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Dach, Fassade & Keller

Die richtige Fassadenfarbe

Die Fassade ist so etwas wie die Visitenkarte eines Hauses. Dementsprechend gepflegt soll sie aussehen. Aber nicht nur Farbe ist wichtig: Rissiger oder maroder Putz bietet Regenwasser und Frost viel Angriffsfläche. Die Folge sind schlimme Schäden an der Bausubstanz.

Wir erklären dir Schritt für Schritt, wie du deine Fassade auf Schäden prüfen und diese in Eigenregie beheben kannst. Natürlich geben wir auch Tipps zur passenden Farbe.

Kratzen, klopfen, saugen

Foto: SCHÖNER WOHNEN-Farbe

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Kratzen, klopfen, saugen

Als Teil der Gebäudehülle erfüllen Fassaden neben optischen Aspekten eine wichtige Schutzfunktion. Sie müssen dem Wetter, aber auch Abgasen und Luftverschmutzung standhalten. Schon kleinste Beschädigungen in der Oberfläche bieten Regen, Wind, Sonne und Frost eine Angriffsfläche. In Risse dringt Regenwasser ein, das sich hinter dem Putz sammelt und das Mauerwerk angreifen kann. Das bei Frost gefrierende Wasser vergrößert die Risse und kann Teile des Putzes förmlich "heraussprengen".

Lass es nicht soweit kommen: Prüfe regelmäßig, ob sich an der Fassade feine Haarrisse bilden. Sind die Risse schon etwas größer, sollten sie schnellstens ausgebessert werden. Dazu müssen lockere Teile abgeklopft und neu verspachtelt werden, zum Beispiel mit einer geeigneten Spachtelmasse oder einem Acryl-Dichtstoff. Achte auch darauf, dass alle Dachrinnen und Regenfallrohre intakt sind, denn fehlgeleitetes Regenwasser kann die Fassade ebenfalls beschädigen. 

So testest du: 

Der Tragfähigkeitstest: Drücke ein Stück Klebeband auf die Fassade und zieh es dann ruckartig wieder ab – ähnlich wie bei einem Pflaster. Bleiben dabei Teile des Anstrichs kleben, muss er in diesen Bereichen entfernt werden.

Der Kratztest: Kratze mit einem kantigen Gegenstand (zum Beispiel einem Spachtel) über die Fassade. Löst sich der Altanstrich oder platzt Putz ab, muss die Beschichtung entfernt werden.

Der Klopftest: Klopfe die Fassade vorsichtig mit einem Hammer ab, um Hohlräume zu entdecken. Diese müssen gesäubert und neu verputzt werden.

Der Saugfähigkeitstest: Mit einem Schwamm Wasser auf die Fassade auftragen. Wenn es schnell einzieht, muss die Oberfläche vor dem neuen Anstrich grundiert werden.

Der  Abriebtest: Reibe mit der Handinnenfläche über die Fassade. Bildet sich ein weißer, mehlartiger Abrieb, benötigt die Fassade eine gründliche Reinigung und anschließend eine Grundierung.


Verschiedene Fassadenfarben

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Verschiedene Fassadenfarben

Nicht jeder Anstrich haftet auf jedem Untergrund und Fassadenfarbe ist nicht gleich Fassadenfarbe.

Dispersionsfarben

Sie werden sehr häufig benutzt, denn sie sind einfach zu verarbeiten und flexibel auf unterschiedlichen Untergründen wie Putz, Beton, Faserzement und Holzwerkstoffen verwendbar. Sogar auf Stahl und Aluminium können Dispersionsfarben mit einer entsprechender Grundierung aufgetragen werden. 

Außen am Haus eignen sie sich für den Sockelbereich aber wegen des Spritzwassers nur bedingt. 

Silikonfarbe / Silikonharzfarbe

Diese Sorte Wandfarbe zeichnet sich einerseits durch eine selbstreinigende Eigenschaft aus, die auch unter dem „Lotuseffekt“ bekannt ist. Andererseits lässt sie das Mauerwerk atmen (zum Beispiel Premium Fassadenfarbe von Alpina). Das heißt, sie lassen Regenwasser nicht eindringen, während Wasserdampf nach außen abgeleitet wird – dasselbe Prinzip wie bei einer atmungsaktiven Regenjacke. 

