- Garten & Balkon
- Gartengestaltung
- Hochbeet mit Stauraum-Option
Mit dieser Anleitung kannst du ein kompaktes Hochbeet bauen, das zugleich Platz für Gartenwerkzeuge, Dünger, Erde & Co. bietet. Für den unteren Schrankteil sind allerdings Eigeninitiative und Kreativität gefragt, um diesen wie auf dem Foto zu sehen zu bauen. Du könntest aber auch nur drei Seiten verkleiden oder sogar einen fertigen kleinen Schrank kaufen und obendrauf ein Hochbeet setzen – alles ist erlaubt!
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Materialien und Werkzeuge:
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01. Bodenplatte anpassen
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02. Vorder- und Rückwand bauen
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03. Vorder- und Rückwand verbinden
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04. Kanthölzer montieren und obere Bodenplatte einsetzen
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05. Kanthölzer montieren und untere Holzplatte einsetzen
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06. Teichfolie einsetzen
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Tipps zum Tackern von Bosch-Experte Dino Oberle
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07. Ablauf einsetzen
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08. Holz schützen durch Farbe
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09. Abdeckbretter montieren
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10. Hochbeet anlegen
Materialien und Werkzeuge:
- NanoBlade-Säge oder Stichsäge, ggf. zusätzlich Kapp- und Gehrungssäge für den Zuschnitt
- Multischleifer
- Akku-Bohrschrauber mit Senker und Holzbohrer 4 mm
- Farbsprühsystem, alternativ Pinsel oder Roller, Farbwanne
- Tacker mit Klammern
- Bleistift, Zollstock
- Schreinerwinkel
- Schraubendreher
- Schraubzwingen
- Cutter, ggf. kleine Abstandshalter
- Ausstattung Arbeitsschutz
- Bretter Douglasie 100 x 18 mm: für Vorder- und Rückwand: 2 x 1200 mm, 4 x 1164 mm, Seitenleisten: 4 x 600 mm, 2 x 624 mm, Bretter auf oberem Rahmen: 2 x 1224 mm, 2 x 624 mm
- Kanthölzer Douglasie 70 x 45 mm: Stützen: 4 x 1000 mm, Holzbox innen oben: 2 x 1074 mm, 2 x 424 mm, Holzbox innen unten (Auflage Bodenplatte): 1 x 1074 mm, 2 x 424 mm, Auflage Platte unten: 2 x 564 mm
- Holzplatten aus Schaltafel: 2 x 1164 x 500 x 20 mm
- Teichfolie: 2000 x 1500 mm
- Mind. 150 Holzschrauben 4 x 50 mm
- Ablauf, Gartenschlauch
- Lasur oder Lack mit Grundierung auf Wasserbasis
- Materialien zum Abdecken
01. Bodenplatte anpassen
Zunächst alle Holzbretter, -platten und Kanthölzer mit den angegebenen Maßen zusägen. Markiere dann die Aussparungen für die Stützen jeweils an den vorderen beiden Ecken der Bodenplatten. Diese anschließend ausschneiden.
02. Vorder- und Rückwand bauen
Für die Vorderseite benötigst du zwei Stützen. Diese mit der schmalen Seite nach oben am besten auf einem Arbeitstisch positionieren. Verspanne dann zunächst zu allen Seiten bündig das oberste Brett auf den Stützen. Vorbohren, senken und verschrauben.
Das zweite Brett wird mit 2 mm Abstand darunter platziert – dieses muss an beiden Seiten um Materialstärke (18 mm) überstehen. Ein weiteres Brett wie das erste verschrauben, die Rückseite wird auf dieselbe Weise gebaut.
Tipp: Einen gleichmäßigen Abstand erhälst du durch Abstandshalter, hier ggf. durch einen alten Zollstock oder kleine Holz- oder Kunststoffplättchen etwa vom Laminat- oder Terrassendielen verlegen.
03. Vorder- und Rückwand verbinden
Stelle die beiden Wände mit der Oberseite nach unten und den Innenseiten zueinander ausgerichtet auf die Arbeitsplatte. Mit einem Brett (Länge 600 mm) verbindest du die kurzen Seiten miteinander – hier ist eine zweite Person zum Halten ggf. hilfreich.
Danach werden auf beiden kurzen Seiten jeweils zwei weitere Bretter verschraubt. Achte auf die jeweils korrekte Länge (564 und 600 mm).
04. Kanthölzer montieren und obere Bodenplatte einsetzen
Im Inneren der Box platzierst du unten zwischen den Stützen jeweils zwei lange (1074 mm) und zwei kurze Kanthölzer (424 mm). Löcher von außen vorbohren, senken und dann verschrauben.
Anschließend werden drei weitere Kanthölzer im Inneren des Hochbeets als Auflager für die Bodenplatte des Beetkastens montiert: zwei kurze und ein langes Holz an der Vorderseite. Befestige diese mit dem Abstand einer Brettstärke unterhalb des derzeit obersten Brettes.
Tipp: Als Abstandshalter beim Verspannen dient hier ein Stück Restholz in passender Stärke. Dann eine der beiden vorbereiteten Platten mit den Aussparungen zur Vorderseite zeigend einsetzen und verschrauben. Hinten bleibt nun ein Spalt offen.
05. Kanthölzer montieren und untere Holzplatte einsetzen
Jetzt das Bauteil umdrehen, sodass es auf seinen Füßen steht. An den kurzen Außenseiten befestigst du mit etwas Abstand zu den „Fußenden“ von innen zwei weitere Kanthölzer.
