Türstopper aus Beton selber machen, mit Anleitung!

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Kleine DIY-Projekte

Türstopper aus Beton selber gießen

  • Veröffentlicht: 19.01.2026

So ein Türstopper kann ganz schön viel: nämlich Eingangs-, Zimmer- oder auch Balkon- und Terrassentüren in der gewünschten Position halten. Statt einem 08/15-Teil aus dem Laden gießen wir selbst einen schicken Stopper. So wird aus einem schnöden Alltagshelferlein fast schon ein Design-Produkt.

Dabei ist Beton ein moderner Baustoff, der nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch überzeugt, ideal für DIY-Projekte wie Türstopper, Vasen, Teelichthalter oder andere Deko-Objekte. Je nach Form, Höhe und Gewicht spricht man auch von Bodentürstoppern, die besonders stabil stehen und einen zuverlässigen Knallschutz für Türen bieten.

Mit einem Türstopper werden Türen, Schlösser und Zargen vor Beschädigungen durch unbeabsichtigtes Zuknallen etwa bei Zugluft oder temperamentvollen Auseinandersetzungen geschützt. Aber sie verhindern auch, dass Türen oder vielmehr ihre Klinken beim Aufmachen unschöne Macken in die Wände schlagen.
Vor allem Türstopper für den Boden ohne Bohren sind beliebt, weil sie flexibel einsetzbar sind, ideal für Mietwohnungen oder empfindliche Böden wie Parkett.

Um so ein Projekt selbst zu gießen, benötigst du natürlich einige Utensilien und etwas Platz. Beim Arbeiten mit Beton staubt es ziemlich, deshalb ist eine Werkstatt, eine Garage oder im Sommer auch draußen im Garten ein geeigneter Ort. Den Staub solltest du möglichst nicht einatmen und deshalb eine Atemschutzmaske aufsetzen. Auch beim Anrühren und Umfüllen etc. solltest du Hautkontakt vermeiden und Einweghandschuhe tragen. Ansonsten ist das Projekt aber recht simpel und schnell gemacht.

Am besten gießt du gleich mehrere Stopper, denn mit Sicherheit wollen Freunde und Familie auch einen haben. 

Neben dem klassischen Zement kannst du alternativ auch Kreativ-Beton oder Schnellzement verwenden. Diese Varianten eignen sich besonders gut für kleinere Gussformen, da sie feiner und besser zu verarbeiten sind, vor allem bei filigraneren Deko-Objekten.

Türstopper aus Beton selber gießen

Türstopper aus Beton selber gießen

Dieses Video zeigt du Schritt für Schritt, wie du deinen Beton-Türstopper selber gießen kannst.

Material & Werkzeuge

Das brauchst du für den Türstopper aus Beton:

Das brauchst du für den Türstopper aus Beton:

  • Blitz- oder Estrichbeton (Viele Baumärkte führen auch kleinere Gebinde mit 5 kg oder weniger. Diese sind aber im Verhältnis zum 25-kg-Sack deutlich teurer!)
  • Wasser
  • Ösenschraube (gibt es in versch. Größen und Farben im Baumarkt)
  • Seil bzw. Kordel (Hier haben wir farbiges Paracord verwendet, Schnüre gibt es aber auch als Meterware im Baumarkt.)
  • ggf. Filzgleiter
  • Behälter zum Anrühren (nicht zu klein, sonst kann man nur kleine Mengen anrühren und Blitzbeton zieht ziemlich schnell an!)
  • Stock bzw. alter Löffel zum Umrühren
  • verschiedene leere und saubere Gießformen (Für den Türstopper finden wir große Joghurt- oder Tsatsiki-Becher mit 500 g Fassungsvermögen perfekt!)

    Tipp: Bei diesem Projekt bietet sich Upcycling an – z. B. mit leeren Bechern, alten Konservendosen, Plastikflaschen, wenn du keine speziellen Gießformen verwenden möchtest.
  • Gummi- bzw. Einweghandschuhe
  • Mundschutz
  • Zeitung oder Pappe als Unterlage
  • Malerkrepp
  • Pinsel
  • Farbe in verschiedenen Farbtönen
  • Schleifpapier
  • Schere, Zange oder Cutter, um die Gießformen aufzuschneiden

Schritt 1: Gießform vorbereiten

Türstopper aus Beton selber machen – Betonpulver wird mit Wasser in einem Kunststoffbecher angerührt, DIY-Schritt mit Handschuhen auf Arbeitsfläche

Foto: DIY Academy

Schritt 1: Gießform vorbereiten

Drehe die Ringschraube mit dem Schraubgewinde von außen mittig in den Boden der Form, bis der Ring den Boden berührt. Das geht bei Bechern aus dünnem Kunststoff ziemlich einfach, alternativ kannst du den Boden auch etwas einschneiden. Fixiere die Schraube ggf. mit Klebeband.