Silikonfarbe kann auf zahlreichen, vor allem mineralischen Untergründen wie Putz, Beton und Faserzement aufgebracht werden. Ungeeignet ist sie für Holz, Stahl und Aluminium. Saugende Untergründe oder Dispersionsfarbe als Untergrund sollte grundiert werden.

Silikatfarbe / Mineralfarbe

Silikatfarbe, auch Mineralfarbe oder, nach ihrem Erfinder, Keimfarbe benannt, ist sehr lange haltbar ist sehr witterungsbeständig. Sie bildet eine unlösbare Bindung mit dem mineralischen Untergrund, man spricht von einer Verkieselung (z.B. Silikat FassadenFarbe von Alpina).

Zum Abbinden ist daher auch ein siliziumhaltiger Untergrund erforderlich, die meisten Außenputze erfüllen diese Bedingung. Auf Holz oder Kunststoff hält Silikatfarbe nur schlecht oder gar nicht. Auch alte Kunstharzputze, alte Anstriche und Dispersionsfarben eignen sich nicht als Untergrund.

In Baumärkten ist Silikat- oder Mineralfarbe eher selten zu finden, da die Farbe alkalisch-ätzend wirkt und mit Vorsicht und Sachkenntnis verarbeitet werden muss.


Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Foto: SCHÖNER WOHNEN-Farbe

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Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Nach dem sorgfältigen Prüfen der Fassade muss der Untergrund vorbehandelt werden – nur so hält der neue Anstrich lange. Der erste Schritt ist eine gründliche Reinigung: Schmutzablagerungen, Moos oder Algen lassen sich mit klarem Wasser und einer Bürste oder einem Hochdruckreiniger beseitigen. Lockere Putzteile solltest du ebenfalls entfernen, Risse müssen ausgebürstet und wieder aufgefüllt werden. 

Vor dem eigentlichen Farbanstrich folgt als nächster Schritt die Grundierung. Sie bereitet den Untergrund für den Anstrich vor, verbessert die Haftung und verhindert, dass ein offenporiger Untergrund zu viel Farbe aufsaugt. Diese Schicht kann man mit einer Deckenbürste gleichmäßig und satt auf die gesamte Fläche auftragen. Dann lässt man sie über Nacht trocknen, bevor als nächster Schritt die Fassadenfarbe folgen kann. 

Wichtig: Es sollte mindestens 10 °C warm und trocken, aber auch nicht zu heiß sein. Die Fassade sollte darüber hinaus möglichst nicht bei direkter Sonneneinstrahlung gestrichen werden.

Fassade streichen

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Fassade streichen

Für das beste Endergebnis sind zwei Arbeitsgänge mit einem Zwischenanstrich zu empfehlen. Dieser sollte vor dem endgültigen Auftrag trocken sein. Beim Material für Zwischen- und Endanstrich solltest du auf eine hohe Witterungsbeständigkeit achten, wie zum Beispiel beim Premium-Fassadenweiß von SCHÖNER WOHNEN-Farbe.

Trage die Fassadenfarbe mit einem Fassadenroller zügig und gleichmäßig auf. Für Ecken und Kanten verwendest du am besten einen Pinsel. Auf zusammenhängenden Flächen empfiehlt es sich, nass in nass zu arbeiten, um Farbansätze und Übergänge zu vermeiden. Der erste Anstrich wird oft mit bis zu 10 Prozent Wasser verdünnt.

Ist der Zwischenanstrich getrocknet, kannst du mit dem Schlussanstrich beginnen. Je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit schwanken die Trocknungszeiten. Der Fassadenanstrich ist meist nach zwei bis drei Tagen vollständig durchgetrocknet und belastbar.

Tipp: Neben dem klassischen Weiß besteht die Möglichkeit, die Fassadenfarbe nach Wunsch mit Voll- und Abtönfarben abzumischen. Gerade im Sockelbereich, der stärker Schmutz ausgesetzt ist, können dunklere Töne wie Grau oder Schiefer sinnvoll sein.

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