Lernturm für Kinder bauen - Bauanleitung

Foto: SPAX

Möbel selbst bauen

Lernturm für Kinder bauen

Die Weihnachtszeit ist für Kinder besonders magisch. Wenn die ersten Weihnachtslieder erklingen und die Vorfreude täglich wächst, wollen die Kleinen natürlich beim ersten Backen der Plätzchen dabei sein. Ein Lernturm ermöglicht ihnen genau das: sicher, nah dran und mitten im Geschehen ihre ersten Backmomente zu erleben.

Gemeinsam Backen, Lachen, Erinnerungen schaffen

Ein Lernturm ist nicht nur in der Weihnachtszeit ein echter Gewinn für kleine Nachwuchsbäcker. Er bringt Kinder sicher auf Arbeitsplattenhöhe und lässt sie beim Plätzchenbacken ganz nah dabei sein – vom Teigausrollen bis zum Verzieren der süßen Kunstwerke. 


Aber auch beim Kochen, Händewaschen oder Zähneputzen – im Alltag wird unser selbstgebaute Lernturm schnell zum unverzichtbaren Begleiter. Durch die erhöhte Position kann dein Kind aktiv teilhaben und gleichzeitig sicher stehen. Wichtig ist dabei ein stabiler, sicherer Stand mit Kippschutz, um maximale Kippsicherheit zu gewährleisten.

Gleichzeitig werden beim Mithelfen in der Küche motorische Fähigkeiten, Selbstständigkeit und Selbstvertrauen gestärkt. Kinder erleben hautnah, wie aus einfachen Zutaten köstliche Weihnachtsleckereien entstehen und können dabei spielerisch kreativ werden. Stell dir vor, wie dein Kind begeistert neben dir steht, mit leuchtenden Augen Teig knetet, Formen aussticht und Gebäck verziert – all das fördert nicht nur die Feinmotorik, sondern macht das gemeinsame Backen zu einem unvergesslichen Familienmoment.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Lernturm

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Lernturm

Auswahl der Materialien & Sicherheit geht vor

Foto: SCHÖNER WOHNEN-Farbe

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Foto: SCHÖNER WOHNEN-Farbe

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Auswahl der Materialien & Sicherheit geht vor

Damit du und dein Kind lange Freude am Lernturm habt, ist sorgfältiges Arbeiten und die Wahl geeigneter Materialien entscheidend. Achte darauf, alle Oberflächen und Kanten gründlich zu schleifen, damit keine Splitter entstehen. Auch Schraubenköpfe sollten plan aufliegen oder sauber im Holz versenkt sein.

Für die Oberflächenbehandlung empfehlen sich Holzfarben oder -lacke sowie natürliche Pflegeöle, die nach DIN EN 71-3 für Kinderspielzeug zugelassen sind – sie sind speichel- und schweißecht und somit besonders sicher für kleine Entdeckerhände.

Achte darauf, den Lernturm stets nur unter Aufsicht zu verwenden.

Wir empfehlen die Nutzung ab einem Alter von ca. 12 Monaten, sobald das Kind sicher stehen kann. Für Kleinkinder unter 3 Jahren sind zusätzliche Sicherungselemente wie Schutzleisten oder ein Rückenschutz sinnvoll, um ein Herausfallen zu verhindern.

Schritt 1: Bauteile zuschneiden

Foto: SPAX

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Schritt 1: Bauteile zuschneiden

Lass dir die Leimholzplatten am besten direkt im Baumarkt zuschneiden. Falls das nicht möglich ist, übertrage die angegebenen Maße auf die Platten und schneide Plattform und Trittstufe entsprechend der Materialliste selbst zu. Auch die Rahmenhölzer kürzt du anschließend auf die vorgegebenen Längen.

Tipp: Kennzeichne die Bauteile mit Bleistift auf den Schnittkanten. 

Schritt 2: Schleifen und Kanten brechen

Foto: SPAX

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Schritt 2: Schleifen und Kanten brechen

Jetzt glättest du sorgfältig die Oberflächen und schleifst die Kanten glatt. Anschließend Staub sorgfältig entfernen.

