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Boden, Wand & Decke

Kratzer im Parkett und Laminat beseitigen

Ein Fußbodenbelag muss viel aushalten. Obwohl Parkett, Laminat und Massivholzdielen relativ robust sind, können Kratzer, Schrammen oder gar Löcher entstehen. Um Folgeschäden zu vermeiden, sollten diese rasch ausgebessert werden.

Mal ist es ein spitzer Stein unter der Schuhsohle, mal eine Kommode, die nach dem Verschieben ihre Spuren im Bodenbelag hinterlassen. Für einige dieser Probleme gibt es Tricks, mit denen du kleinere Schäden im Belag schnell ausbessern kannst. Auch für größere Schäden haben wir Lösungsvorschläge!

Du hast Teppichboden? Auch hier haben wir einige Reinigungstipps für dich parat!

Hässliche Spuren im Bodenbelag
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Foto: Parador

Hässliche Spuren im Bodenbelag

In kurzer Zeit und mit wenig Aufwand lassen sich feine, oberflächliche Kratzer im Parkett und im Laminat beseitigen. Gehen die Kratzer tiefer als die obere Schicht oder sind große Flächen des Bodenbelags betroffen, ist eine Renovierung notwendig. Bei Parkett wird in solchen Fällen der gesamte Boden abgeschliffen und neu versiegelt. Die Reparatur von Laminat ist oft schwieriger. Manchmal bleibt hier nur der komplette Austausch des Bodenbelags.

Praxis-Tipp
Welche Mittel eignen sich wofür?

Welche Mittel eignen sich wofür?

Gut für strukturierte Oberflächen bei Massivholzdielen, Parkett oder Laminat sind verschiedenfarbige Füllstoffe auf Wachsbasis. Mit einem Schmelzgerät eingebracht, lassen sich Farb- und Holzstrukturen damit sehr gut nachbilden. Dies gelingt mit einem (weißen) Fertigspachtel nicht. Ohnehin muss man hier mit Lack oder Öl nacharbeiten, was der Einsatz von Wachsfüllern nicht unbedingt erfordert. Allerdings bedarf es großer Geduld und Fingerspitzengefühl, die Wachsstangen einzubringen, den Farbton zu treffen und die Oberfläche nachzubilden. Für größere Risse und Ausbrüche sind sie deshalb nicht so gut geeignet. Dann sollte der Boden besser abgeschliffen und Flüssigkitt eingesetzt werden.

Bei Verlegeplatten empfiehlt sich Fertigspachtel, den du nicht nur in Weiß, sondern auch in Holzfarbtönen bekommst – wenn du danach mit Klarlack streichen möchtest.

Kratzer auf versiegeltem Parkett beseitigen
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Foto: DIY Academy

Kratzer auf versiegeltem Parkett beseitigen

Bei kleinen Kratzern im Parkett schleife die Stellen vorsichtig mit sehr feinem Schleifpapier (240er Körnung) heraus. Den Staub entfernst du mit einem feuchten Lappen. Anschließend kannst du die bearbeitete Stelle mit klarem Nagellack wieder versiegeln.


Feine Kratzer im Laminat verstecken
kleine kratzer 01

Foto: Parador

Feine Kratzer im Laminat verstecken

Oberflächliche Kratzer im Laminat lassen sich meist problemlos mit einem Retuschierstift beseitigen. Allerdings musst du auf den richtigen Farbton achten. Probiere den Stift vorher in einer versteckten Ecke aus. 


Mit Wachs kaschieren

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Mit Wachs kaschieren

Bei tieferen Schrammen können Hartwachs oder Reparaturpasten helfen. Auch hier musst du darauf achten, möglichst genau den Ton des Belags zu treffen.

Reparatursets enthalten meist verschiedenfarbige Füllstoffstangen aus einem Wachsgemisch, Schleifmittel, Spachtel und einen Schmelzer, zum Teil noch einen Stift. Gut: Der Füllstoff ist schnell trocken.

Reinige zuerst die Schadstelle, ggf. Überstände abschleifen. Suche dir einen passenden Grundton aus und erhitze den Füllstoff mit dem Schmelzer. Diesen in die Schadstelle tröpfeln.

Überstände mit dem geriffelten Rücken des Schmelzers abstoßen. Je nach Oberfläche weitere Farbtöne darüber auftragen, etwas mischen bzw. mit dem Schmelzer und Spachtel die Struktur nachbilden. Überstände eventuell nochmals abstoßen.

Für die punktuelle Versiegelung gibt es ggf. noch einen Repairstift. Nach der Trocknung die Stelle mit einem Tuch mattieren oder polieren.

Sehr große Löcher

Ist die Macke zu groß, um sie zu füllen, hilft nur eins: Fertigparkett- oder Laminatelement austauschen! Das geht bei Klickpaneelen recht einfach, indem du die einzelnen Elemente löst, bis du an der beschädigten Paneele angelangt bist. Markiere unbedingt die Reihenfolge der herausgenommenen Elemente! So fällt dir die spätere Montage leichter. 


