauchen mehr "Anlauf". Teile dein Hochbeet in verschiedene Bereiche ein, etwa für Kräuter. Reiche Erträge liefern Mischkulturen: zum Beispiel Gurken mit Dill, Karotten mit Zwiebeln oder Bohnen mit Bohnenkraut. Grundsätzlich gedeihen die meisten Gemüsearten gut im Hochbeet, lediglich auf raumgreifende Arten wie Kürbis, Rhabarber oder Zucchini solltest du besser verzichten. Weitere Empfehlungen zur Kombination von Gemüsesorten findest du hier im PDF.

Im ersten Jahr ist die Nährstoffversorgung der Pflanzen sogar so gut, dass du nur starkzehrende Gemüsearten anbauen solltest, die kein Nitrat in Blättern und Früchten anreichern. Gut geeignet sind Lauch, Auberginen, Tomaten, Gurken oder Kohl. Ab dem dritten Jahr kannst du dann auch schwachzehrende Kräuter und Salat anpflanzen. 

Auch bei Zierpflanzen gibt es eine Unterscheidung zwischen Starkzehrern und Schwachzehrern. Geranien, Chrysanthemen, Sonnenblumen und Tulpen zählen zu den Blumen, die du direkt im ersten Jahr pflanzen kannst. Azaleen, Begonien, Stiefmütterchen, Primeln und Petunien sollten lieber erst in den Folgejahren eingesetzt werden.

Da die Temperaturen in einem Hochbeet meist um einige Grad höher sind als im Erdbeet, trocknet das Substrat schneller aus und du solltest regelmäßig und reichlich wässern. Jedes Jahr wird die Befüllung zudem etwas absacken. Das kannst du anfangs noch durch das Aufbringen einer neuen Kompost-Erd-Schicht regulieren. Nach durchschnittlich fünf bis sechs Jahren braucht das Beet aber eine Grunderneuerung. Das heißt zunächst, dass die gesamte Füllung ausgeräumt und das Beet frisch bestückt werden muss. Das alte Substrat kannst du aber im Garten weiterverwenden, entweder direkt als Humus oder zuerst noch auf dem Kompost. Bei Hochbeeten aus Holz solltest du diese Arbeit nutzen, um die Stabilität des Materials gründlich zu prüfen. 

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