Foto: Veronika Halmbacher

Basteln & Dekorieren

Nussknacker-Herbstkranz

Das Binden von Kränzen ist ein uralter Brauch, ob dies nun die Sonne, die Unendlichkeit oder den Sieger ehren und schmücken sollte. Als Türkranz dekoriert sagst du damit deinen Gästen zu jeder Jahreszeit "Herzlich willkommen". Die Materialien dafür findest du oft in der Natur.

Kränze begleiten uns durchs ganze Leben. Sie verweisen auf das ewige Leben und die Unendlichkeit, die runde Form steht für Vollkommenheit. Als Zeichen des Neubeginns legt man vielen Kindern zur Taufe einen zarten Kranz um den Kopf oder die Taufkerze, zur Erstkommunion tragen viele Mädchen einen Blütenkranz, und zur Hochzeit schmückt oft ein Haarkranz die Braut. Auch den Toten wird zum Abschied ein Blumenkranz aufs Grab gelegt. Zu Ehejubiläen oder wichtigen Geburtstagen ist es vielerorts Brauch, sich in der Nachbarschaft zum Kranzbinden zu treffen und diesen dann um die Eingangstür oder ein großes Schild im Garten zu winden.

Eng verwoben mit der Geschichte der Kränze ist das Sammeln von Naturschätzen. Das ist heute nicht mehr nötig, alles können wir so gut wie jederzeit auf die Schnelle kaufen. Doch aufmerksam durch den Garten, den Park oder den Wald zu gehen lohnt sich – und macht kreativ. Dort entdeckst du vieles, was du zum Schmücken deines Zuhauses nutzen kannst. 

Nüsse als Symbole

Nüsse als Symbole

Unser Nussknackerkranz bereitet Gästen bereits am Eingang ein fröhliches Willkommen. Du kannst ihn natürlich auch drinnen aufhängen oder am Tisch aufstellen — oder du machst gleich zwei davon? Wusstet du, dass die Haselnuss unserem Schutz dienen und Wünsche erfüllen soll? Sie steht für einen glückhaften Neuanfang.
Die Walnuss steht ebenso für Schutz, aber auch für verborgene Weisheit, Fruchtbarkeit und Sinnlichkeit. Sie weist eine verblüffende Ähnlichkeit mit unserem Gehirn auf. In diesem Sinne ist es wohl nicht verwunderlich, dass die Walnuss unsere Gehirnfunktion, Konzentration und Kreativität steigert. 

Material & Werkzeuge
Das brauchst du:

Das brauchst du:

  • Tanne (bzw. ein schlichter Basiskranz)
  • Mistelzweige
  • Wacholderzweige 
  • Lärchenzapfen
  • Kiefernzapfen
  • Walnüsse
  • Haselnüsse
  • Gartenschere
  • Heißklebepistole
  • Zeitungspapier als Unterlage
Vorarbeit: Tannenkranz binden
Kranz binden

Foto: Veronika Halmbacher

Vorarbeit: Tannenkranz binden

Schlichte Kränze kannst du in der Herbst- und Winterzeit vielerorts bekommen. Aber viel schöner ist es doch, auch die Grundlage selbst zu binden. Fast eine Gelinggarantie können wir dir geben, wenn du mit einem gekauften Kranzrohling arbeitest. Der bietet eine stabile und runde Basis.

Materialien: 

  • Kranzrohling aus Stroh 
  • Tannenzweige (vor allem Äste mit drei Enden, aber auch ein paar schöne Einzelzweige)
  • Bindedraht
  • Gartenschere
  • Unterlage (Zeitungspapier o.ä.)

Schritt 1: Lege dir deine Materialien auf einer Unterlage zurecht, die Äste auf eine Länge von circa 15 cm kürzen.

Tipp: Wenn der Kranz hauptsächlich auf der Oberseite betrachtet wird — zum Beispiel bei der Verwendung als Tischdeko —, kann auf der Unterseite Material gespart werden. Je mehr Zweige du benutzt, umso üppiger wird der Kranz.

Schritt 2: Den Bindedraht durch Verdrillen fest am Rohling befestigen.

Schritt 3: Nun ein erstes Bündel Zweige zuerst an der Oberseite auflegen. Mit dem Draht das untere Drittel fixieren, dafür an dieser Stelle mehrfach stramm um den Rohling wickeln. Leicht überlappend nach diesem Schema Lage um Lage gleichmäßig weitermachen. 
 
Schritt 4: Damit Anfang und Ende des Kranzes am Schluss nicht erkennbar sind, ist es wichtig, bei der Fertigstellung noch mal ganz sauber zu arbeiten. Die Stiele des letzten Zweig-bündels werden gut unter dem ersten versteckt. 

