Brennholz richtig lagern, trocknen & verbrennen

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Heizung, Lüftung & Energie

7 Tipps rund ums Brennholz

  • Veröffentlicht: 05.10.2026

Ein gutes Kaminfeuer beginnt lange, bevor die ersten Flammen lodern. Welches Holz du verwendest, wie du es spaltest und wo du es lagerst, entscheiden darüber, wie gut es später brennt. Wer sein Brennholz selbst verarbeitet, kann außerdem Geld sparen, muss dafür aber etwas Zeit und Muskelkraft einplanen. Wir zeigen dir, worauf es vom Holzstapel bis zum Feuer ankommt.

Gutes Brennholz braucht vor allem eines: die richtige Vorbereitung. Holzart, Restfeuchte und Lagerung entscheiden darüber, wie gut und sauber das Holz später im Kamin oder in der Feuerschale verbrennt. Wer Brennholz richtig lagern und trocknen möchte, sollte deshalb schon bei der Verarbeitung auf passende Scheitgrößen und einen geeigneten Lagerplatz achten.

Tipp 1: Das richtige Brennholz wählen

Mit einem Feuchtigkeitsmessgerät wird geprüft, ob das Brennholz trocken genug zum Verbrennen ist.

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Tipp 1: Das richtige Brennholz wählen

Holz ist nicht gleich Holz: Fichte und Kiefer lassen sich leicht entzünden und liefern schnell Wärme. Wegen ihres Harzgehalts neigen Nadelhölzer allerdings stärker zum Funkenflug. Vor allem bei einer offenen Feuerschale solltest du das im Blick behalten. Laubhölzer wie Ahorn, Esche und besonders Buche brennen länger und entwickeln eine ausdauernde Glut. Auch Birkenholz eignet sich gut: Es entzündet sich vergleichsweise leicht und sorgt für ein schönes Flammenbild. Schnell wachsende Baumarten wie Pappel oder Weide besitzen dagegen einen geringeren Brennwert.

Auch Eiche zählt zu den beliebten Harthölzern für Kamin und Ofen. Sie verbrennt vergleichsweise langsam und sorgt lange für Glut, sollte aber besonders gut getrocknet sein. Generell besitzen dichte Harthölzer wie Buche oder Eiche meist einen höheren Heizwert pro Raummeter als viele Weichhölzer. Fichte oder Kiefer verbrennen dagegen schneller und eignen sich deshalb besonders gut zum Anheizen. Welche Holzart sich am besten als Brennholz eignet, hängt also davon ab, ob du schnell Wärme erzeugen oder möglichst lange Glut erhalten möchtest.

Entscheidender als die Holzart ist jedoch, wie trocken das Brennholz ist. In Kaminofen und Feuerschale gehört ausschließlich naturbelassenes, ausreichend getrocknetes Holz. Als geeignet gilt Brennholz mit weniger als 25 Prozent Holzfeuchte beziehungsweise einem Wassergehalt unter 20 Prozent. Feuchtes Holz gibt weniger Wärme ab, qualmt stärker und verursacht mehr Ruß und Schadstoffe. Je höher die Holzfeuchte beziehungsweise Restfeuchte ist, desto mehr Energie wird beim Verbrennen zunächst dafür benötigt, das enthaltene Wasser zu verdampfen. Dadurch sinkt der nutzbare Heizwert. Für gutes Brennholz kommt es deshalb nicht nur auf die Holzart, sondern vor allem auf den Trocknungsgrad an.

Tipp 2: Brennholz kaufen oder selbst beschaffen?

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Tipp 2: Brennholz kaufen oder selbst beschaffen?

