Einbruchschutz: Mythen, Fakten & echte Tipps

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Rund ums Haus

6 Mythen über richtigen Einbruchschutz

  • Veröffentlicht: 04.11.2020

Über mögliche Einbrüche wird viel spekuliert. Die meisten Menschen fürchten einen solchen Vorfall vor allem nachts, eben wie im Film. Oder sie haben vor allem in den Urlaubswochen oder der dunklen Jahreszeit Angst um ihr Hab und Gut. Aber steigen die Diebe wirklich eher im Erdgeschoss ein oder lassen sie sich von Licht abschrecken? Wir haben gecheckt, welche Vermutungen wahr sind und welche ins Reich der Mythen gehören.

Jahr für Jahr veröffentlicht das Bundeskriminalamt die Polizeiliche Kriminalstatistik. Für 2023 wurden knapp sechs Millionen Straftaten erfasst – ein Anstieg von rund 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein Drittel aller Fälle entfällt dabei auf Diebstahlsdelikte. Angesichts dieser Zahlen betont die Politik zwar die Bedeutung von guter Sozial- und Bildungspolitik als langfristige Prävention, dennoch kann jeder Einzelne auch selbst etwas für mehr Sicherheit im Alltag tun.

Mythos 1: Einbrecher kommen nur nachts


Mythos 1: Einbrecher kommen nur nachts


Falsch. Mehr als die Hälfte der Einbrüche werden laut Kriminalstatistik tagsüber zwischen 10 und 20 Uhr verübt. Der Grund: Die meisten Menschen sind zu dieser Zeit bei der Arbeit. Nur etwa 15 Prozent der Einbrecher steigen zwischen 22 und 6 Uhr in fremde Häuser und Wohnungen ein.


Mythos 2: Eingebrochen wird sowieso nur in den unteren Etagen

Mythos 2: Eingebrochen wird sowieso nur in den unteren Etagen

Stimmt teilweise. Zwar wählen Einbrecher gern freistehende und schlecht einsehbare Einfamilienhäuser für ihre Beutezüge aus und steigen über Terrassentüren oder Fenster ein. In Mehrfamilienhäusern können Diebe, sobald sie die Eingangstür überwunden haben, auch in den oberen Etagen ungestört arbeiten.


Tipp 1: Fenstergitter anbringen

Tipp 1: Fenstergitter anbringen

Fenstergitter bieten einen zusätzlichen Schutz für das Erdgeschoss. Diese kannst du auch nachträglich an deinem Haus anbringen. In Mehrfamilienhäusern musst du sowohl als Eigentümer einer Wohnung als auch als Mieter solche Maßnahmen, die die Bausubstanz verändern, zuerst mit den übrigen Eigentümern bzw. mit dem Vermieter abklären.

Tipp 2: Alarmanlage montieren

Alarmanlage installieren als Einbruchschutz-Maßnahmen

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Tipp 2: Alarmanlage montieren

Lass Fenster nie gekippt und schließe die Haus- oder Wohnungstür immer ab, auch wenn du das Haus nur für kurze Zeit verlässt. Eine gut installierte Alarmanlage kann potenzielle Einbrecher ebenfalls vertreiben. Den abschreckenden Effekt kannst du durch Überwachungskameras noch verstärken. Platziere diese sichtbar an Eingangstüren und anderen strategischen Punkten. Mit einem Smart Home System kannst du sogar aus der Ferne einen Blick auf dein Zuhause werfen.

Achtung: Stelle bei der Installierung einer Überwachungskamera sicher, dass ausschließlich dein eigenes Haus und Grundstück observiert werden. Das Nachbargrundstück und dessen Zuwege sind absolut tabu. Das Gleiche gilt für öffentliche Wege, wie zum Beispiel Bürgersteige vor der Haustür.

Mythos 3: Urlaubs- und Wintermonate sind die beste Einbruchszeit

Mythos 3: Urlaubs- und Wintermonate sind die beste Einbruchszeit

Stimmt teilweise. Tatsächlich passieren die meisten Einbrüche in den Herbst- und Wintermonaten. Am beliebtesten ist die Vorweihnachtszeit, in der Diebe die frühe Dunkelheit nutzen und gleichzeitig auf besonders wertvolle Beute hoffen. In der klassischen Sommerferienzeit sind die Einbruchszahlen dagegen eher gering. Laut Statistik wird im Juni und Juli am wenigsten eingebrochen.