Dann platzierst du die Form mit der offenen Seite nach oben etwas erhöht, zum Beispiel auf zwei umgedrehten Kaffeebechern, sodass die Schraube frei und gerade zwischen den Bechern hängt.


Schritt 2: Beton anmischen

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Foto: www.diy-academy.eu

Schritt 2: Beton anmischen

Jetzt kannst du den Beton anrühren. Befolge dafür die Anleitung auf der Verpackung: Zuerst mit einem kleinen Gefäß die Zementmischung in den Anrührbehälter (hier ein Gipsbecher) geben. Dann am besten unter Rühren das Wasser dazugeben. Nimm zu Anfang lieber etwas weniger Wasser und gieße bei Bedarf in kleinen Mengen nach. Wenn der Beton eine joghurtähnliche Konsistenz hat, nicht mehr krümelt und keine Klümpchen mehr vorhanden sind, ist er zur Verarbeitung bereit.



Tipp: Blitzbeton zieht schon nach wenigen Minuten an. Damit du in Ruhe arbeiten kannst, mische am besten immer nur kleine Mengen bzw. Material für eine Gießform an. Sollte die Masse zu wenig sein, musst du dich bei der zweiten Runde etwas beeilen, sonst erhärtet der zuerst eingegossene Teil bereits!

Praxis-Tipp

Beton richtig anmischen

Beton richtig anmischen

Achte beim Anmischen unbedingt darauf, erst den Beton in den Eimer zu schütten und dann das Wasser dazuzugeben – nicht umgekehrt. Dadurch werden Verklumpungen vermieden, das Pulver kann das Wasser besser aufnehmen, und du hast die die Konsistenz besser unter Kontrolle, für eine homogene Mischung. 

Schritt 3: Gießform füllen und verdichten

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Foto: www.diy-academy.eu

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Schritt 3: Gießform füllen und verdichten

Fülle nun zügig die Form mit dem Beton. Um noch eingeschlossene Luftblasen herauszubekommen, rüttelst oder klopfst du den Behälter vorsichtig, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen und die Oberfläche möglichst glatt erscheint. Alle Blasen wirst du nicht herausbekommen, auch kleine Steinchen verursachen Löcher, aber gerade das macht den Charme einer Betonform aus!


Die sogenannte Gesteinskörnung im Beton, also kleine Steine und Sand, beeinflusst nicht nur die Festigkeit, sondern auch die spätere Optik.

Bei Beton darf man nicht zu ungeduldig sein. Auch wenn der Blitzbeton sehr schnell aushärtet, ist es am besten, wenn du vor dem Ausschalen mehrere Stunden vergehen lässt, bis der Beton abgebunden hat, also am besten über Nacht.


Schritt 4: Form herauslösen

Foto: www.diy-academy.eu

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Schritt 4: Form herauslösen

Ist der Beton getrocknet, kann die Gießform entfernt werden. Je nach verwendetem Material kannst du diese weiterverwenden oder sie muss vorsichtig aufgeschnitten werden. Dies ist bei dünnwandigen Behältern wie Bechern meist der Fall.

Etwas kniffelig kann hier der Bereich direkt an der Schraube sein, aber mit dem vorsichtigen Einsatz eines Cutters lassen sich meist alle Kunststoffreste lösen.


Schritt 5: Oberfläche schleifen

Beton schleifen

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Schritt 5: Oberfläche schleifen

Mit feinem Schleifpapier gehst du jetzt noch behutsam über die ggf. etwas rauen oder unregelmäßigen Seiten und glättest diese. Je nach gewünschter Optik kannst du hier auch gezielt Kanten und Flächen gestalten.

Wer mag, versiegelt den Beton anschließend mit speziellem Lack, das erhöht die Widerstandsfähigkeit und schützt die Oberfläche.