Fertig gespaltene und getrocknete Scheite bekommst du inzwischen vielerorts im Baumarkt oder beim Brennholzhändler. Wer größere Mengen benötigt, kann auch ungespaltenes Holz kaufen und selbst aufarbeiten. Das kostet zwar Zeit und Kraft, kann aber günstiger sein. Beim Kauf lohnt sich ein genauer Blick auf die angebotene Menge und Qualität. Brennholz wird beispielsweise häufig nach Raummetern verkauft. Dabei entspricht ein Raummeter einem Kubikmeter ordentlich gestapeltem Holz inklusive der Zwischenräume. Die Angabe „ofenfertig“ sollte bedeuten, dass die Holzscheite bereits auf eine geeignete Länge gesägt, gespalten und ausreichend trocken sind. Im Zweifel solltest du dir die Restfeuchte nennen lassen oder die die Holzfeuchte selbst messen.

Wer sein Brennholz direkt aus dem Wald beziehen möchte, hat je nach Region verschiedene Möglichkeiten. Einfach mit der Säge losziehen darfst du allerdings nicht. Welche Angebote es gibt, hängt von der jeweiligen Försterei ab. Mancherorts kannst du bereits gefälltes Holz erwerben und selbst aufarbeiten, andernorts werden markierte Bäume zur weiteren Verarbeitung angeboten. Welche Regeln vor Ort gelten, erfährst du beim zuständigen Forstamt oder bei den verantwortlichen Förstern. Dort bekommst du auch Auskunft darüber, welche Kenntnisse und Nachweise du für die Arbeit mit der Motorsäge benötigst. Wer Holz mit der Motorsäge bearbeitet oder Bäume fällt, sollte die richtige Arbeitstechnik sicher beherrschen und geeignete Schutzkleidung tragen.

Das gilt ebenso für Arbeiten auf dem eigenen Grundstück. Schutzbrille, schnittfeste Handschuhe und weitere vorgeschriebene Schutzausrüstung gehören zur Arbeit mit der Kettensäge dazu. Beim Ablängen von Stammstücken sorgt ein stabiler Sägebock dafür, dass das Holz sicher liegt und nicht wegrutscht.

Tipp 3: Sägen, spalten und das passende Werkzeug wählen

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Tipp 3: Sägen, spalten und das passende Werkzeug wählen

Sind die Stammstücke auf die richtige Länge gesägt, geht es ans Spalten: Das verkürzt später die Trocknungszeit, denn gespaltene Scheite geben ihre Feuchtigkeit schneller ab als ganze Holzstücke. Je kleiner die Holzscheite gespalten sind, desto größer ist ihre Oberfläche. So kann Feuchtigkeit schneller entweichen und das Holz trocknet besser. Wer Brennholz trocknen möchte, schafft mit passend gespaltenen Scheiten deshalb schon eine wichtige Voraussetzung. Sehr große Stücke benötigen unter gleichen Bedingungen deutlich länger.

Welches Werkzeug am besten passt, hängt von Größe und Durchmesser des Holzes ab. Für dünne Scheite und Anzündholz reicht meist ein handliches Beil. Größere Stücke lassen sich mit einer Spaltaxt bearbeiten. Ihr längerer Stiel und der keilförmige Axtkopf bringen mehr Kraft ins Holz. Bei dicken oder widerspenstigen Stücken hilft ein schwerer Spalthammer. Wer regelmäßig größere Mengen verarbeitet, schont mit einem mechanischen Holzspalter Rücken und Gelenke.

Hinweis

Stichwort Sicherheit

Stichwort Sicherheit

Achte beim Arbeiten außerdem auf einen sicheren Stand. Ein stabiler Hackklotz aus hartem Holz gibt dem Scheit Halt. Ideal ist eine Höhe, bei der die Oberkante des aufgestellten Holzstücks ungefähr auf Hüfthöhe liegt. Halte rundherum ausreichend Abstand zu anderen Personen und Gegenständen.

Wichtig: Prüfe vor dem ersten Schlag auch das Werkzeug: Sitzt der Axtkopf fest? Ist der Stiel unbeschädigt? Festes Schuhwerk, Arbeitshandschuhe und eine Schutzbrille gehören ebenfalls dazu. Kleine, trockene Holzstücke, die beim Spalten anfallen, musst du übrigens nicht aussortieren. Lege sie beiseite. Als Anzündholz leisten sie später gute Dienste.

