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Kleine Reparaturen

Zu große Dübellöcher stopfen

Manchmal geht es beim Bohren ganz schnell und plötzlich ist aus dem kleinen Loch ein riesiges geworden. Was nun? Mit verschiedenen Produkten verschwinden große Bohrlöcher oder Risse im Handumdrehen.

Schiefe oder zu große Dübellöcher kannst du entweder mit Bildern überhängen oder gleich vermeiden. Wichtig: Bevor du ein Loch in die Wand bohrst, solltest du prüfen, aus welchem Material diese besteht. Beim Bohren in Gipskarton und Porenbeton reicht ein Akkubohrer aus. Bei klassischem Mauerwerk ist schon eine leistungsstärkere Schlagbohrmaschine notwendig. Beton oder Stahlbeton erfordern einen Bohrhammer. Geräte mit geringer Leistungsfähigkeit und billigen Bohrern können so manchen Heimwerker zur Verzweiflung bringen. Wähle deshalb immer qualitativ hochwertige und vor allem intakte Werkzeuge aus.

Richtig bohren

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Foto: DIY Academy / Davidfilm

Richtig bohren

Damit keine schiefen Löcher entstehen, musst du die Bohrspitze unbedingt senkrecht zur Materialoberfläche ansetzen. Dann startest du den Motor. Erst wenn der Bohrer festen Halt gefunden hat, solltest du leichten Druck auf die Maschine ausüben. Das geht am besten, wenn du das Gerät in Brusthöhe hältst und eine stabile Schrittstellung einnimmst. Diese Position unterstützt eine gerade Führung der Schlagbohrmaschine und die ideale Nutzung der Körperkraft. Hat das Loch die gewünschte Tiefe erreicht, ziehst du die Bohrmaschine mit rotierendem Bohrer heraus, weil er sich sonst in der Wand verkantet.

Gut zu wissen
Löcher und Risse an der Wand

Löcher und Risse an der Wand

Nicht nur neue Löcher, sondern auch alter Bohrlöcher können dich in den Wahnsinn treiben. Hinter Bildern und Regalen, Schränken und anderen Möbelstücken verbergen sich manchmal alte Löcher von Dübeln oder Nägeln, abgeplatzte Putzränder oder unschöne Risse. Diese kommen meist beim Neudekorieren und Umräumen zum Vorschein. Die Schäden zu beseitigen geht mit unseren Lösungen und ein wenig Wandfarbe wirklich problemlos und ruckzuck.

Damit deine Wand wieder makellos wird, hilft nur eins: Das Loch muss gestopft werden, der Riss gekittet. Dafür gibt es zahlreichen DIY-Hacks, etwa mit Kaugummi, Zahnpasta, Kreide oder Papier- oder Wattekügelchen. Das professionellste Ergebnis erzielst du aber mit speziellen Produkten: 

Lösung 1: Makellose Wände aus der Tube

Foto: DIY Academy

Foto: DIY Academy

Foto: DIY Academy

Foto: DIY Academy

Lösung 1: Makellose Wände aus der Tube

Fix und fertig gibt es Spachtelmasse als „SOS Loch- und Rissfüller“ in der Tube. Schmierereien, gräuliche Flecken und Schrumpfen der Masse im Loch sollen durch eine innovative Technologie mit Mikro-Glaskugeln verhindert werden.Und so geht's: Nägel, Dübel und Schrauben entfernen, lose Putzreste ggf. abbürsten. Das Loch oder den Riss aussaugen und den Staub entfernen. Den anwendungsfertigen Spachtel etwas kneten, dann direkt aus der Tube möglichst großzügig in das Loch drücken. Bei kleinen Löchern etwas mit dem Finger nachhelfen. Dann die überschüssige Masse mit einem (angefeuchteten) Spachtel nach oben oder unten abziehen. Gut durchtrocknen lassen. Das hängt von der Dicke des eingearbeiteten Materials ab – lieber länger warten als zu kurz.

Tipp: Ist kein Spachtel zur Hand, tut es manchmal auch eine breite, saubere (!) Tubenfalz!

Nach der Trocknungsphase kannst du die behandelten Stellen wieder mit Wandfarbe überstreichen. Wenn es Weiß sein darf, geht es besonders einfach – mit „SOS Innenfarbe“ ebenfalls direkt aus der Tube. Durch den integrierten Schwamm brauchst du nicht mal einen Pinsel.


Lösung 2: Löcher mit Spachtelmasse verschließen

Foto: Knauf / Hailo

Foto: Knauf / Hailo

Lösung 2: Löcher mit Spachtelmasse verschließen

Möchtest du zahlreiche Löcher komplett verschließen, hilft dir selbst angerührte Spachtelmasse weiter. Mit einem Malerspachtel füllst du die Masse in die Bohrlöcher und lässt sie zirka fünf Stunden aushärten. Während des Trocknens zieht sich die Spachtelmasse zusammen, so dass du eventuell noch einmal überspachteln musst. Die ausgebesserten Stellen lassen sich später ganz einfach überstreichen.


Lösung 3: Reparaturvlies für zu große Löcher

Foto: fischer

Foto: fischer

Foto: fischer

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Foto: fischer

Lösung 3: Reparaturvlies für zu große Löcher

Für große, ausgefranste Bohrlöcher eignen sich wattepadgroße Gewebestücke, die mit schnell härtendem Spezialmörtel versehen sind (z.B. Bohrloch Retter von fischer). Das mit Wasser befeuchtete Reparaturvlies wickelst du ein- oder mehrlagig um den Kunststoffdübel und steckst diesen zurück in das Bohrloch. Dort härtet das Vlies innerhalb weniger Minuten aus und schafft einen ähnlich guten Halt wie eine herkömmliche Dübelbefestigung.

Tipp: Vorher das Bohrloch gut auspusten und so von Staub befreien!


Lösung 4: Erste Hilfe mit Reparaturknete
Dübelloch: Reparaturknete einsetzen

Foto: Henkel Pattex

Lösung 4: Erste Hilfe mit Reparaturknete

Wenn doch einmal ein zu großes Loch entsteht, hilft Reparaturknete. Schneide ein Stück ab und knete die Masse bis sie weich genug ist. Dann kannst du die Knete in das Bohrloch drücken und den Dübel einsetzen. Um auszuhärten benötigt die Reparaturknete gut 15 Minuten. Danach kannst du Schrauben oder Schraubhaken eindrehen und Bilderrahmen oder Regale aufhängen.


Lösung 5: Flüssigdübel bei ausgerissenen Bohrlöchern

Foto: fischer

Foto: fischer

Foto: fischer

Foto: fischer

Lösung 5: Flüssigdübel bei ausgerissenen Bohrlöchern

Wenn nicht nur das Bohrloch zu groß geraten, sondern auch der Lochrand ausgebrochen ist, bieten sich sogenannte Flüssigdübel an. Die für praktisch alle Baustoffe geeigneten Zweikomponentenmassen lassen sich direkt in das Dübelloch einspritzen und härten in wenigen Minuten aus. Daher kannst du diese Spezialdübel für (Problem-)Wände sowie für ausgerissene Möbelscharniere verwenden. Sie bieten einen festen Untergrund, wo sonst kein Dübel und keine Schraube mehr Halt finden würde. Überquellende Reste entfernst du anschließend einfach mit einem Cuttermesser. Der Vorteil gegenüber Vliesgewebe: In die ausgehärtete Masse kannst du sogar Holzschrauben ohne Kunststoffdübel schrauben.

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