Schritt 3: Seitenteile des Lernturms verschrauben

Foto: SPAX

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Schritt 3: Seitenteile des Lernturms verschrauben

Für die Seitenteile verbindest du zunächst ein hinteres Bein (A) mit einer Querstrebe (D) mithilfe der 6 × 140 mm Tellerkopfschrauben. Achte dabei darauf, dass alles im rechten Winkel sitzt und das Schraubengewinde ausschließlich in Bauteil D greift, damit die Hölzer sauber zusammengezogen werden.

Die zweite Querstrebe (D) montierst du anschließend in 50 cm Höhe (von unten gemessen). Miss die Position genau aus, zeichne sie an und verschraube die Teile erneut rechtwinklig miteinander. Jetzt befestigst du das kurze Bein (B) ebenfalls mit Tellerkopfschrauben an der bereits montierten Konstruktion.

Das zweite Seitenteil setzt du identisch auf die gleiche Weise zusammen.

Schritt 4: Plattform mit Rahmen bauen

Foto: SPAX

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Schritt 4: Plattform mit Rahmen bauen

Für den Rahmen verschraubst du zwei Hölzer (C) und zwei Hölzer (D) rechtwinklig miteinander. Nutze dafür die Universal-Senkkopfschrauben 6 × 140 mm und setze sie mittig ins Kopfholz.

Anschließend legst du die Plattform auf den Rahmen, richtest alles bündig aus und fixierst die Bauteile mit Zwingen. Verschraube jetzt die Plattform von oben mittig im Rahmen mit 4 × 45 mm langen Senkkopfschrauben.

Schritt 5: Seitenteile mit der Plattform verbinden

Foto: SPAX

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Schritt 5: Seitenteile mit der Plattform verbinden

Die fertige Plattform setzt du jetzt auf Höhe der unteren Querstrebe zwischen die Seitenteile und fixiere sie mit den Tellerkopfschrauben (5 × 87 mm). Achte beim Zusammenbau darauf, nicht auf bereits gesetzte Schrauben zu treffen. 

Montiere anschließend im oberen Bereich ein Rahmenholz (C) zwischen die Seitenteile und verschraube es mit den 6 × 140 mm großen Tellerkopfschrauben.

Schritt 6: Trittstufe anbringen

Foto: SPAX

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Schritt 6: Trittstufe anbringen

Für die Auflage der Trittstufe fixierst du auf beiden Seiten jeweils eine Querstrebe (C) am vorderen Bein (B) und hinteren Bein (A), ebenfalls mit den Tellerkopfschrauben 6 x 140 mm.

Anschließend befestigst du an diesen Querstreben die 25 cm langen Füße im rechten Winkel (E). Zum Abschluss legst du die Trittstufe (G) auf diese Konstruktion und verschraubst sie von oben in die Rahmenhölzer. Achte auf gleichmäßige Abstände.

Schritt 7: Feinschliff und Sicherheit

Lernturm für Kinder bauen - Bauanleitung

Foto: SPAX

Schritt 7: Feinschliff und Sicherheit

Überprüfe deinen Lernturm zum Schluss noch einmal gründlich auf scharfe Kanten oder hervorstehende Schraubenköpfe und arbeite, wenn nötig, nach. Anschließend kannst du die Oberfläche nach Herstellerangaben ölen oder lackieren.

Nach dem Trocknen bringst du Filzgleiter unter den Füßen an. Für zusätzliche Sicherheit kannst du bei Bedarf eine weitere Querstrebe oder einen Rückenschutz montieren.

Material & Werkzeuge

Materialien und Werkzeuge

Lernturm für Kinder bauen mit sorgfältig vorbereiteten Holzleisten, Schrauben, Dübeln und SPAX-Werkzeug auf einer Werkbank für den DIY-Projektstart

Foto: SPAX

Materialien und Werkzeuge

Rahmenholz Fichte/Tanne 4 x 6 cm


  • A: 2 Stück á 90 cm (Beine hinten)

  • B: 2 Stück 65 cm (Beine vorne)

  • C: 5 Stück 40 cm 

  • D: 6 Stück 28 cm
  • 
E: 2 Stück 25 cm (Füße)