Tipp 4: Brennholz richtig trocknen und lagern

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Tipp 4: Brennholz richtig trocknen und lagern

Frisch geschlagenes Holz gehört nicht in den Ofen. Zunächst muss ein großer Teil der enthaltenen Feuchtigkeit entweichen. Wie schnell das gelingt, hängt von Holzart, Scheitgröße und Lagerplatz ab. Statt dich allein auf pauschale Lagerzeiten zu verlassen, solltest du deshalb die tatsächliche Holzfeuchte prüfen. Ein Holzfeuchtemessgerät zeigt dir, ob die Scheite trocken genug für den Einsatz sind.

Wie lange Brennholz trocknen muss, kann deshalb sehr unterschiedlich sein. Unter guten Bedingungen trocknet gespaltenes Holz deutlich schneller als dicke, eng gestapelte Stücke an einem schattigen oder schlecht belüfteten Standort. Entscheidender als die reine Lagerdauer ist die gemessene Restfeuchte. Mit einem Feuchtigkeitsmesser kannst du kontrollieren, ob das Brennholz bereits ofenfertig ist. Gut getrocknetes Brennholz erkennst du oft schon an einigen typischen Merkmalen: Es ist meist leichter, zeigt häufig Risse an den Stirnseiten und klingt beim Gegeneinanderschlagen zweier Scheite heller als feuchtes Holz. Gewissheit über die Restfeuchte liefert jedoch nur die Messung.

Den besten Platz findet dein Brennholz draußen: luftig, möglichst sonnig und von oben gegen Regen geschützt. Lege die unterste Reihe nicht direkt auf die Erde. Paletten, Kanthölzer oder ein befestigter Untergrund halten Abstand zum feuchten Boden. Wichtig ist außerdem, dass die Luft zwischen den Scheiten gut zirkulieren kann. Frisches Brennholz sollte deshalb möglichst nicht in geschlossenen, feuchten Kellern oder schlecht belüfteten Garagen trocknen. Bereits trockenes Brennholz kannst du dort vorübergehend lagern, wenn der Raum trocken und ausreichend belüftet ist.

Auch an einer Hauswand kannst du Brennholz lagern. Lass zwischen Holzstapel und Wand jedoch genügend Abstand, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Staple die Scheite locker und achte darauf, dass der Holzstoß stabil steht und keine Feuchtigkeit vom Boden oder von der Fassade aufnimmt. Eine Überdachung hält Regen von oben ab. Den ganzen Stapel fest mit einer Plane einzuwickeln, ist dagegen keine gute Idee. Darunter sammelt sich Feuchtigkeit und das Holz kann schimmeln oder faulen. Beim Abdecken gilt deshalb: oben schützen, die Seiten offen lassen. So bleibt das Holz vor direktem Niederschlag geschützt, während weiterhin Luft durch den Stapel strömt.

Damit nichts ins Rutschen gerät, kannst du die Scheite an den beiden Enden lagenweise über Kreuz stapeln. Das stabilisiert den Holzstoß, ohne ihn unnötig dicht zu machen. Zwischen den Scheiten sollten trotzdem genügend Zwischenräume bleiben, damit Luft an das Holz gelangt.

Tipp 5: Holz zum Kamin transportieren und griffbereit aufbewahren

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Tipp 5: Holz zum Kamin transportieren und griffbereit aufbewahren

Wer schon einmal einen Arm voll Scheite durchs Wohnzimmer getragen hat, kennt das Ergebnis: Rindenstücke hier, Holzkrümel dort. Eine Kaminholztasche oder ein stabiler Korb erspart dir einen Teil der Aufräumarbeit. Ein Korb eignet sich gleichzeitig als kleiner Vorrat am Kamin. Geschlossene Behälter fangen lose Rinde und Späne auf. Möchtest du mehr Holz bereithalten, bietet ein Kaminholzregal zusätzlichen Platz. Für längere Wege, etwa vom Holzlager durch den Garten, kann ein Kaminholzwagen praktisch sein. Große Räder kommen auch mit Schwellen und unebenen Wegen besser zurecht.