Tipp 1: Nachbarschaft um Hilfe bitten

Mythen über richtigen Einbruchschutz – Frau leert modernen Briefkasten vor dem Haus, um Sicherheit und Schutz vor auffälliger Postansammlung zu gewährleisten

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Tipp 1: Nachbarschaft um Hilfe bitten

Triff vor deinem Urlaub – egal zu welcher Jahreszeit – ausreichend Schutzmaßnahmen. Einbrecher spähen gerne unbewohnt aussehende Häuser aus.  
Bitte zum Beispiel vertrauenswürdige Nachbarn, deinen Briefkasten zu leeren, hin und wieder die Pflanzen zu gießen und ein wachsames Auge auf dein Haus oder deine Wohnung zu werfen. Hinterlasse auch einen Kontakt, über den du im Notfall zu erreichen bist. 

Eine weitere Möglichkeit ist auch ein in der Einfahrt oder vor der Garage geparktes Auto des Nachbarn. Außerdem solltest du dich in den sozialen Medien bedeckt halten, wann du dich gerade weit entfernt von daheim aufhälst.

Tipp 2: Smart Home Sytem installieren

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Tipp 2: Smart Home Sytem installieren

Mit einem Smart Home System kannst du über eine steuerbare Zeitschaltuhr ganze Tagesabläufe simulieren und zum Beispiel die Lichter im Haus zu verschiedenen Zeiten automatisch ein- und ausschalten. Das funktioniert auch beim Fernseher und sogar die Rollläden kann man automatisch hoch- und runterfahren.

Mythos 4: Wer rein will, kommt sowieso rein

Mythos 4: Wer rein will, kommt sowieso rein

Falsch. Denn anders als es das Filmklischee weismacht, überwinden Einbrecher Zusatzsicherungen für Fenster und Türen nicht im Handumdrehen! Vielmehr lassen sie meist von ihrem Vorhaben ab, wenn sie nicht innerhalb von ein bis zwei Minuten im Haus sind.


Tipp: Fenster- und Türverriegelungen anbringen

Mythen über richtigen Einbruchschutz – Frau öffnet Haustür mit modernem elektronischem Türzylinder und Zahlencode, um sicheren Zugang zum Zuhause zu gewährleisten

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Tipp: Fenster- und Türverriegelungen anbringen

Mechanische Fenster- und Türverriegelungen sind einfache, aber sichere zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen Einbrecher, da sie den Tätern wertvolle Zeit rauben. Auch smarte Türschlösser, die sich einfach in ein Smart Home System integrieren lassen, bieten eine hohe Sicherheit, sofern sie technisch auf dem neuesten Stand sind und über eine sichere Verschlüsselung verfügen. Achte daher beim Kauf auf diese Kriterien. Ein smartes Schloss öffnest du zum Beispiel über einen Pin-Code oder eine biometrische Erkennung wie deinem Fingerabdruck.

Mythos 5: Bei mir gibt es nichts zu holen

Mythen über richtigen Einbruchschutz – Wertvolle Unterlagen sicher im modernen Tresor mit elektronischem Zahlenschloss aufbewahren

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Mythos 5: Bei mir gibt es nichts zu holen

Das glaubst du. Doch erstens wissen Einbrecher das nicht und zweitens hoffen sie auf das schnelle Geld. Am liebsten nehmen sie Smartphones, Schmuck und Bargeld mit. Und das findest du in den meisten Haushalten!

Tipp: Bewahre Schmuck, wichtige Papiere und Bargeld in einem hochwertigen und fachgerecht verankerten Tresor auf. Den können Langfinger nicht einfach mitnehmen.


Mythos 6: Licht schreckt Diebe ab

Mythos 6: Licht schreckt Diebe ab

Stimmt teilweise. Wenn die Beleuchtung über eine Zeitschaltuhr programmiert wird (siehe Mythos 3, Tipp 2) oder wenn du eine Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern installiert hast, kann das unerwartete Licht Einbrecher in die Flucht schlagen. Aber Achtung: Diebe kundschaften ihre Ziele vorher häufig aus. Eine permanente Beleuchtung im Garten und in Wohn- und Schlafräumen weckt eher den Verdacht, dass niemand zuhause ist.

Wichtig: Das Licht sollte nicht in allen Räumen zur gleichen Zeit an- und ausgehen. Die Einschaltzeit sollte außerdem täglich variieren. Dafür sorgen beispielsweise Smart Home-Alarmsysteme, die per App minutengenau steuerbar und programmierbar sind.