Schritt 5: Nun muss nur noch der Draht fixiert werden. Dafür den Kranz umdrehen und den Draht mit einem Überstand von circa 20 cm abschneiden. Das Drahtende nun »vernähen«, sprich abwechselnd unter und ober den Drahtschlaufen durchfädeln. Das Ende von circa 2 cm einfach in den Rohling stecken.

01. Materialien ausprobieren
Herbstkranz binden

Foto: Veronika Halmbacher

01. Materialien ausprobieren

Lege dir alle deine benötigten Materialien bereit. Großzügig Zeitungspapier unterlegen, damit du dir um deinen Tisch keine Sorgen machen musst, sondern nach Herzenslust schneiden, ausprobieren und kleben kannst. 

Lege dir vielleicht zunächst ein paar Varianten probeweise aus, sodass du eine Vorstellung davon bekommst, wie dein Kranz aussehen soll: Willst du deine Dekoration wie zufällig verteilen oder eine exakte Anzahl an Nüssen befestigen? Soll der Kranz rundherum gleich aussehen oder willst du direkt bestimmen, wo später "oben" und "unten" ist?


02. Zapfen und Walnüsse aufkleben

Foto: Veronika Halmbacher

Foto: Veronika Halmbacher

Foto: Veronika Halmbacher

02. Zapfen und Walnüsse aufkleben

Ist die Heißklebepostole bereit, kannst du damit beginnen, zunächst die größeren Zapfen oder Nüsse auf den Tannenkranz aufzukleben. Hier solltest du zügig arbeiten, der Kleber wird schnell hart – ist aber auch anfangs richtig heiß!

Also einen Klecks auf dem Kranz oder der Unterseite des Zapfens auftragen und diesen andrücken, kurz festhalten – fertig.


03. Mit kleineren Elementen abrunden
Herbstkranz binden

Foto: Veronika Halmbacher

03. Mit kleineren Elementen abrunden

Dann kannst du mit den dezenteren Elementen wie Zweigen und kleinen Zapfen oder Nüssen weitermachen, bis dir der Kranz richtig gut gefällt.

Es ist eine Kunst, nicht zu viel und nicht zu wenig Deko zu verwenden. Du kannst aber immer wieder eine kurze Pause machen und den Kranz schon probehalber an die Tür hängen und dein Werk mit etwas Abstand betrachten. Oder du holst dir schnell eine Meinung anderer ein.

Denk dran: Jeder Kranz ist so individuell wie deine Kreativität.

Nicht vergessen, das Kabel der Heißklebepistole aus der Steckdose zu ziehen und sie gut abkühlen zu lassen, bevor du sie wieder wegräumst!


Das Kranzerlbuch
Herbstkranz binden

Foto: Veronika Halmbacher

Das Kranzerlbuch

von Elisabeth Dießl und Veronika Halmbacher

Dieses Bastelbuch will dich nach draußen locken: Im Garten, auf Wiese und Feld und im Wald wartet farbenfrohe Inspiration! Mit den illustrierten Anleitungen stellst du Kränze, Sträuße und Gestecke selbst her. Sammele  im Frühling Knospen und frisches Grün für einen Weidenkranz. Gestalte im Sommer duftende Sommersträuße oder Haarkränze. Im Herbst ist Beerenzeit: Satte Farben werden als Türkranz zum Hingucker. Auch eine Anleitung zum Adventskranz binden findest du in diesem DIY-Buch.

  • Rund ums Jahr: Naturdeko basteln aus Blüten, Zweigen, Früchten und Zapfen
  • Lerne die Blumensprache: Welche versteckten Botschaften lassen sich übermitteln?
  • Gartenschere, Cuttermesser, Kranzrohlinge und Blumendraht: Welches Zubehör benötigst du?
  • Binden, stecken, flechten oder winden: Welche Technik passt zu deinem Bastelprojekt?
  • Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen für selbstgemachte Kränze, Sträuße und Gestecke

ISBN-13 9783710402821, 208 Seiten, erschienen im Servus Verlag, 25 Euro

Türkranz aus alternativen Materialien
Weihnachtskranz

Foto: tesa

Türkranz aus alternativen Materialien

Wer nicht mit Naturmaterialien arbeiten kann oder will, kann trotzdem Kränze machen, die sogar mehr als eine Saison überstehen: Aus Papier und Perlen, mit Weihnachtskugeln oder gar mit schwarzen Federn und Krepppapier lässt sich einiges zaubern!

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