Silikonfuge auffrischen & alte Fugen einfach erneuern

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Kleine Reparaturen

Silikonfugen auffrischen

  • Aktualisiert: 03.08.2026

Schwarze Verfärbungen oder vergilbte Silikonfugen lassen selbst ein sauberes Badezimmer schnell ungepflegt wirken. Besonders im Bad sorgen Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit dafür, dass sich Schimmel auf Silikonfugen leicht ausbreiten kann. Doch nicht immer musst du alte Silikonfugen vollständig entfernen und neu ziehen.

Badezimmer bieten Schimmel ideale Bedingungen. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit nach dem Duschen oder Baden und unzureichendes Lüften kann sich auf Silikonfugen schnell Schimmel bilden. Besonders in Duschbereichen bleibt Feuchtigkeit häufig länger bestehen und erhöht das Risiko für Verfärbungen und Schimmelbefall.

Ist die Silikonfuge noch intakt und lediglich vergilbt oder oberflächlich verfärbt, kannst du sie auffrischen, ohne die alte Dichtmasse zu entfernen. Eine spezielle Reparatur-Fugenmasse wird direkt auf die bestehende Fuge aufgetragen und sorgt in kurzer Zeit wieder für eine saubere, gleichmäßige Optik. Das spart Zeit, vermeidet Schmutz und sorgt mit wenig Aufwand für eine saubere und gleichmäßige Abdichtung.



Voraussetzung ist jedoch, dass die vorhandene Silikonfuge noch fest mit dem Untergrund verbunden, dicht und elastisch ist. Sind diese Bedingungen erfüllt, lässt sich problemlos Silikon auf Silikon auftragen. Löst sich die Fuge dagegen bereits von den Fliesen oder der Wand, ist sie porös, hat Risse oder ist stark beschädigt, solltest du den alten Dichtstoff vollständig entfernen und die Silikonfuge neu herstellen. Nur so ist eine dauerhaft sichere Abdichtung gewährleistet.

Das Auffrischen eignet sich nicht nur für Fugen an Dusche und Badewanne, sondern auch an  Waschbecken, Küchenrückwände, Spülbecken in der Küche sowie Anschlüsse zwischen Fliesen, Wand und Sanitärkeramik. 

Material-Tipp

Was du über die "Neue Fuge" wissen solltest

Was du über die "Neue Fuge" wissen solltest

Das Produkt „Neue Fuge“ ist eine Reparaturmasse, mit der du bestehende Silikonfugen auffrischen kannst, ohne die alte Dichtmasse vollständig entfernen zu müssen. Das frische Dichtmittel wird einfach auf die Vorhandene Fuge aufgetragen. Es eignet sich für Fugen mit einer Breite von etwa 3 bis 7 mm. Da die Reparaturmasse direkt aus der Tube verarbeitet wird, benötigst du keine Kartuschenpistole. Die speziell geformte Düse übernimmt gleichzeitig das Auftragen und Glätten der neuen Fugenmasse.

Da die Fugenmasse auf Wasserbasis hergestellt wird, lassen sich Hände, Werkzeug und die Tubenspitze einfach mit Wasser reinigen. Sollte beim Auftragen etwas daneben gehen, kannst du die frische Masse mit einem feuchten Papiertuch entfernen und erneut auftragen.

Video: Silikonfugen auffrischen

Video: Silikonfugen auffrischen

Profi-Tipp von Sista-Experte Markus Lechner:

Profi-Tipp von Sista-Experte Markus Lechner:

„Für ein besonders sauberes Ergebnis empfehlen wir, die bestehende Fuge vorab gründlich zu reinigen und die Tube in einem gleichmäßigen Zug zu führen. Achte außerdem darauf, dass die Düse beim Auftragen gleichzeitig sauber an der Wand und am Waschbecken oder an den Fliesen anliegt. Nur so verteilt sich die Fugenmasse gleichmäßig und erhält automatisch ihre richtige Form. Wer zusätzlich die Fugenränder vorher mit Malerkrepp abklebt, kann überschüssiges Material nach dem Glätten einfach zusammen mit dem Klebeband abziehen. Gerade beim ersten Einsatz gelingt so ein überraschend sauberes Ergebnis."