Leimholzplatten, 18 mm stark


  • F: 40 x 40 (Plattform)
G: 20 x 48 (Trittstufe) 


Werkzeuge:

  • Akku-Bohrschrauber mit passendem Bit
  • Stichsäge mit Holzsägeblatt
  • Zollstock, Bleistift, Winkel
  • Schraubzwingen
  • Schleifklotz oder Exzenterschleifer mit 120er und 180er Schleifpapier


Verbrauchsmaterialien:

Rezept-Idee

Schnell & Easy: Rezept für Weihnachtsplätzchen

Foto: DIY Academy

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Schnell & Easy: Rezept für Weihnachtsplätzchen

Zutaten:

  • 200 g Mehl
  • 100 g weiche Butter (in Stückchen geschnitten)
  • 80 g Zucker
  • 1 Ei
  • Eine Prise Salz
  • 
1 Msp. Backpulver
  • 
Option: die Hälfte des Teiges mit 1 gestr. Teelöffel Kakao mischen
  • Puderzucker oder Glasur sowie verschiedene Zuckerstreusel oder Nüsse für die Dekoration

Plätzchenteig zubereiten:

Foto: DIY Academy

Foto: DIY Academy

Plätzchenteig zubereiten:

1. Teig vorbereiten:
 Mehl, Zucker, Backpulver, Salz, Butter und Ei in einer Schüssel mit den Händen oder dem Mixer zu einem glatten Teig verkneten. Optional kann die Hälfte des Teigs mit Kakao vermischt werden. Anschließend den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Ausrollen und Ausstechen:
 Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf etwa 5 mm Dicke ausrollen. Mit weihnachtlichen Ausstechformen wie Sternen, Herzen oder Tannenbäumen Plätzchen ausstechen.

3. Backen: Die ausgestochenen Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180 °C (Umluft) etwa 10–12 Minuten backen, bis sie goldgelb sind.

4. Verzieren:
 Nach dem vollständigen Abkühlen können die Plätzchen nach Wunsch mit Zuckerguss bemalt oder mit Streuseln dekoriert werden.

Backen mit Kindern

Foto: DIY Academy

Foto: DIY Academy

Backen mit Kindern

Beim Backen mit Kindern sollte man sich Zeit nehmen – und ihnen Zeit lassen. Statt fünf verschiedener Sorten, wähle lieber nur eine Kekssorte aus, die ihr gemeinsam so richtig zelebrieren könnt. Denn die Geduld von Kindern ist meist begrenzt: Nach den ersten drei ausgestochenen Tannenbäumen steht oft schon das Verzieren im Mittelpunkt. Satt bunter Streusel kannst du auch gesündere Nüsse verwenden. Mit Pinienkernen oder Rosinen entstehen Muster und in die Mitte eines Sternenkekses gehört unbedingt eine Walnusshälfte. Deshalb empfiehlt es sich, pro Backaktion nur eine Sorte – eventuell in mehreren Varianten – einzuplanen und den Perfektionismus zu vergessen. Perfekt werden Plätzchen mit Kindern selten, aber genau das zeigt, wie viel Liebe in ihnen steckt.

Pinsel, Löffel und andere Utensilien sowie Teller für die fertigen Plätzchen sollten bereitstehen. Ist alles vorbereitet, kann der Dekospaß beginnen. Für Kinder soll das Plätzchenbacken vor allem Freude machen, deshalb sollte ihrer Fantasie keine Grenze gesetzt werden, auch wenn dabei grüne Haie mit rosa Punkten entstehen. Das Besondere am Backen liegt schließlich auch im Gestalten und im Gefühl, etwas Eigenes zu erschaffen. Ebenso wichtig für die Entwicklung der Selbstständigkeit ist es, Teil des gesamten Prozesses zu sein – von der Planung über das Aufräumen bis hin zu ausreichend Raum für Lob und Kreativität.

