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Pflanzen im Garten

Hecke schneiden – aber richtig!

Meist dient uns eine Hecke als Sichtschutz nach außen. Sie soll deshalb dicht und hoch wachsen. Damit das gelingt, brauchen Hecken und andere Gehölze einmal im Jahr eine neue „Frisur“. Einfach drauflosschneiden solltest du aber nicht: Die richtige Technik und das Werkzeug sind entscheidend für einen gesunden Wuchs.

Vom 1. März bis 30. September darfst du Hecken wegen der Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) zum Vogelschutz weder radikal verjüngen noch entfernen. Diese Regelungen betreffen Bäume, Hecken, lebende Zäune, Sträucher und weitere Gehölze auch in privaten Gärten. Der Rückschnitt ist entsprechend nur zwischen Anfang Oktober und Ende Februar möglich. Das ist aber nicht nur gut, um die Tierwelt zu schonen, sondern auch, weil sich die Triebe dann noch halb im Winterschlaf befinden und noch nicht voll im Saft stehen. 

Pflegeschnitte sind in dieser Zeit trotzdem erlaubt – solange kein Vogel in der Hecke brütet! Beim sogenannten Formschnitt werden lediglich herauswachsende Äste korrigiert. Wenn dich etwas stört, solltest du es aber rechtzeitig vor dem nächsten Frost erledigen, sonst drohen eventuell Schäden. Auch Pflegeschnitte an Obstgehölzen sind aus der Verbotsregelung ausgenommen. Sie sind ganzjährig erlaubt.

Das Wetter spielt eine Rolle
Frau schneidet eine Hecke

Foto: Bosch

Das Wetter spielt eine Rolle

Achte auf die Außentemperatur und das Wetter, wenn du deine Hecke nicht unnötig schädigen willst. Schneide nur, wenn das Thermometer mehr als 
– 5°C anzeigt. Sonst verheilt der Schnitt eventuell nicht sauber. Ähnliches gilt bei zu viel Sonnenschein: Die Schnittflächen können austrocknen und die Hecke droht zu verwelken. Warte mit dem Schnitt also lieber auf einen trüben Tag.

 


Hecke in Form
Mann schneidet eine Hecke

Foto: Bosch

Hecke in Form

Warum muss die Hecke überhaupt geschnitten werden? Schließlich dient sie meist als 
Sichtschutz. Doch Hecken bleiben nur blickdicht, wenn sie regelmäßig gestutzt werden. 
Das Wachstum der Gehölze wird angekurbelt: Erst durch den passenden Schnitt verzweigen 
sich die Äste im entsprechenden Umfang. Die Hecke wächst schön dicht und es entstehen 
keine störenden Löcher. 

Aber wie schneidet man sie richtig? Damit alle Bereiche ausreichend Licht bekommen, müssen Hecken trapezförmig aussehen. Das heißt: unten breiter als oben! Das wird sehr häufig falsch gemacht und kann dazu führen, dass einige Stellen verkahlen. Schneide die Flanken zuerst, dann ist die Krone besser erreichbar. Damit du dich hinterher nicht über ein „Gefälle“ ärgerst, spanne am besten vorher etwas unterhalb der Heckenkrone – natürlich gerade – eine farblich abgesetzte Schnur. So erleichterst du dir das Kappen deutlich. Eine Heckenschere dauerhaft über dem Kopf zu führen bedeutet nicht nur wenig Sicht, sondern ist auch sehr mühsam und bietet zudem weniger Kontrolle. Ein Mini-Gerüst ist da eine gute Alternative zur Leiter und auch leicht zu verschieben.

Tipp: Wurde eine Hecke lange nicht gepflegt, solltest du beim Rückschnitt zunächst nur im Wuchsbereich arbeiten. Besonders empfindlich sind meist die Heckenflanken, da der Austrieb sich vor allem nach oben orientiert. 


Das richtige Werkzeug

Foto: Bosch

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Das richtige Werkzeug

Lorbeer und andere großblättrige Hecken schneidest du idealerweise mit einer mechanischen Hand-Heckenschere. Denn Heckenscheren mit einem Schwert zerteilen die Blätter wahllos. Hier können deshalb Krankheiten die Folge sein. Mit einer kleineren Schere kannst du gezielt einzelne Äste beschneiden, ohne zu viele Blätter zu schädigen. Bei sehr langen Hecken funktioniert diese Technik natürlich nur begrenzt – es sei denn, du hast sehr viel Zeit und willst auch gleich ein Fitnesstraining absolvieren. 

Tipp: Lege vor dem Schneiden unter der Hecke ein altes Bettlaken oder eine Plane aus. Das fängt viel Schnittgut auf, das sich dann leicht zur Tonne oder zum Kompost transportieren lässt. So sparst du beim Aufräumen und Säubern hinterher viel Zeit!

 


Sicherheit geht vor!

Foto: Bosch (aus dem Jahr 1959)

Foto: Gebol

Sicherheit geht vor!

Beim Heckenschneiden kann einiges passieren – egal, ob du eine Elektro-, Benzin- oder Akkuschere benutzt. Zur Mindestausstattung gehören eine Schutzbrille und Handschuhe. Diese bewahren dich vor Verletzungen durch zurückschnappende Äste. Je nach Lautstärke des Werkzeugs sind auch Ohrstöpsel oder Ohrschützer angebracht. Eng anliegende Kleidung ist dir nicht im Weg und verheddert sich nicht etwa im Schneidwerk der Schere. Wenn du giftige Hecken wie Thuja oder Eibe schneidest, solltest du unbedingt auf lange Ärmel und Hosenbeine achten. Nach Hautkontakt kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

Was passiert, wenn das Kabel durchtrennt wurde? 

Elektrische Heckenscheren haben nur ein kurzes Kabel am Gerät, das du nicht durchtrennen kannst. Allerdings kann sich die Verlängerung trotz aller Vorsicht durchaus mal am falschen Ort befinden – schon ist es passiert! Bevor du jetzt das durchschnittene Kabel anfasst, trenne es auf jeden Fall zuerst vom Strom oder schalte die Sicherung ab. Um genau diesen Fall zu verhindern, solltest du nur in eine Richtung arbeiten und das Kabel möglichst immer hinter deinem Arbeitsbereich führen. Nutze dabei die Zugentlastung am Gerät, dann ist dir das Kabel nicht im Weg. Von Vorteil sind farblich auffällige Verlängerungskabel etwa in Rot, die übersieht man nicht so leicht.  

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