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Silikonfuge auffrischen

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Silikonfuge auffrischen

Material & Werkzeuge

Das brauchst du:

Das brauchst du:

Bevor du mit den Arbeiten beginnst, solltest du alle benötigten Materialien bereitlegen. So kannst du die Silikonfuge in einem Arbeitsgang auffrischen, ohne zwischendurch unterbrechen zu müssen.

Du benötigst:

  • Reparatur-Fugenmasse „Neue Fuge“ in weiß oder grauo
  • feuchtes Tuch
  • Küchenpapier oder weiches Papiertuch
  • Malerkrepp zum Abkleben (optional)
  • Schimmelentferner bei befallenen Fugen
  • eventuell einen Kunststoffspachtel zum Entfernen loser Silikonreste

Schritt 1: Alte Fuge gründlich reinigen

 Vor dem Silikonfugen auffrischen wird die alte Fuge sorgfältig gereinigt und von Schmutz und Fett befreit.

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Schritt 1: Alte Fuge gründlich reinigen

Reinige die vorhandene Silikonfuge zunächst mit einem feuchten Tuch und lasse sie anschließend vollständig trocknen. Die Oberfläche muss sauber sowie frei von Fett, Staub, Öl und losen Rückständen sein, damit die neue Fugenmasse optimal haftet. Entferne außerdem Kalk-, Seifen- und Reinigungsmittelrückstände gründlich. Gerade im Bad bilden diese oft einen kaum sichtbaren Film, der die Haftung der neuen Fugenmasse beeinträchtigen kann. Je sauberer der Untergrund vorbereitet ist, desto gleichmäßiger wird später das Ergebnis.


Wichtig: Schimmel niemals einfach überdecken

Schwarze Flecken auf der Silikonfuge in der Dusche

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Wichtig: Schimmel niemals einfach überdecken

Schimmel auf einer Silikonfuge ist nicht immer nur ein optisches Problem. Befindet sich der Befall lediglich oberflächlich, kannst du ihn mit einem geeigneten Schimmelentferner beseitigen und die Fuge anschließend auffrischen.

Ist der Schimmel jedoch tief in das Silikon eingedrungen oder hat sich die Fuge bereits vom Untergrund gelöst, solltest du sie vollständig erneuern. Das bloße Überdecken mit neuer Fugenmasse beseitigt die Ursache nicht und kann dazu führen, dass der Schimmel erneut sichtbar wird.

Praxistipp: Flächen mit Malerkrepp abkleben

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Praxistipp: Flächen mit Malerkrepp abkleben

Wenn du wenig Erfahrung mit Silikon hast, klebe die angrenzenden Flächen mit Malerkrepp ab. So bleiben Wandfliesen, Waschbecken oder Badewanne sauber, falls etwas Material über die Fuge quillt. Ziehe das Malerkrepp unmittelbar nach dem Glätten der Fuge wieder ab. Wartest du zu lange, kann die frische Fugenmasse an der Klebekante einreißen oder unsaubere Kanten bilden.

Schritt 2: Neue Fugenmasse auftragen

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Schritt 2: Neue Fugenmasse auftragen

Setze die Düse so an, dass die Düse gleichzeitig an beiden Seiten der Fuge, also beispielsweise an der Wand und am Waschbecken oder an zwei Fliesen, sauber aufliegt. Drücke die Tube leicht zusammen und führe sie mit gleichmäßigem Tempo und ohne Abzusetzen entlang der Fuge. Halte dabei möglichst denselben Winkel und passe den Druck so an, dass die richtige Menge Material austritt.
Ecken und Rundungen gelingen am saubersten, wenn du diese möglichst in einem durchgehenden Zug ausführst.


Düse zwischendurch säubern

Nach dem Silikonfugen auffrischen überschüssige Reparaturmasse an dem Applikator mit einem feuchten Mikrofasertuch entfernen.

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Düse zwischendurch säubern

Möchtest du mehrere Fugen hintereinander erneuern, beispielsweise in einer Dusche, entferne zwischendurch Silikonreste von der Düse. Dadurch vermeidest du unsaubere Übergänge und erzielst ein gleichmäßigeres Ergebnis.

Tipp: Falls der erste Versuch nicht gelingt, kannst du die frische Reparatur-Dichtmasse einfach mit einem feuchten Papiertuch entfernen und erneut auftragen. Der Inhalt einer Tube reicht, je nach Fugenbreite, für etwa fünf bis sieben Meter.

