- Einrichten & Gestalten
- Basteln & Dekorieren
- Halloween
- Halloween-Kostüme selber machen
Basteln & Dekorieren
Halloween-Kostüme selber machen
- Veröffentlicht: 15.10.2026
- Artikel merken
- Artikel herunterladen
- Teilen:
Ein altes T-Shirt wird zum Skelett, aus ein paar Stoffstreifen schlüpft eine Mumie und mit der richtigen Schminke verwandelt sich selbst der harmloseste Partygast in einen blutrünstigen Vampir. Wir zeigen dir, wie du auch kurz vor Halloween noch tolle Kostüme für dich und deine Kinder selbst machen kannst.
Wer sein Halloween-Kostüm selbst bastelt, muss dafür nicht unbedingt einkaufen gehen. Ein Blick in den Kleiderschrank oder die Bastelkiste lohnt sich oft schon. Und mal ehrlich: Gemeinsam alte Klamotten zerschneiden, mit Schminke experimentieren und sich gegenseitig in Monster verwandeln macht doch mindestens genauso viel Spaß wie die Party selbst! Ganz nebenbei bekommen ausgediente Sachen eine zweite Chance, und statt eines Kostüms von der Stange entsteht etwas ganz Eigenes.
Du möchtest dein Halloween-Kostüm selber machen, brauchst aber noch Ideen? Hier findest du einfache Verkleidungen für Kinder und Erwachsene, die auch in letzter Minute noch gelingen.
Skelett: Klappergestell mit Gruselfaktor
Skelett: Klappergestell mit Gruselfaktor
Hier kommt ein echter Knochenjob! Schwarze Kleidung, silbernes Aluminiumband und etwas Schminke reichen aus, um ein ziemlich lebendiges Skelett auf die Beine zu stellen.
Lege eine schwarze Hose und ein langärmeliges Oberteil glatt auf den Tisch. Schneide aus selbstklebendem Aluminiumband unterschiedlich lange Streifen und ordne diese wie Knochen auf der Kleidung an. Kürzere Stücke bilden Rippen und Gelenke. Auch schwarze Handschuhe lassen sich mit schmalen Klebestreifen in knochige Finger verwandeln. Für den Totenschädel schminkst du das Gesicht weiß, malst Augenhöhlen und Nase schwarz aus und zeichnest ein breites Gebiss auf.
Tipp: Wenn du die Kleidung nach Halloween weitertragen möchtest, solltest du das Aluminiumband vorher an einer unauffälligen Stelle testen.
Fledermaus-Kostüm: Flatternder Nachtjäger
Fledermaus-Kostüm: Flatternder Nachtjäger
Schwarz wie die Nacht und bereit zum Abflug! Diese Fledermaus braucht weder Zauberkräfte noch Flugstunden. Ihre großen Stoffflügel breitet sie einfach mit den Armen aus.
Zeichne auf schwarzen Stoff zwei Fledermausflügel mit den typischen geschwungenen, zackigen Kanten und schneide diese aus. Befestige die Flügel an den Ärmeln und seitlich an einem schwarzen Oberteil, sodass sie sich beim Ausbreiten der Arme aufspannen. Alternativ kannst du Stoffschlaufen annähen, durch die sich die Arme schieben lassen. Für die spitzen Ohren schneidest du zwei Dreiecke aus schwarzem Tonkarton aus. Knicke die unteren Enden um und klebe die Ohren auf einen schlichten Haarreif.
Schwarze Hose dazu, vielleicht noch etwas dunkle Schminke und schon flattert die Fledermaus durch die Halloween-Nacht.
Tipp: Besonders für Kinder empfiehlt sich leichter, reißfester Stoff. Achte darauf, dass die Flügel nicht zu lang sind und beim Spielen oder Laufen nicht stören.
Halloween-Maske aus Pappmaché: Monster nach Maß
Halloween-Maske aus Pappmaché: Monster nach Maß
Eine riesige Nase, spitze Ohren oder ein grimmiges Kürbisgesicht? Mit einer Maske aus Pappmaché kann sich jeder in seine ganz persönliche Gruselgestalt verwandeln.
Reiße Zeitungspapier in kleine Streifen und tauche diese in eine Mischung aus Weißleim und etwas Wasser. Beklebe damit eine Seite eines aufgeblasenen Luftballons in mehreren Schichten. Sobald alles vollständig durchgetrocknet ist, löst du die Papierhülle vom Ballon und schneidest die gewünschte Maskenform sowie Öffnungen für Augen und Nase aus.