Tipp: Selbstgebackene Plätzchen als Christbaumschmuck

Lernturm für Kinder bauen und gemeinsam fantasievoll ausgestochene Weihnachtskekse dekorieren, bunte Plätzchen auf Backblechen und Arbeitsfläche verteilt

Foto: DIY Academy

Tipp: Selbstgebackene Plätzchen als Christbaumschmuck

Plätzchen lassen sich wunderbar auch an den Weihnachtsbaum hängen – ein echter Hingucker und gleichzeitig ein liebevolles, selbstgemachtes Geschenk. Einfach beim Ausstechen ein kleines Loch einarbeiten, nach dem Backen einfädeln und mit einem schönen Band aufhängen. So findet dein Nachwuchs seine eigenen Kreationen am Baum oder du hast gleich eine süße Geschenkidee für Familie, Freunde oder Nachbarn.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten eines Lernturms

Foto: SPAX

Foto: SPAX

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten eines Lernturms

Nicht nur in der Weihnachtsbäckerei ist der Lernturm eine Bereicherung. Ein Lernturm begleitet Kinder im Alltag und ermöglicht ihnen, viele Aktivitäten sicher und selbstständig mitzuerleben:

In der Küche: Kinder können Zutaten auf Augenhöhe in die Schüssel geben, beim Rühren helfen oder gespannt beobachten, was im backofenpassiert.

Beim Backen: Sie wählen Ausstechformen aus, rollen den Teig aus und sind aktiv am Plätzchenbacken beteiligt.

An der Spüle: Unter Aufsicht können Kinder Geschirr abwaschen oder Gemüse putzen – dabei lernen sie wichtige Alltagskompetenzen und entwickeln ein besseres Verständnis für Lebensmittel.

Beim Malen und Basteln: Der Lernturm bietet eine stabile, erhöhte Plattform, sodass kreative Projekte am Tisch bequem und sicher ausgeführt werden können.

Bei der Essensvorbereitung: Kinder erkennen verschiedene Lebensmittel, dürfen einfache Snacks selbst zubereiten und können spielerisch an gesunde Ernährung herangeführt werden.
Beim Zähneputzen: Am Waschbecken erreichen sie problemlos den Wasserhahn, können Zahnbürste und Zahnpasta selbstständig benutzen und üben wichtige Routinen.
Beim Händewaschen: Sie lernen den richtigen Umgang mit Seife und verstehen die Bedeutung von Hygiene auf kindgerechte Weise.

Beim Frisieren: Kinder können in den Spiegel schauen, während sie die Haare kämmen – das stärkt die Selbstwahrnehmung und fördert die Selbstfürsorge.

In der Werkstatt oder im Hobbykeller: Der Lernturm bietet einen sicheren Stand, damit Kinder an handwerklichen Projekten teilnehmen und spielerisch Feinmotorik sowie Problemlösungsfähigkeiten entwickeln.





Erfahrungen aus dem Alltag

Viele Eltern berichten, wie der Lernturm ihren Alltag erleichtert hat: Vom Frühstück zubereiten mit einem Kleinkind auf Augenhöhe bis zum gemeinsamen Gemüseputzen oder Basteln. Der Lernturm wird schnell zum Ort des gemeinsamen Erlebens – mit viel Spaß, Selbstwirksamkeit und Lerneffekten für das Kind.

FAQ – Häufige Fragen rund um den Lernturm

FAQ – Häufige Fragen rund um den Lernturm

Ab wann kann mein Kind den Lernturm nutzen?

Sobald dein Kind sicher stehen kann – meist ab ca. 12 Monaten. Wichtig: Immer unter Aufsicht.

Wie kann ich den Lernturm reinigen?

Mit einem leicht feuchten Tuch und, je nach Oberflächenbehandlung, einem milden Reinigungsmittel. Bei geöltem Holz regelmäßig nachbehandeln.

Wie viel Gewicht hält der Lernturm aus?

Je nach Bauweise zwischen 30–50 kg. Achte bei der Konstruktion auf stabile Verschraubungen und verwende hochwertiges Holz.

Kann ich den Lernturm auch mobil machen?

Ja – mit feststellbaren Rollen lässt sich der Turm bei Bedarf bewegen. Aber Achtung: Kippsicherheit unbedingt beachten.

Warum ist ein DIY-Lernturm sinnvoll?

Du kannst den Turm individuell anpassen – in Höhe, Breite und Design. Zudem ist er oft günstiger als ein gekauftes Produkt und erfüllt exakt deine Anforderungen.

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