Schritt 3: Fuge glätten und trocknen lassen

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Schritt 3: Fuge glätten und trocknen lassen

Nach dem Auftragen dient die Düse gleichzeitig als Fugenglätter. Fahre nun ohne zusätzlichen Druck noch einmal über die Fuge, um die Oberfläche gleichmäßig zu glätten. Überschüssige Fugenmasse entfernst du mit einem feuchten Papiertuch. Bei größeren Materialresten hilft ein Kunststoffspachtel oder das zuvor angebrachte Malerkrepp.

Für ein besonders glattes Finish kannst du die Fuge anschließend leicht mit klarem Wasser nacharbeiten. Auf Spülmittel solltest du dabei verzichten, da es die Oberfläche beeinträchtigen kann.
Reinige anschließend die Tubenspitze und deine Hände einfach mit Wasser und lasse die erneuerte Fuge mindestens sechs Stunden trocknen, bevor sie wieder mit Wasser in Berührung kommt.

Auch wenn sich die Oberfläche bereits trocken anfühlt, benötigt die Fugenmasse Zeit zum vollständigen Aushärten. Verzichte deshalb während der Trocknungszeit auf Duschen, Baden oder das Reinigen der Fuge. So kann sich die neue Abdichtung optimal mit der bestehenden Silikonfuge verbinden. Kontrolliere das Ergebnis nach dem Trocknen noch einmal sorgfältig. Kleine Fehlstellen lassen sich problemlos nacharbeiten, solange die vorhandene Fuge weiterhin fest haftet.


Die häufigsten Fehler beim Auffrischen von Silikonfugen

Die häufigsten Fehler beim Auffrischen von Silikonfugen

Mit der richtigen Vorbereitung gelingt das Auffrischen meist problemlos. Diese Fehler solltest du jedoch vermeiden.

1. Auf feuchtem Untergrund arbeiten Bereich zuklappen Bereich aufklappen

Eine feuchte Oberfläche verschlechtert die Haftung der neuen Fugenmasse erheblich. Lass die gereinigte Fuge deshalb vollständig trocknen, bevor du mit dem Auftragen beginnst.

2. Schimmel einfach überdecken Bereich zuklappen Bereich aufklappen

Neue Fugenmasse beseitigt keinen Schimmel. Entferne oberflächlichen Schimmel immer zuerst vollständig. Ist das Silikon bereits dauerhaft befallen, solltest du die Fuge komplett erneuern.

3. Lose Silikonreste nicht entfernen Bereich zuklappen Bereich aufklappen

Lose Bereiche bieten keinen tragfähigen Untergrund. Kontrolliere die komplette Fuge sorgfältig und entferne alle Stellen, die sich bereits gelöst haben.

4. Zu viel Material auftragen Bereich zuklappen Bereich aufklappen

Mehr Material bedeutet nicht automatisch eine bessere Abdichtung. Eine gleichmäßige, dünne Schicht sorgt meist für das sauberste Ergebnis und lässt sich deutlich leichter glätten.

5. Die Düse nicht richtig führen Bereich zuklappen Bereich aufklappen

Das ist einer der häufigsten Fehler. Achte darauf, dass die Düse gleichzeitig an beiden Seiten der Fuge aufliegt – beispielsweise an Wand und Waschbecken oder an zwei Fliesen. Nur so verteilt sich die Fugenmasse gleichmäßig und erhält automatisch ihre Form.

6. Nicht abkleben Bereich zuklappen Bereich aufklappen

Gerade Einsteiger profitieren vom Abkleben. Klebst du die angrenzenden Flächen vorher mit Malerkrepp ab, kannst du überschüssiges Material nach dem Glätten einfach zusammen mit dem Klebeband entfernen. Das sorgt für besonders saubere Fugenkanten.

7. Die Trocknungszeit unterschätzen Bereich zuklappen Bereich aufklappen

Auch wenn die Oberfläche schnell trocken wirkt, benötigt die Fugenmasse ausreichend Zeit zum Aushärten. Plane mindestens sechs Stunden Trocknungszeit ein und vermeide in dieser Zeit den Kontakt mit Wasser.

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