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- Sandkasten mit Deckel bauen
Dieser liebevoll gestaltete Sandkasten aus Holz ist mit einer Sitzfläche, einer Aufhängung für einen Basketballkorb sowie einer selbstgemachten Tafel ausgestattet und wird deine Kleinen begeistern. Beim Einkaufen der Materialien oder beim Befüllen mit Sand können die Kids übrigens super mithelfen.
In deinem Garten gibt es wenig Schatten? Dann ist eine Variante mit Dach eine gute Lösung.
Seit wann gibt es eigentlich Sandkästen?
Seit wann gibt es eigentlich Sandkästen?
Die Idee, Kindern eine begrenzte Spielfläche mit Spielsand zu bieten, stammt ursprünglich aus Deutschland und geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Erste Sandkästen wurden um 1850 als pädagogisches Spielgerät in Kindergärten eingeführt – als sicherer und kreativer Ort zum Spielen, Lernen und Entdecken. Heute ist der Sandkasten ein fester Bestandteil vieler Gärten.
Unser Tipp: Damit dein DIY-Sandkasten lange Freude macht, lohnt es sich, von Anfang an auf einen passenden Standort, das geeignete Holz und den richtigen Untergrund zu achten.
Werkzeuge:
- Akku-Bohrschrauber
- Kapp- und Gehrungssäge
- Holzbohrer-Set 5-teilig, inkl. 6-mm-Holzbohrer Senker
- Multischleifer inkl. Schleifblatt-Set
- Tacker (inkl. Klammern
Hilfsmittel:
- Schere
- Bleistift
- Schreinerwinkel
- Schraubzwingen
- Lackrolle mit Lackwanne
- Kartuschenpistole
- Cutter
- Arbeitshandschuhe, Schutzbrille, Gehörschutz, Mundschutz
- Abdeckfolie
- Rührstab
- Meterstab
Materialliste:
- feste Teichfolie: 2,5 x 2 m (LxB)
- Sand für den Sandkasten
- Basketballkorb
Materialliste:
- 6 Bodendielen (Nut-und-Feder-Verbindung) für den Kasten, zum Beispiel aus Douglasie: 300 x 11 x 1,8 cm (LxBxH)
- 1 Kantholz: 250 x 3,8 x 3,2 cm (LxBxH)
- 1 Kantholz: 150 x 4,5 x 4,5 cm (LxBxH)
- 2 Dielen für die Sitzfläche, zum Beispiel aus Douglasie: 300 x 14 x 1,8 cm (LxBxH)
- 10 Bodendielen für den Sandkastendeckel (Nut-und-Feder-Verbindung): á 155 x 11 x 2 cm (LxBxH)
- 2 Glattkantbretter für den Sandkastendeckel: 300 x 9 x 1,8 cm (LxBxH)
- 1 Bodendiele für die Seitenstücke des Deckels, zum Beispiel aus Douglasie: 200 x 14 x 1,8 cm (LxBxH)
- 1 Glattkantbrett als „Bremse“: 150 x 10 x 2 cm (LxBxH)
- 60 Holzschrauben: 4 x 35 mm (DxL)
- 12 Holzschrauben: 4 x 45 mm (DxL)
- 2 Scharniere plus 20 passende Schrauben: 4 x 35 mm (DxL)
- 2 Ösenschrauben: 6 x 80 mm (DxL)
- Schnur
- 10 Unterlegscheiben: 4,3 cm (D)
- Tafellack in Schwarz: ca. 175 ml
- Blech, zum Beispiel aus Aluminium: 1000 x 600 mm (LxB)
- Montagekleber
- 2 passende Schrauben für die Aufhängung: 5 x 60 mm (DxL)
Standortwahl & Vorbereitung
Standortwahl & Vorbereitung
Bevor du mit dem Bau beginnst, solltest du den passenden Standort für deinen Sandkasten wählen. Ideal ist ein schattiger Platz unter einem Baum oder mit Sonnensegel – das schützt die Kleinen vor Sonnenbrand und gleichzeitig wird der Spielsand nicht zu heiß. Die Sandkiste sollte außerdem gut einsehbar sein, damit du deine Sprösslinge beim Spielen immer im Blick hast.
