- Einrichten & Gestalten
- Wandgestaltung
- Kork und Leder an der Wand
Leder an der Wand? Klingt ungewöhnlich. Natürlich ist das, was wie Leder aussieht, tatsächlich bloß eine Imitation. Echtes Leder wäre viel zu kostspielig und schwieriger zu verarbeiten.
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Täuschend echt
Das synthetisch hergestellte Imitat lässt sich trotzdem optisch und haptisch kaum von einem Naturprodukt unterscheiden, und die strukturierte Oberfläche wird bei dir und deinen Gästen den Drang auslösen, den Wandbelag zu berühren. Er besteht aus einer geprägten Kunstleder-Schicht und einem Vliesträger.
Großer Vorteil: So kannst du das Material einfach wie eine Tapete verarbeiten.
Wer tapezieren kann, wird mit den Leder-Imitaten gut zurecht kommen. Die 73 x 250 cm großen Rollbahnen der "home collection skai" von d-c-fix lassen sich nämlich wie normale Vliestapeten mit einem handelsüblichen Tapetenkleister an die Wände bringen. Und die Auswahl an Designs, Farben und Strukturen ist groß.
Möbel selbst bespannen
Das Material hat noch mehr zu bieten: Passend zu den Wänden kann man auch Möbel, zum Beispiel Bettrückenteile, Paravents und Couchtische oder Bilderrahmen mit dem Kunstleder bekleben oder bespannen.
Bei glatten, ebenen Flächen und auf Schaumstoff verwendest du am besten einen lösemittelfreien Kleber. Du kannst das synthetische Leder aber auch von Hand oder mit der Nähmaschine vernähen. Problemlos lässt sich das Material sogar um Rundungen und Kanten ziehen.
Leicht zu reinigen
Je nach Untergrund wird das Leder-Imitat dann rückseitig geheftet (getackert) oder genagelt. Besonderer Vorteil: Das Material ist lichtecht, abrieb- und reißfest und lässt sich mit einem feuchten Tuch leicht reinigen. Das Kunstleder ist in den Ausführungen Straußenleder, Krokoleder, Rindsleder und Leinen mit verschiedenen Farbtönen erhältlich. Eine Rolle kostet ca. 50 Euro.
Kork - Natur an den Wänden
Dagegen ist Kork ein reines Naturprodukt, das wärmedämmende Eigenschaften besitzt und das Raumklima positiv beeinflusst. Deshalb sind Bodenbeläge aus diesem Material wieder sehr beliebt.
Warum also sollte Kork nicht auch einen Platz an Wänden finden? Falls dich diese Idee an früher erinnert, hast du Recht. Bereits in den 1970er Jahren gab es diesen Trend. Allerdings unterscheiden sich die heutigen Designs deutlich von den ehemaligen Korkbelägen: Das Angebot reicht von grob strukturierten, braun-gräulichen Varianten bis hin zu fein gehäckselten und zu handlichen Platten gepressten Korkspänen.
Korkplatten verkleben
Mit Kork Wände zu verkleiden, ist gar nicht so schwierig. In Baumärkten und im Fachhandel gibt es Platten in handlichen Größen, z.B. im Format 600 x 300 x 3 mm. Dadurch lassen sich die Korkplatten auch gut alleine, ohne weitere Hilfe anbringen.
Wie bei allen Gestaltungsmaßnahmen müssen die Wände trocken, sauber, glatt und tragfähig sein. Stark saugende Wände solltest du grundieren, bevor du die Platten Stoß an Stoß verklebst. Ein besonders originelles Bild entsteht, wenn du nur einen Teil der Wand verkleidest und die Elemente ungleichmäßig anordnest.
Da die Korkplatten in der Regel vorbehandelt sind, braucht man ihre Oberfläche anschließend nicht mehr zu bearbeiten oder zu versiegeln. Der Preis liegt bei zirka 20 Euro pro Quadratmeter.