So bequem ein Vorrat direkt am Feuer wäre: Stelle Brennholz nicht unmittelbar neben den Kaminofen oder die Feuerschale. Beim Ofen geben die Herstellerangaben vor, welche Sicherheitsabstände du einhalten musst. Lagere im Wohnraum am besten nur eine überschaubare Menge Kaminholz. Die eigentliche Lagerung und Trocknung erfolgt draußen an einem trockenen, luftigen Platz. So bleibt das Brennholz gut belüftet und du holst nur so viel Kaminholz ins Haus, wie du kurzfristig benötigst.

Tipp 6: Richtig anfeuern und Holz nachlegen

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Tipp 6: Richtig anfeuern und Holz nachlegen

Im Kaminofen empfiehlt sich das Anfeuern von oben. Lege dafür die größeren Scheite unten in den Brennraum. Darauf kommen kleinere Holzstücke und Anzündhölzer, die du locker und gitterartig aufschichtest. Ganz oben platzierst du einen geeigneten Anzünder. Öffne anschließend die Luftzufuhr nach den Angaben des Ofenherstellers und entzünde den Anzünder. Die Flammen arbeiten sich nun von oben nach unten. Dabei verbrennen die entstehenden Brenngase besser. Das reduziert Qualm und Schadstoffe beim Anheizen.

Auch in der Feuerschale erleichtern kleine, trockene Holzstücke den Start. Verwende dafür geeignete Anzünder. Spiritus oder Benzin haben am Feuer nichts zu suchen. Auch Zeitungspapier und Eierkartons eignen sich nicht zum Anzünden. Zum Anheizen eignet sich trockenes Weichholz besonders gut, weil es schnell Feuer fängt. Für eine länger anhaltende Glut kannst du anschließend Hartholz wie Buche oder Eiche nachlegen. Wichtig ist dabei immer, dass das Brennholz ausreichend trocken ist.

Und wenn das Feuer erst einmal brennt? Dann widerstehe der Versuchung, den Brennraum möglichst vollzupacken. Viel Holz bedeutet nicht automatisch viel Wärme. Ein überladener Kaminofen und eine stark gedrosselte Luftzufuhr verschlechtern die Verbrennung. Rußige Scheiben, Ablagerungen im Schornstein und höhere Schadstoffemissionen können die Folge sein. Lege deshalb nur so viel Holz nach, wie der Hersteller empfiehlt. Bei der Feuerschale gilt ebenfalls: lieber nach und nach einzelne Scheite ergänzen, statt gleich einen großen Holzberg aufzuschichten. Das Feuer bleibt so besser kontrollierbar und der Funkenflug lässt sich leichter begrenzen.

Tipp 7: Holzasche richtig entsorgen

Nach dem Verbrennen von Brennholz bleiben Asche und Glutreste im Kaminofen zurück.

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Tipp 7: Holzasche richtig entsorgen

Ist das Feuer heruntergebrannt, bleibt die Asche zurück. Auf dem Kompost oder im Beet hat sie allerdings nichts verloren. Zwar enthält Holzasche Mineralstoffe, beim Verbrennen können sich darin jedoch auch unerwünschte Stoffe anreichern.

Bevor du sie entsorgst, muss die Asche vollständig auskühlen. Verlass dich dabei nicht auf den ersten Eindruck: Selbst wenn sie von außen längst kalt wirkt, können sich im Inneren noch Glutreste verstecken. Sammle die Asche deshalb zunächst in einem nicht brennbaren Behälter und stelle ihn mit genügend Abstand zu brennbaren Materialien ab. Vollständig erkaltete Asche gehört in der Regel in den Restmüll. Beachte dazu die Vorgaben deines örtlichen Entsorgers.

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