Untergrund vorbereiten:
Der Untergrund ist entscheidend für die Langlebigkeit deines Sandkastens. Entferne zunächst den Rasen und hebe die Fläche etwa 20–30 cm aus. Anschließend empfiehlt sich das Verlegen eines Sandkastenvlieses, das Unkraut fernhält und gleichzeitig Wasser durchlässt. Als Drainage kannst du optional eine dünne Kiesschicht einarbeiten, bevor du die Teichfolie auflegst.
Gut zu wissen: Ein gut vorbereiteter Untergrund schützt die Holzkonstruktion vor Staunässe und sorgt dafür, dass der Sand sauber bleibt.
Materialempfehlung & Sicherheit
Materialempfehlung & Sicherheit
Für den Sandkasten mit Deckel empfehlen wir besonders Douglasienholz. Es ist witterungsbeständig, langlebig und enthält natürliche Harze, die das Holz ohne chemische Imprägnierung gegen Fäulnis schützen. Zudem ist Douglasienholz vergleichsweise splitterfrei, was für kleine Kinderhände besonders wichtig ist. Lärchenholz verfügt über ähnliche Eigenschaften wie die Douglasie und eignet sich daher ebenfalls sehr gut.
Holzschutz nicht vergessen! Um die Holzkonstruktion langfristig zu erhalten, solltest du alle Bauteile vor dem Aufbau mit einem geeigneten Holzschutzmittel, zum Beispiel mit einer Lasur, behandeln – idealerweise offenporig und speichelfest. Das Imprägnieren der Holzteile vor dem Einbau erhöht deren Lebensdauer deutlich.
Warum ein Sandkasten mit Deckel?
Warum ein Sandkasten mit Deckel?
Ein Sandkasten mit Abdeckung schützt nicht nur vor Regen, sondern auch vor Laub, Tierexkrementen und anderen Verunreinigungen – besonders wichtig, wenn der Spielsand lange hygienisch bleiben soll.
Außerdem lässt sich der Sandkasten-Deckel prima als Sitzbank nutzen, was für Kinder besonders praktisch ist.
Schritt 1: Bauteile ausmessen und anzeichnen
Schritt 1: Bauteile ausmessen und anzeichnen
Lege dir die Hölzer für die einzelnen Bauteile nach Funktion zusammen. Dann zeichnest du die benötigten Maße mithilfe von Meterstab, Schreinerwinkel und Bleistift auf den Hölzern an.
Tipp: Mit einem Stück Malerkrepp und Stift kannst du anschließend die Hölzer markieren. Dies erleichtert später die Zuordnung.
Für die Vorder- und Rückseite des Sandkastens benötigst du je zweimal folgende Bodendielen (Nut-und-Feder-Verbindung):
142 x 11 cm (LxB)
142 x 9 cm (LxB)
142 x 8,4 cm (LxB)
Die Seitenteile des Sandkastens werden ebenfalls aus je drei zusammengeschraubten Bodendielen (Nut-und-Feder-Verbindung) gebaut. Pro Seite brauchst du folgende Maße:
112 x 11 cm (LxB)
112 x 9 cm (LxB)
112 x 8,4 cm (LxB)
Um die Bodendielen zu einem Kasten zu verbinden, werden außerdem zehn Kanthölzer, etwas kürzer als die Höhe des Sandkastens – bei uns 28 cm lang – benötigt. Die Höhe ergibt sich aus der Breite der drei übereinanderliegenden Bodendielen.
Die Sitzfläche für den Sandkasten baust du aus vier Dielen. Bei einer Diele versiehst du beide Enden mit einem Winkelschnitt (150 x 14 cm). Anschließend sägst du zwei Dielen auf eine Länge von 115 cm zu, die nur an einer Seite einen Winkelschnitt bekommen. Die hintere Holzdiele hat die Maße 120 x 5,5 cm.
Für den Deckel benötigst du:
8 Bodendielen (Nut-und-Feder-Verbindung) à 155 x 11 x 2 cm (LxBxH)
1 Bodendiele (Nut-und-Feder-Verbindung) à 155 x 7,5 x 2 cm (LxBxH)
1 Bodendiele (Nut-und-Feder-Verbindung) à 155 x 4,5 x 2 cm (LxBxH)
2 Glattkantbretter als Querstreben à 121, 5 x 9 x 1,8 cm (LxBxH)
1 Glattkantbrett: 107 x 7 x 2 cm (LxBxH) als „Bremse“, damit der Deckel nicht komplett umklappt
Für die Sicherung des Deckels brauchst du 2 Seitenteile aus einer Bodendiele in der Form eines rechtwinkligen Trapezes: Unten ist es 3,5 cm lang, auf der gegenüberliegenden Seite 14 cm. Die Höhe der rechtwinkligen Seite ist 60 cm, die schräg gegenüberliegende Seite wird 61,5 cm. Verbinde diese Punkte am besten einfach zum Schluss mit dem Meterstab.