Reparatur mit Flüssigkitt

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Reparatur mit Flüssigkitt

Schleift man den Holzboden ohnehin ab, kann man für Reparaturen von Schadstellen gut Flüssigkitt verwenden. Für Kleinreparaturen eignet sich Wachskitt besser.

Mit einem Spachtel wird die Fugenkittdispersion und der im Raum entstandene Schleifstaub im Verhältnis 80 zu 20 zu einer cremigen Masse verrührt.

Den Kitt dann in die Fugen bzw. Schadstellen füllen und abziehen. Das Verfüllen von Fugen hält nur dauerhaft auf fest verklebten Böden. Nach der Durchtrocknung können die Flächen und Stellen feingeschliffen und versiegelt oder nachgeölt werden.


OSB-Platten ausbessern mit Spachtelmasse

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OSB-Platten ausbessern mit Spachtelmasse

Gebrauchsfertige Spachtelmassen gibt es nicht nur für Dübellöcher, sondern auch für Holzreparaturen: Einfüllen, abziehen, fertig! Unsere Verlegeplatten haben wir dann mit Fußbodenfarbe gestrichen.

Die als Oberbelag dienenden OSB-Verlegeplatten waren sehr abgenutzt und stellenweise aufgebrochen. Die zu bearbeitende Stelle absaugen und am besten mit Tiefengrund streichen.

Die Tube zunächst gut durchkneten, dann die Tubenspitze abschneiden. Die Masse in maximal 5 mm Schichtdicke pro Arbeitsgang auftragen (Trocknungszeit jeweils ca. 12 Stunden). Mit einem Edelstahlspachtel bzw. einer -kelle glatt abziehen.

Nach Durchtrocknung der Spachtelmasse diese sowie am besten auch die Restfläche der OSB-Platten einmal schleifen. Anschließend die Fläche absaugen oder abfegen und dann feucht, nicht nass, nachwischen, sodass auch der Staub beseitigt ist.

Die Wandränder sauber abkleben. Bei OSB-Platten handelt es sich um einen Holzboden, der Feuchtigkeit aufnimmt. Grundiere deshalb entweder einmal mit Sperrgrund oder streiche (verdünnt) vor und mache danach einen Zwischenschliff.

Für den Boden verwendet man entweder Parkettlack oder, wenn man es farbig möchte, eine Fußbodenfarbe, hier eine PU-Acrylat-Dispersion. Zum Auftragen eine Farbwalze verwenden. Den Lack dabei möglichst in dünnen Schichten auftragen. Für die Flächen eine breite Farbwalze mit Teleskopstiel bereithalten.

Nach dem Trocknen machst du erneut einen Zwischenschliff mit feinem Schleifpapier. Den Boden dann absaugen und mindestens einen zweiten Anstrich auftragen.

Praxis-Tipp
Vorbeugende Maßnahmen
Boden schützen vor Kratzern

Foto: tesa

Vorbeugende Maßnahmen

Bevor du dich über Kratzer und Schrammen und die anschließende Reparatur ärgerst, solltest du sie von vornherein vermeiden. Schmutz ist der größte Feind von Holzböden. So hält eine Fußmatte vor der Haustür den gröbsten Dreck und kleine Steinchen draußen.

Schuhe mit Pfennigabsätzen oder schwarzen Sohlen sollten auch nicht unnötig in Kontakt mit den Böden kommen. Lege dir für Besucher einfach ein paar Gästehausschuhe zu, um den Fußboden zu schonen. Bei Möbel kannst du schon beim Kauf auf fußbodenschonende Faktoren achten, z. B. Gummirollen oder Bodengleiter. Nachträglich kannst du unter Stühlen, Tischen und Schränken auch Filzgleiter oder Teflonuntersetzer anbringen. Unter Bürostühlen sind durchsichtige Acrylmatten zu empfehlen.

Fugen zwischen Massivholzdielen schließen
sadolin spachteln 01

Foto: Sadolin

Fugen zwischen Massivholzdielen schließen

Holz arbeitet: Vor allem massive Bodendielen dehnen sich bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen aus und ziehen sich wieder zusammen. Die dabei entstehenden Fugen mag für manch einen zur natürlichen Optik eines Holzbodens dazugehören.

Wen die Ritzen zwischen zwei Dielenbrettern aber stören, kann sie mit einer Reparaturpaste auffüllen: Dazu klebst du die Fugen sorgfältig ab und füllst diese anschließend mit der Reparaturpaste auf. Wichtig dabei ist, dass du die Farbe des Holzes genau triffst. Ansonsten fällt die geschlossene Fuge zu sehr auf!

PVC-Boden flicken

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Auch Vinylböden können kaputt gehen! Wie du dir dann helfen kannst, kannst du zum Beispiel bei selbst.de nachlesen.

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