Jetzt bekommt die Maske mit Acryl- oder Abtönfarben ihr Gesicht. Wolle wird zu wilden Haaren, Pfeifenreiniger verwandeln sich in Fühler und Papier liefert spitze Ohren, Nasen oder buschige Augenbrauen. Befestige ein elastisches Band, damit die Maske am Kopf hält.
Mit leuchtenden Farben und großen Augen wird daraus ein lustiges Kinderkostüm, mit dunklen Augenhöhlen und spitzen Zähnen eine gruselige Monster-Maske.
Tipp: Prüfe vor dem Tragen, ob die Maske gut sitzt und ausreichend Sicht und Luft bietet. Scharfe Werkzeuge und Heißkleber gehören beim Basteln mit Kindern in Erwachsenenhand.
Sensenmann-Kostüm: Der Tod klopft an!
Sensenmann-Kostüm: Der Tod klopft an!
Schwarzer Umhang, bleiches Gesicht und eine riesige Sense – wenn der Sensenmann vor der Tür steht, läuft es selbst hartgesottenen Halloween-Fans kalt den Rücken herunter. Dabei steckt unter dem schwarzen Umhang kaum mehr als ein altes Kapuzenshirt.
Als Grundlage dient ein schwarzes XXL-Kapuzenshirt, das möglichst weit über die Knie oder sogar bis zu den Knöcheln reicht. Schneide den unteren Saum des Shirts in unregelmäßige Zacken und kombiniere es mit einer schwarzen Hose. Die Kapuze tief ins Gesicht ziehen, damit vom Sensenmann möglichst wenig zu erkennen ist. Mit weißer und schwarzer Schminke verwandelst du das Gesicht in einen Totenschädel mit dunklen Augenhöhlen und eingefallenen Wangen.
Die Sense: Zeichne eine große, gebogene Klinge auf feste Pappe und schneide diese aus. Beklebe die Pappklinge mit Alufolie, damit sie metallisch glänzt. Anschließend befestigst du sie mit stabilem Klebeband an einem leichten Stab oder Stock. Achte darauf, dass alle Kanten stumpf und gut gesichert sind.
Mit der Sense über der Schulter schleicht der Sensenmann lautlos durch die Halloween-Nacht. Wer ihm begegnet, sollte sich besser nicht umdrehen!
Zombie-Verkleidung: Die Toten sind los!
Zombie-Verkleidung: Die Toten sind los!
Dieser Partygast sieht aus, als hätte er schon bessere Zeiten erlebt. Die Kleidung hängt in Fetzen, das Gesicht ist kreidebleich und die Haare stehen wild vom Kopf ab. Genau richtig für einen Zombie, der gerade seinem Grab entstiegen ist!
Suche alte Kleidungsstücke heraus, die ohnehin aussortiert werden sollten. Schneide Säume und Ärmel stellenweise ein und reiße den Stoff vorsichtig weiter auf. Einzelne Fetzen kannst du mit ein paar Stichen oder Sicherheitsnadeln wieder locker befestigen.
Dein Gesicht schminkst du Gesicht blass und zeichnest mit dunkler Schminke tiefe Schatten um Augen und Wangen. Die Haare kräftig verwuscheln und mit etwas Gel fixieren. Für einen besonders gruseligen Horror-Look kannst du noch etwas kosmetisches Kunstblut auf die Kleidung tupfen.
Jetzt noch langsam durch die Party schlurfen und die anderen Gäste mit starrem Blick anstarren. Besonders gesprächig sind Zombies schließlich nicht.
Mordopfer-Kostüm: Blutige Angelegenheit
Mordopfer-Kostüm: Blutige Angelegenheit
Nichts für schwache Nerven! Mit rotem Gewebeband, schwarzer Kleidung und etwas Kunstblut wird aus einem harmlosen Partygast ein schauriges Mordopfer zu Halloween.
Schneide aus rotem Gewebeband unterschiedlich große Tropfen und schmale Streifen aus. Klebe die vermeintlichen Blutspuren unregelmäßig auf Shirt, Jacke oder Hose. Ein blasses Gesicht, dunkle Augenringe und zerzauste Haare machen den Anblick noch unheimlicher. Auch ein paar Tropfen kosmetisches Kunstblut am Mundwinkel dürfen nicht fehlen. Und falls jemand fragt, was passiert ist? Vielleicht erzählst du lieber nichts …
Tipp: Für Gesicht und Haut ausschließlich geeignete Theaterschminke oder kosmetisches Kunstblut verwenden.
Mumien: Frisch aus der Gruft
Mumien: Frisch aus der Gruft
Diese Mumie muss lange in ihrer Gruft gelegen haben. Ihre Bandagen hängen in Fetzen herunter, und nach ein paar Jahrhunderten dürfte sie ziemlich eingerostet sein. Unter den alten Stoffstreifen stecken allerdings nur eine Leggings und ein langärmeliges Shirt.