2 Kanthölzer für das Ösenloch: 10 x 3,5 - 4 x 2,8 cm (LxBxH)
1 Kantholz als Basketballkorbaufhängung: 45 x 4 x 3,5 cm (LxBxH)
Schritt 2: Holzdielen zusägen und schleifen
Schritt 2: Holzdielen zusägen und schleifen
Nachdem du alle Maße angezeichnest hast, sägst du die Hölzer zu. Spanne dafür die Holzleisten in die Kapp- und Gehrungssäge ein. Mit dieser Säge sind präzise Schnitte möglich und Gehrungs- und Winkelschnitte gelingen besonders einfach. Alternativ kannst du eine Hand- oder Tischkreissäge verwenden.
Die Dielen für die Sitzfläche bzw. den Rahmen des Sandkastens werden mit einem Winkelschnitt versehen. Das bedeutet: Die Dielen werden so zugesägt, dass sich beim Zusammenfügen an den Stößen ein rechter Winkel ergibt. Sie werden anders als beim Gehrungsschnitt – von oben nach unten gesehen –, gerade abgesägt. Die Bodendielen mit der Nut-und-Feder-Verbindung sägst du jeweils mit einem Gehrungsschnitt zu, das Holz wird also auf der ganzen Breite schräg abgesägt. Die Maße gelten dabei für die äußere Seite, also die längere Kante der Bretter.
Hast du alle Holzdielen und Kanthölzer passend zugesägt, schleifst du alle rauen Sägekanten mit dem Multischleifer glatt. Am besten fixierst du sie dafür mit Schraubzwingen an der Arbeitsfläche, so verhinderst du ein Verrutschen.
Wichtig: Schleife sämtliche Holzteile – vor allem Kanten, Ecken und Schnittstellen – besonders sorgfältig und runde die sichtbaren Holzteile zusätzlich leicht ab. Aus Erfahrung empfehlen wir dir, die Oberflächen zusätzlich mit feinerem Schleifpapier nachzuarbeiten. Auch von Schrauben und Nägeln geht eine erhebliche Verletzungsgefahr aus. Achte deshalb darauf, dass sie nirgendwo hervorstehen!
Schritt 3: Sandkasten mit Sitzfläche zusammenbauen
Schritt 3: Sandkasten mit Sitzfläche zusammenbauen
Nun wird aus den vorbereiteten Holzdielen der selbst gebaute Sandkasten: Stecke jeweils drei Bodendielen mithilfe des Nut-und-Feder-Prinzips zusammen und verschraube sie in den Ecken mit Kanthölzern, sodass ein viereckiger Rahmen entsteht. Damit das Verschrauben einfacher gelingt, klemmst du die Holzleisten und das Kantholz jeweils mit Schraubzwingen fest, so verrutscht beim Schrauben nichts. Bohre und senke außerdem die Löcher vor.
Nachdem du den Kasten zusammengebaut hast, befestigst du die Sitzfläche. Dafür nimmst du die vier Holzdielen, die du vorher teilweise mit einem Winkelschnitt zugesägt hast. Füge sie wie auf dem Bild passend zusammen und fixiere sie mit Schrauben von oben in den Nut-und-Feder-Brettern.
Für die spätere Sicherung des Deckels bohrst du ein Loch mit einem 6-mm-Holzbohrer in 10 cm große Kanthölzer, die du anschließend an beiden Seiten unter der Sitzfläche des Sandkastens montierst – darin kannst du die Ösenschrauben versenken, sobald der Deckel aufgeklappt ist.
Was ist eine Nut-und-Feder-Verbindung?
Was ist eine Nut-und-Feder-Verbindung?
