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Pflege- & Gartentipps

Günstig gärtnern

Ein Garten macht nicht nur Arbeit. Neue Pflanzen, Werkzeug, Dünger und Wasser können den Geldbeutel deutlich belasten. Es gibt jedoch einige Bereiche, in denen du viel sparen kannst.

Egal ob Garten oder Balkon – der Außenbereich kann ganz schön ins Geld gehen. Dabei kannst du aber einiges sparen, wenn du bei Werkzeugen, Pflanzen, Dünger und Wasser einige wichtige Hinweise beachtest. Vieles muss man nämlich gar nicht im Laden kaufen! 

Nachhaltig in Qualitätswerkzeug investieren
Gartenwerkzeuge

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Nachhaltig in Qualitätswerkzeug investieren

Eine Grundausrüstung aus Spaten, Pflanzschaufel, Grabegabel, Gartenschere, Rechen und Gießkanne ist in jedem Garten unverzichtbar. Auf einem größeren Grundstück brauchst du regelmäßig auch Schubkarre und Rasenmäher. An diesen Werkzeugen solltest du nicht sparen. Robuste Qualitätsprodukte sind zwar erstmal etwas teurer in der Anschaffung. Dafür halten sie jedoch umso länger – zumindest, wenn du sie nach der Arbeit stets säuberst, trocknest, ordentlich verstaust und bei Bedarf ölst.   

Häcksler, Laubsauger, Heckenschere und andere Gartengeräte, die du nur ein- oder zweimal im Jahr benötigst, kannst du vom Nachbarn leihen oder sich gemeinsam in der Nachbarschaft anschaffen. Für kleines Geld gibt es Leihgeräte im Baumarkt. Viele Händler bieten günstige Wochenendtarife an.
 


So kommst du günstig an Pflanzen
Aussaat Pflanzen Fensterbank

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So kommst du günstig an Pflanzen

Vor allem bei der Neuanlage oder der Umgestaltung eines Gartens ist der Pflanzenkauf ein großer Posten. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten zu sparen.

Ein guter Anfang ist ein Rundgang durch den eigenen Garten. Es ist zwar reizvoll, sich von Blüten und Grün im Gartenmarkt inspirieren zu lassen. Doch jede Pflanze hat ihre ganz eigenen Ansprüche an Boden und Licht. Viele Fehlkäufe, die womöglich das erste Jahr im Garten nicht überleben, lassen sich vermeiden. Je genauer du vor dem Kauf überlegt hast, welches Fleckchen du bepflanzen willst, umso zielgerichteter kannst du dann im Gartenmarkt die Pflanzen für den jeweiligen Standort aussuchen. Achte dabei auch auf Wuchsverhalten, Frosthärte und Schneckenfraß.

Viele Blühpflanzen, aber auch Gemüse kannst du aus Samen ziehen. Für große Flächen ist das kaum praktikabel. Doch Lücken im Beet lassen sich etwa mit Ringelblumen, Cosmea und Trichterwinde kostengünstig füllen.

Auch Zwiebelblumen sind hier eine gute Wahl. Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge, Blausternchen und viele andere Frühlingsblüher sorgen sogar für ihren eigenen Nachwuchs. Sie breiten sich über Brutzwiebeln und Samen bereitwillig aus.

Kleine Pflanzen sind günstiger als ausgewachsene. Erkundigen dich beim Kauf, wie viele Pflanzen pro Quadratmeter sinnvoll sind. So vermeidest du, dass du dich verschätzt, zu viele Pflanzen setzt und später ausdünnen musst. Je nach Wuchsgeschwindigkeit brauchen Jungpflanzen allerdings oft Jahre, bis sie üppig im Grün stehen und blühen. Soviel Geduld hat nicht jeder Gärtner. Und für den schnellen Sichtschutz zum Nachbarn funktioniert dieses Konzept auch nicht.

Die prächtigen Blüten von Lobelien, Petunien und Co. sind verlockend. Und teuer sind sie auch nicht. Doch einjährige Sommerblumen sind keine gute Anlage. Sie müssen jährlich ersetzt werden. Von mehrjährigen, winterharten Stauden wie etwa Lupinen, Frauenmantel, Sonnenbraut oder Glockenblumen hast du mehr. Bei guter Pflege treiben sie jedes Jahr neu aus.

Rosen, Obstbäume und Gehölze kosten als wurzelnackte Waren deutlich weniger als im Container oder als Ballenware und lassen sich zudem einfacher transportieren. In dieser Form sind sie allerdings nur in der Ruhephase zwischen Oktober und April erhältlich. Und dann braucht es ein wenig Fantasie, um sich vorzustellen, wie die kahlen Äste am künftigen Standort wirken.

Auch der Kaufzeitpunkt eröffnet Sparmöglichkeiten. In der Restrampe des Garten- oder Baumarktes findet sich manch ein Schnäppchen. Die Pflanzen, die hier angeboten werden, sind oft bereits verblüht und machen im Garten erst im kommenden Jahr Freude. Zwiebeln und Knollen sind im November oft reduziert, weil sie nur begrenzt haltbar sind.

Für kleines Geld sind Pflanzen übrigens auch auf Tauschmärkten zu haben. Hier bieten Hobbygärtner ihre Jungpflanzen oder Ableger an. Viele Gemeinden, aber auch Schulen, Kitas und Botanische Gärten organisieren solche Treffen im Frühjahr oder Herbst.