Reiße ein ausgedientes weißes Bettlaken oder alte T-Shirts in unterschiedlich breite Streifen. Lege die Kleidung auf eine hitzebeständige Unterlage und befestige die Stoffbahnen mit Heißkleber auf Vorder- und Rückseite. Die Streifen dürfen sich überlappen, schief verlaufen und an einigen Stellen lose herunterhängen. Lass die Klebung vollständig abkühlen, bevor du das Kostüm anprobierst. Ein paar zusätzliche Stoffstreifen kannst du locker an den Handgelenken befestigen. Gesicht und Hals werden hell geschminkt, dunkle Augenringe machen die Verkleidung noch unheimlicher.
Tipp: Damit die Bandagen aussehen, als hätten sie schon Jahrhunderte in einer Gruft verbracht, färbst du die Stoffstreifen vorher mit stark verdünnter brauner oder schwarzer Textilfarbe. Gut trocknen lassen, bevor sie auf die Kleidung geklebt werden.
Last-Minute-Tipp: Wenn das Kostüm nur für einen Abend gedacht ist, ist die Heißklebepistole ein praktischer Helfer. Damit lassen sich Stoffstreifen und leichte Accessoires schnell befestigen, ohne zur Nadel greifen zu müssen. Heißkleber niemals verwenden, während jemand das Kostüm trägt.
Vampir-Kostüm: Graf Dracula lässt grüßen
Vampir-Kostüm: Graf Dracula lässt grüßen
Blass, elegant und ein wenig blutrünstig: Für einen überzeugenden Auftritt als Graf Dracula an Halloween musst du keinen teuren Samtumhang kaufen. Ein ausrangiertes Poloshirt für das Kostüm reicht völlig aus. Wer es etwas eleganter mag, greift zum langen schwarzen Kleid und kombiniert es mit weißem Tüll.
Der klassische Vampirumhang: Schneide die Vorderseite und die Ärmel eines schwarzen Poloshirts ab. Der Kragen bleibt erhalten, während die Rückenpartie zum flatternden Umhang wird. Den unteren Rand kannst du gerade, spitz oder in Zacken zuschneiden. Stelle den Kragen hoch und wirf den Umhang über die Schultern.
Die elegante Vampirdame: Über einem langen schwarzen Kleid wirkt ein weißer Tüllumhang besonders gespenstisch. Lege den Stoff locker um die Schultern und halte ihn in der Taille mit einem schmalen Gürtel zusammen. Für den Kragen raffst du einen breiten Tüllstreifen und schmückst ihn mit roten Stofftropfen. Die Haare am Oberkopf auftoupieren und seitlich nach hinten stecken.
Das Vampir-Make-up: Schminke das Gesicht blass und betone die Augen mit dunklem Lidschatten. Dazu rote Lippen, spitze Vampirzähne und ein paar Tropfen kosmetisches Kunstblut am Mundwinkel. Wenn du möchtest, malst du zusätzlich Blutspuren aufs Dekolleté.
Für einen schnellen Dracula-Look reichen zur Not auch schwarze Kleidung, blasse Schminke und ein Paar Vampirzähne.
Hexe oder Zauberer: Auf zum Blocksberg!
Hexe oder Zauberer: Auf zum Blocksberg!
Spitzer Hut, flatternder Umhang und ein knorriger Zauberstab, viel mehr braucht es nicht, um sich in eine waschechte Hexe oder mächtigen Zauberer zu verwandeln. Wer dann noch einen selbst gebundenen Reisigbesen schwingt, ist bereit für den nächsten Hexensabbat.
Der Hexenhut: Schneide aus schwarzem Tonkarton einen großen Viertelkreis mit einem Radius von 40 Zentimetern aus, rolle ihn zu einem Kegel und verklebe die Kanten. Ein breiter Pappring bildet die Hutkrempe. Schneide dann in die untere Seite des Hutes rundherum circa ein bis zwei Zentimeter tiefe Zacken ein und klebe ihn auf den Pappring. Mit Sternen, Spinnen oder bunten Bändern wird daraus ein Hexenhut ganz nach deinem Geschmack.
Der Umhang: Ein altes schwarzes XXL-T-Shirt eignet sich als Grundlage. Schneide es vorne mittig auf und gestalte Saum und Kanten mit wilden Zacken oder Fransen. Je nach Größe kann das Shirt locker über den Schultern liegen oder vorne zusammengebunden werden. Auch ein Stück Stoff im Halloween-Design, vor der Brust verknotet, eignet sich als Umhang.