Zwei oder mehrere Holzleisten kannst du mithilfe einer Steckverbindung, der sogenannten Nut-Feder-Verbindung, zusammenfügen. So können sie sich nicht verschieben. Eine Holzleiste hat dabei eine rechtwinklig ausgefräste Vertiefung (die Nut), die andere eine Auswölbung (die Feder), die genau in die Nut passt – so schließen beide Holzleisten entweder entlang der kurzen oder der langen Seite bündig ab.
Schritt 4: Teichfolie an der Unterseite des Sandkastens befestigen
Schritt 4: Teichfolie an der Unterseite des Sandkastens befestigen
Damit der Sandkasten auch mit Sand befüllt werden kann, bekommt der Kasten einen Boden aus dicker Teichfolie. Miss zunächst die Fläche aus und schneide die Folie entsprechend zu. Danach befestigst du die Folie am Rand der Unterseite mit dem Tacker.
Unser Tipp: Lege unter die Teichfolie zusätzlich eine dünne Drainageschicht aus Kies an, damit sich bei starkem Regen kein Wasser im Sandkasten staut. Alternativ oder ergänzend sorgt ein Sandkastenvlies unter der Folie für bessere Belüftung und Wasserabfluss – und verhindert gleichzeitig, dass sich Unkraut durch die Sandkiste arbeitet.
Verwende ausschließlich geprüften Spielsand oder speziellen Sandkastensand aus dem Baumarkt, um sicherzustellen, dass der Sand frei von Schadstoffen und hygienisch ist.
Schritt 5: Tafel fertigen
Schritt 5: Tafel fertigen
Aus einem dünnen Blech und schwarzem Tafellack fertigst du eine beschreibbare und magnetische Fläche. Am einfachsten ist es, wenn du das Blech bereits in einer Standardgröße kaufen oder es direkt im Baumarkt zuschneiden lässt. Schleife das Blech an, damit der Lack besser haftet. Den Staub anschließend sorgfältig entfernen.
Rühre den Lack mit einem Rührstab auf und gieße ihn in eine Lackwanne. Dann den Lack gleichmäßig auftragen und alles gut trocknen lassen.
Tipp: Statt auf ein Blech kannst du den Tafellack auch später direkt auf die Bretter des Deckels streichen. Dafür klebst du die Fläche sauber mit Malerkrepp ab und trägst den Lack auf.
Holzschutz & Pflege:
Die Deckelbretter sind besonders der Witterung ausgesetzt. Trage hier regelmäßig eine schützende Lasur oder ein Holzöl auf, um das Holz vor Regen und UV-Strahlen zu schützen. Achte auf Produkte, die für Kinderspielgeräte geeignet und speichelfest sind.
Sicherheits-Tipp: Kontrolliere mindestens einmal im Jahr Schrauben, Scharniere und die Holzkonstruktion deines Sandkastens. So bleibt das Spielgerät lange sicher und stabil – und deine Kinder können unbeschwert spielen.
Schritt 6: Deckel zusammenbauen
Schritt 6: Deckel zusammenbauen
Nun baust du den Deckel für den Sandkasten: Stecke als erstes die Bodendielen mithilfe der Nut-und-Feder-Verbindung zusammen und schraube dann zwei Holzdielen als Querstreben fest. Danach befestigst du mittig, etwa 10 cm vom unteren Rand eine Ösenschraube, die an einer Schnur geknotet ist, auf den trapezförmigen Seitenteilen. Nehme dafür eine Unterlegscheibe zu Hilfe und bohre das Loch mit einem 6-mm-Holzbohrer vor.
Die Ösenschrauben dienen als Stift: Ist der Deckel offen, werden die Ösenschrauben in die Löcher der Sitzflächen gesteckt – so wird das Zuklappen des Deckels verhindert.
Die fertigen Seitenstücke schraubst du anschließend mit den langen Holzschrauben am Deckel des selbst gebauten Sandkastens fest. Dann befestigst du noch die Scharniere an der langen Seite des Deckels und an dem Rahmen des Sandkastens mit passenden Schrauben.
Zum Schluss befestigst du die Tafel mit Montagekleber an der Innenseite des Deckels und montierst den Basketballkorb. Fertig!
Mehr Halt durch Querstreben
Mehr Halt durch Querstreben
Um zu verhindern, dass sich das frische Holz verzieht, kannst du auf der Rückseite des Deckels zusätzlich noch Querstreben anbringen. Das bietet noch mehr Halt und sorgt dafür, dass der Kasten in Form bleibt, wenn das Holz noch arbeiten sollte.