Tipp: Auch hier sind Resthölzer als Abstandshalter zum Platzieren sehr praktisch.Die Kanthölzer dienen als Auflager für die untere Holzplatte. Diese wie die obere ausgerichtet einsetzen und verschrauben.
06. Teichfolie einsetzen
Die Teichfolie gemäß den Angaben in der Materialliste zuschneiden. Diese dann so in die Beetwanne einlegen, dass alle Seiten abgedeckt sind. Tackere die Folie zunächst am oberen Rand der kurzen Außenseiten fest.
Mit dem Cutter werden anschließend die Ecken der Teichfolie so eingeschnitten, dass beim Umschlagen keine Überlappung entsteht. Anschließend kannst du die vordere, längere Seite festtackern.
Achtung: Die hintere Längsseite bleibt jetzt noch lose!
Tipps zum Tackern von Bosch-Experte Dino Oberle
Tipp 1: "Der Universal Tacker 18V-14 kann nicht nur einzeln die Klammern verarbeiten: Du kannst bei Arbeiten, bei denen du schnell hintereinander Klammern verschießen musst, z. B. beim Verarbeiten von Folienbahnen, bei durchgedrücktem Schalter eine Dauerauslösung aktivieren, bei dem der Tacker sofort beim Herunterdrücken auf die Arbeitsfläche auslöst."
Tipp 2: "Mit dem Zubehör kannst du nicht nur bis zu 80 Blatt Papier heften, sondern du kannst es auch als Abstandsführung nutzen, um beim Tackern alle Klammern in immer gleicher Distanz – also in einer geraden Linie – zu setzen. Und das sogar in wahlweise sechs unterschiedlichen Abständen. Das ist hilfreich, z. B. beim Polstern oder dem Befestigen von Schrankrückwänden."
Tipp 3: "Dadurch, dass man mit diesem Tacker auch Tackernägel verarbeiten kann, ist er universell einsetzbar und du kannst auch z. B. Leisten und Bilderrahmen bauen, ohne deutlich sichtbare Verbindungen zu haben."
07. Ablauf einsetzen
Damit die Pflanzen im Hochbeet nach dem Gießen oder einem Regenschauer nicht mit nassen Füßen dastehen, wird ein Ablauf eingesetzt. Da sich an der rückwärtigen Kante des Beets weder Bodenplatte noch Kantholz befinden, lässt sich später leicht von unten ein Schlauch zum Abführen des Wassers anschließen, wenn du das Wasser gezielt abführen willst.
Schneide ein passgenaues Loch gemäß des Durchmessers des Ablaufs in die Folie, setze diesen ein und befestige ihn mit der mitgelieferten Schraube. Nun kannst du die Folie auch an der zweiten Längsseite festtackern. Am Ende sollte sie den kompletten Innenbereich auskleiden und keine großen Wellen werfen. Überstehende Ränder können abgeschnitten werden.
08. Holz schützen durch Farbe
Auch wenn Douglasie als robustes Holz für draußen gilt, braucht sie im Freien einen Schutz gegen Witterung und Pilze. Das lässt sich natürlich sehr gut mit einem sommerlichen Look verbinden wie hier mit zwei frischen Blautönen.
Bei größeren Flächen lohnt sich ggf. der Griff zum Farbsprühsystem. Hier ist es aber wichtig zu betonen, dass du am besten draußen im Garten arbeitest (es muss unbedingt gut belüftet sein!) und die Umgebung sorgfältig abdeckst und teilweise auch abklebst – vor allem, wenn du mit verschiedenen Farben arbeiten. Du kannst aber auch Pinsel und Farbroller nutzen.
Wichtig: Das Holz zuvor gründlich schleifen und den Schleifstaub dann entfernen. Nach dem ersten Streichgang trocknen lassen, dann zwischenschleifen, bevor du die zweite Schicht Lasur oder Lack aufträgst.
09. Abdeckbretter montieren
Für den Abschluss befestigst du auf dem oberen Rand vier Holzbretter. Diese verdecken elegant die Folienränder und Stützenköpfe. Die Löcher vorbohren und senken, damit die Schraubenköpfe nicht herausstehen.
Tipp: Besonders gut sieht es aus, wenn die Stoßkanten jeweils auf 45-Grad-Gehrung gesägt werden.
Das Hochbeet ist nun einsatzbereit – allerdings steht die Holzkiste nach diesem Schritt lediglich auf vier Stützen. Ob du den unteren Bereich offen lässt oder verkleidest und dabei auch direkt mit Türen versehen willst, bleibt dir überlassen.
10. Hochbeet anlegen
Bevor du mit dem Bepflanzen des Hochbeets loslegst, solltest du darauf achten, es schichtweise zu füllen. Das gilt besonders dann, wenn du etwa Salat, Gemüse und Kräuter wachsen lassen willst. Für Blumen reicht auch einfache Universalerde aus.
Aufgrund der beschränkten Größe des Beets raten wir, die Pflanzenauswahl gut zu überdenken – Rhabarber nimmt bspw. vermutlich zu viel Raum ein!
Die Grundregel lautet: Zuerst grob, dann fein. Zuunterst kommt eine Schicht Ast- oder Strauchschnitt. Darauf folgen feines Schnitt- und Häckselgut sowie Laubreste, ggf. etwas Rasenschnitt oder Gartenabfälle. Die Pflanzschicht besteht im besten Fall aus reifen Kompost gemischt mit Garten- oder gekaufter Pflanzerde.
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