Auch Fahrräder sind heiß begehrt

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Auch Fahrräder sind heiß begehrt

Neben den eigentlichen Wohnräumen sind auch Keller- und Dachböden sowie Waschküchen beliebte Einbruchsziele. Gefragte Diebesbeute in Kellern sind zum Beispiel hochwertige Fahrräder und E-Bikes. Daher sollten auch diese Zugänge und die dort abgestellten Räder sowie andere gut verkäufliche Gegenstände unbedingt robust gesichert sein. Neben starken Vorhängeschlössern für die Kellertüren eignen sich für die Zweiräder besonders sichere Ketten-, Bügel-, Falt- oder Seilschlösser.

Tipp: Auch ein ungesicherter Kellerschacht ist eine willkommene Schwachstelle für Räuber! Eine Gitterrostsicherung, die in Beton und Mauerwerk fest verankert wird, verhindert das Aushebeln des Gitters effektiv.

Praxis-Tipp

Das eigene Zuhause sicher gestalten

Mythen über richtigen Einbruchschutz am Einfamilienhaus mit modernen Sicherheitsmaßnahmen wie Kameraüberwachung, Alarmanlage, Fenster- und Türsicherung

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Das eigene Zuhause sicher gestalten

Schon mit einfachen Maßnahmen lässt sich das eigene Zuhause wirkungsvoll schützen: Türen und Fenster sollten zusätzlich gesichert werden, insbesondere Balkon- und Terrassentüren. Auch Überwachungstechnik an neuralgischen Punkten kann abschreckend wirken. Wichtig ist außerdem, persönliche Wertgegenstände und wichtige Unterlagen sicher zu verwahren. So entsteht mit überschaubarem Aufwand ein deutlich höheres Maß an Schutz in den eigenen vier Wänden.

Fenstersicherungen nachträglich installieren

Mythen über richtigen Einbruchschutz widerlegen – Frau sichert ein Fenster mit zusätzlichem Riegel, um den Einbruchschutz im Eigenheim zu verbessern

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Fenstersicherungen nachträglich installieren

Mit nachrüstbaren Sicherungen erhöhst du die Sicherheit deiner eigenen vier Wände deutlich. Denn damit wirst du für Einbrecher zum „Zeit-Dieb“. Schaffen diese es nicht, binnen weniger Sekunden ein Fenster aufzuhebeln, suchen sie in der Regel das Weite, um nicht erwischt zu werden.

So blieb 2022 knapp die Hälfte der Einbruchsversuche in Deutschland erfolglos. Waren Zusatzsicherungen verbaut, waren laut der aktuellsten „Kölner Studie“ sogar nur 1,05 Prozent der Einbruchsversuche erfolgreich. Einbruchschutz wirkt!


Auf Prüfsiegel achten

ChatGPT: Mythen über richtigen Einbruchschutz – Frau bringt zusätzlichen Fensterriegel an, um den Einbruchschutz im Haus wirkungsvoll zu verbessern

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Auf Prüfsiegel achten

Unterschieden wird bei den Fenstersicherungen nach Modellen für die Griffseite und die Scharnierseite. Experten empfehlen unbedingt die Nutzung an beiden Seiten. Nur damit ist ein optimaler Schutz an allen Angriffspunkten gewährleistet. Geeignet sind die Tür- und Fenstersicherungen für Rahmen aus Kunststoff, Holz oder Aluminium.

Achte beim Kauf auf Zertifizierungen von unabhängigen Instituten wie VdS oder ECB. Auch beim Vergleich von „Stiftung Warentest“ (10/2020) schnitten diese Sicherungen am besten ab. Viele erreichten die Top-Note „sehr gut“, weil sie für zweimal drei Minuten (eine Ewigkeit für Einbrecher) nicht zu öffnen waren. Die Fenstersicherung WinSafe WS 33 von BURG-WÄCHTER (Foto) erhielt im Test übrigens die Bestnote von 0,9 im Vergleich aller Test-Kategorien.


Montage ist für geübte Heimwerker kein Problem

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Montage ist für geübte Heimwerker kein Problem

Die Montage der Zusatzsicherungen ist in wenigen Minuten erledigt. Nach dem Setzen der Markierungen werden die Löcher gebohrt und die Sicherungen verschraubt. Viele von ihnen lassen sich zusätzlich abschließen. Die entsprechenden Modelle sind auch gleichschließend erhältlich. Das heißt: Du öffnest und schließt alle Fenstersicherungen in deinem Haus mit nur einen Schlüssel. 

Fenstersicherung-Montage im Video

Fenstersicherung-Montage im Video

Hier wird dir ganz genau gezeigt, wie du bei der Montage einer Fenstersicherung vorgehst.

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