Schritt 6: Mit Farbe gestalten

Foto: DIY Academy

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Schritt 6: Mit Farbe gestalten

Ist das Objekt gänzlich durchgetrocknet, meist gut zu erkennen an der hellgrauen Farbe, kannst du es nach Belieben streichen oder lackieren. Wir haben am unteren Rand des Türstoppers einen Streifen abgeklebt und diesen mit Acrylfarbe bzw. Buntlack gestrichen. Anschließend trocknen lassen und dann das Kreppband wieder abziehen.

Kreative Designideen: Versuche geometrische Muster, Metallic-Töne, natürliche Farben oder kombiniere Beton mit Holz- oder Edelstahl-Elementen, so wird aus dem Türstopper ein echtes Deko-Objekt, das auch zu modernen Möbeln passt.


Türstopper aus Beton dekorieren

Foto: DIY Academy

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Türstopper aus Beton dekorieren

Wenn du den Stopper auf Parkett oder Laminat stellen willst, sind Filzgleiter, zum Beispiel von tesa, sinnvoll, um den Boden vor Kratzern zu schützen. Diese können einfach aufgeklebt werden. Zum Schluss werden noch Schnüre durch die Öse geschlungen. So lässt sich der Stopper bequem verrücken.

Hier sorgt das farbige Band für einen schönen Akzent. Die Enden abschneiden und mit einem Feuerzeug kurz verschweißen. Alternativ kannst du Gummiunterlagen oder Anti-Rutsch-Pads verwenden, besonders bei glatten Böden ist das eine gute Lösung für die Bodenmontage ohne Bohren.

Gestaltungs-Tipp

Türstopper im maritimen Look

Türstopper aus Beton selber machen – schlichter, selbstgemachter Beton-Türstopper mit Kordelgriff hält eine weiße Tür auf Holzfußboden offen, minimalistisches DIY-Wohnaccessoire

Foto: DIY Academy

Türstopper im maritimen Look

Sei ruhig erfinderisch! Statt einer Ösenschraube kannst du auch andere Materialien in den Türstopper einarbeiten.

Hier haben wir eine grobe Kordel verwendet. Auch was die Oberflächengestaltung angeht, sind dir kaum Grenzen gesetzt. Ob einfarbig, wild gemustert oder einfach nur Beton - probiere es einfach aus!

FAQ – Häufige Fragen zum DIY-Türstopper aus Beton

FAQ – Häufige Fragen zum DIY-Türstopper aus Beton

Was ist der Unterschied zwischen Türstopper, Türpuffer und Bodentürstopper?
Ein Türstopper hält Türen in Position, ein Türpuffer schützt Tür, Wand oder Möbel vor dem Anschlagen der Türklinke. Ein Bodentürstopper ist meist schwerer, steht direkt am Boden und verhindert das komplette Zuschlagen der Tür, ideal beim Lüften oder auch bei Zugluft.

Welche Betonart eignet sich am besten für einen Türstopper?
Für kleine DIY-Projekte wie Türstopper sind Blitzbeton, Estrichbeton oder Kreativ-Beton gut geeignet. Wichtig ist, dass du ein feinkörniges Material mit ausreichender Festigkeit wählst. Wer lieber flexibel arbeitet, greift zu Schnellzement mit kurzer Aushärtungszeit.

Wie schwer sollte ein selbstgemachter Türstopper sein?
Das hängt vom Einsatzort ab. Für den Innenbereich reichen meist 1–2 kg. Soll der Türstopper stabil halten, etwa auf Balkon oder Terrasse, darf er ruhig etwas schwerer ausfallen.

Kann ich den Türstopper auf empfindlichen Böden verwenden?
Ja, aber schütze empfindliche Oberflächen wie Parkett oder Laminat mit Filzgleitern, Gummiunterlagen oder Anti-Rutsch-Pads. So vermeidest du Kratzer und sorgst für sicheren Halt.

Wie kann ich meinen DIY-Türstopper gestalten?
Mit Farbe, Muster, Abklebtechniken, Holzgriffen, Edelstahlösen oder Kordeln, deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Auch das Einfärben des Betons mit Pigmenten ist möglich. So wird der Stopper zu einem echten Design-Element.

Muss ich bohren, um den Türstopper zu befestigen?
Nein. Viele DIY-Türstopper sind als mobile Lösung konzipiert, komplett ohne Bodenmontage oder Bohren. Sie stehen durch ihr Gewicht stabil auf dem Boden und lassen sich einfach verschieben.

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