Nachwuchs sichern
Stauden teilen Spaten Pflanzen

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Nachwuchs sichern

Viele Pflanzen, die sich im eigenen Garten bewährt haben, lassen sich vermehren. Damit hast du gleich schon die Garantie, dass sie sich bei dir wohl fühlen.
Besonders einfach geht die Vermehrung von langlebigen Blühstauden: Sie werden am besten im Frühjahr mit der Hand oder auch dem Spaten geteilt. Abgestorbene Wurzelteile werden beseitigt, die kräftigsten Teilstücke neu eingepflanzt und regelmäßig gegossen. Auch Gräser lassen sich so gut vermehren und zugleich verjüngen.

Im Spätsommer ist der ideale Zeitpunkt, um reife Samenstände von einjährigen Sommerblumen wie Malven, Jungfer im Grünen oder Schwarzäugiger Susanne zu sammeln. Das Saatgut wird gesäubert und dunkel und trocken gelagert. Im kommenden Frühjahr kann es ausgesät werden.

Voll im Trend ist „Regrowing“ von Gemüse: Die Strünke von Lauch, Staudensellerie oder Romana-Salat werden nicht weggeworfen, sondern in ein Glas mit Wasser gestellt und das Wasser regelmäßig gewechselt. Sobald ein Keim zu sprießen beginnt, kommt die Pflanze ins Beet.


Auf Pflanzenschutzmittel und Dünger verzichten
Kompost Dünger

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Auf Pflanzenschutzmittel und Dünger verzichten

Pestizide sind nicht nur teuer, sondern auch umweltschädlich. Und oft verzichtbar.
Marienkäufer, Florfliegen und Schlupfwespen sind tatkräftige Helfer im Kampf gegen Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliegen oder Dickmaulrüssler. Laufkäfer vertilgen bevorzugt Schneckeneier und Kartoffelkäferlarven. Im naturnahen Garten mit ausreichend Rückzugsmöglichkeiten oder einem Insektenhotel werden die Nützlinge schnell heimisch.

Brennesseljauche und Ackerschachtelhalmbrühe gelten als Hausmittel, um Pflanzen gegen Pilzbefall zu stärken.
Statt deine Lieblingspflanzen mit teurem Spezialdünger zu versorgen, kannst du es auch mal mit Küchenabfällen versuchen. Bananenschalen enthalten Phosphatverbindungen und Kalium und sind damit ein hervorragender Ersatzdünger für Rosen. Getrockneter Kaffeesatz ist ein wertvoller Stickstofflieferant und bestens geeignet für alle Pflanzen, die auf sauren Humusboden stehen.

Und alle Gartenpflanzen freuen sich über reifen Kompost. Er setzt seine Nährstoffe nach und nach frei, sodass die Gefahr einer Überdüngung gering ist.


Regenwasser schlau nutzen
Rasen sprengen gießen

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Regenwasser schlau nutzen

Jede Gießkannenfüllung schlägt sich in der Wasserrechnung nieder. Und erst der Rasensprenger!
Zumindest einen Teil des Wasserbedarfs im Garten kannst du decken, indem du Regenwasser etwa in Tonnen und Fässern auffängst und bei Trockenheit zum Gießen nutzt. Für größere Grundstücke oder großzügige Kübelgärten sind automatische Bewässerungssysteme eine Überlegung wert. Damit kannst du sparsam und gezielt in Wurzelnähe bewässern.
 


Eigene Ernte genießen
Kräuterregal Küche

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Eigene Ernte genießen

Leckere Kräuter sind im Handel oder auf dem Wochenmarkt relativ teuer. Für die eigenen Lieblingskräuter findet sich in jedem Garten ein Plätzchen. Oder sie kommen in einen Topf auf den Balkon. Die meisten Gartenkräuter sind recht anspruchslos und sichern das ganze Jahr über den Nachschub für die Küche.

Naschobst, Cocktailtomaten, Paprika und Erdbeeren liefern im Hausgarten zwar nicht den ganz großen Ertrag, machen jedoch besonders viel Freude mit Kindern und ersetzen manch einen Einkauf von oft importierten Früchten und Gemüsen.

Wer ausreichend Platz hat, kann mit der Ernte von zwei oder drei Kürbis- und Zucchini-Pflanzen und mit Kartoffeln aus eigener Anzucht viele köstliche Sommer- und Herbstmahlzeiten bestücken.

Die Investition in einen Apfelbaum oder ein anderes Obstgehölz macht sich nach den ersten möglicherweise schwachen Jahren ebenfalls bezahlt.

Praxis-Tipp
Ausrangierte Gegenstände recyceln
Nachhaltigkeit Gartenschlauch Korb

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Ausrangierte Gegenstände recyceln

Was im Haushalt funktioniert, kann auch im Garten nicht verkehrt sein: Allerlei gebrauchte Dinge können hier neue Aufgaben übernehmen: 

  • Aus Zeitungspapier und Toilettenpapierrollen werden Töpfe für die Aussaat und für die Anzucht von Jungpflanzen. 
  • Alte Gefäße und Kannen dienen als Blumenkübel oder Gartendekoration.
  • Die langen Äste, die beim Baumrückschnitt abfallen, werden genau wie Drahtkleiderbügel zu Rankhilfen für Gemüse und Kletterpflanzen.
  • Überzählige Dachziegel oder Klinkersteine finden als Kräuterspirale eine neue Verwendung.
  • Die ausgebauten alten Fenster verschönern das künftige Gewächshaus.

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  • 27.07.2024
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  • 03.08.2024
  • 10:00 Uhr
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