Der Zauberstab: Verziere einen dünnen Ast oder Holzstab mit unregelmäßigen Linien und knubbeligen Erhebungen aus Heißkleber. Nach dem Abkühlen bekommt der Stab einen Anstrich in Braun, Schwarz oder Metallic. Schon sieht er aus, als hätte er etliche Zaubersprüche hinter sich.
Der Hexenbesen: Lege eine Handvoll Reisig oder dünne Zweige rund um das Ende eines stabilen Astes. Mit fester Schnur mehrfach umwickeln, sorgfältig verknoten und bei Bedarf die Zweige kürzen. Schön gerade muss hier nichts sein, schließlich handelt es sich nicht um einen gewöhnlichen Straßenbesen!
Noch dunkle Kleidung und feste Schuhe dazu, und die Hexe kann losziehen. Hut, Besen und Zauberstab sind übrigens auch schöne Accessoires für andere Halloween-Kostüme, beispielsweise für Harry Potter.
Vogelscheuchen-Look: Frisch vom Kürbisfeld
Vogelscheuchen-Look: Frisch vom Kürbisfeld
Eigentlich sollte sie draußen die Krähen vertreiben. Doch diese Vogelscheuche hat offenbar genug vom Feld und mischt sich lieber unter die Halloween-Gäste. Ihr Outfit sieht entsprechend mitgenommen aus.
Als Grundlage dienen eine alte Jeans und ein kariertes Hemd. Schneide kleine Risse in den Stoff, franse die Säume etwas aus und nähe bunte Stoffflicken auf. Stecke Stroh oder Bastbänder in die Taschen und befestige kleine Bündel an Ärmeln, Hosenbeinen und Kragen. Ein alter Strohhut gehört natürlich auch dazu. Für das Gesicht malst du Sommersprossen und eine rote Nase auf. Schwarze Striche an den Mundwinkeln sehen aus wie grobe Nähte.
Wer sich dann noch etwas steif und ungelenk bewegt, könnte glatt frisch vom Kürbisfeld kommen.
Insekten-Kostüm: Sechs Beine, viele Augen
Insekten-Kostüm: Sechs Beine, viele Augen
Achtung, Krabbelalarm! Dieses Insekt ist ziemlich groß geraten, aber zum Glück völlig harmlos. Für die Verkleidung brauchst du nur vier lange rote Socken, eine passende Mütze und etwas Zeitungspapier.
Stopfe die Socken mit zerknülltem Papier aus und befestige jeweils zwei davon seitlich an einem roten T-Shirt. Nähe die zusätzlichen Insektenbeine gut fest oder verwende stabile Sicherheitsnadeln. Zusammen mit deinen beiden Armen hat das Krabbeltier jetzt sechs Beine.
Für den Kopf klebst du mehrere große Wackelaugen auf eine rote Mütze. Besonders lustig sieht es aus, wenn die Augen unterschiedlich groß sind und kreuz und quer sitzen.
Passende Hose oder Leggings anziehen, Mütze aufsetzen und loskrabbeln! Wer dabei mit den Armen wackelt, bringt ordentlich Bewegung in die Insektenbeine.
Tipp: Mit sechs zusätzlichen Socken und schwarzer Kleidung lässt sich daraus auch eine achtbeinige Spinne basteln.
Geist oder Gespenst: Spuk aus dem Kleiderschrank
Geist oder Gespenst: Spuk aus dem Kleiderschrank
Huuuh! Wenn plötzlich ein Gespenst durch die Wohnung schwebt, muss das nicht gleich ein Fall für den Geisterjäger sein. Vielleicht steckt darunter einfach ein altes Bettlaken oder ein ausrangiertes XXL-T-Shirt.
Für die T-Shirt-Variante ziehst du ein langes weißes Shirt über dunkle Kleidung. Schneide den unteren Saum in unregelmäßige Zacken, damit das Geistergewand schön zerfleddert aussieht. Mit schwarzer Stoffmalfarbe oder aufgeklebten Formen aus schwarzem Stoff bekommt es große Augen und einen weit aufgerissenen Mund.
Wer lieber als klassisches Bettlakengespenst umherziehen möchte, legt sich ein altes weißes Laken über den Kopf und markiert die Position der Augen. Nimm den Stoff wieder ab und schneide ausreichend große Sehöffnungen hinein. Kürze das Laken so weit, dass niemand über den Saum stolpert, und achte darauf, dass Mund und Nase frei bleiben.
Bei der T-Shirt-Variante können ein blass geschminktes Gesicht und dunkle Augenringe den Spuk noch etwas unheimlicher machen. Dieses Last-Minute-Kostüm ist auch für Kinder eine einfache Idee, wenn die Halloweenparty schon vor der Tür steht.
