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Bauprojekte im Garten

Resysta statt Holzterrasse

Sieht aus wie Holz, fühlt sich an wie Holz – ist aber keins! Die Terrassendielen namens "verando" bestehen aus einem besonderen Materialmix; vor allem aus Reishülsen und Anteilen von Steinsalz und Mineralöl. Dank speziell auf diese Dielen abgestimmter Systeme kannst du sie einfach und individuell verlegen.

Resysta heißt das Material, aus dem die verando-Terrassendielen bestehen. Im Gegensatz zu WPC-Dielen (Wood-Plastic-Composite), die aus einem Kunststoff-Holz-Gemisch gefertigt werden, findet sich in diesen Dielen kein Holzanteil. Das macht es aus vielseitigen Gründen zu einer echten Alternative für andere Kompositmaterialien oder Tropenhölzer wie Bangkirai. 

Hauptsächlicher Bestandteil von Resysta sind Reishülsen, die in der Natur das Reiskorn vor äußeren Einflüssen schützen. Nicht nur in Asien, auch in Europa fallen bei der Reisernte große Mengen an. Zusammen mit Steinsalz und Mineralöl werden sie zu dem Verbundwerkstoff Resysta.

Dielen ohne Wasserscheu

Foto: alfer

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Dielen ohne Wasserscheu

Reishülsen sind ein rasch nachwachsender Rohstoff und zudem recycelbar (Zusammensetzung: 60 Prozent Reishülsen, 22 Prozent Steinsalz und 18 Prozent Mineralöl). So können Tropenwälder geschont werden. Das Material ist wasserabweisend und rutschhemmend, reißt nicht, splittert nicht und ist unempfindlich gegenüber Pilz- und Insektenbefall.  Die Pflege ist überschaubar.

Wer den natürlichen Holzlook abwandeln möchte, kann die Dielen in seiner Wunschfarbe lasieren. Außerdem kann das Material wie Holz gesägt, gebohrt, gefräst, geschliffen und geschraubt werden.


Video: Terrasse mit Resysta

Video: Terrasse mit Resysta

Reishülsen sind ein rasch nachwachsender Rohstoff und zudem recycelbar (Zusammensetzung: 60 Prozent Reishülsen, 22 Prozent Steinsalz und 18 Prozent Mineralöl). So können Tropenwälder geschont werden. Das Material ist wasserabweisend und rutschhemmend, reißt nicht, splittert nicht und ist unempfindlich gegenüber Pilz- und Insektenbefall.  Die Pflege ist überschaubar.

Wer den natürlichen Holzlook abwandeln möchte, kann die Dielen in seiner Wunschfarbe lasieren. Außerdem kann das Material wie Holz gesägt, gebohrt, gefräst, geschliffen und geschraubt werden.


Grundsätzliche Verlegehinweise

Grundsätzliche Verlegehinweise

Wie auch bei anderen Terrassendecks muss der Untergrund sorgfältig vorbereitet werden. Es ist ein Gefälle von mindestens zwei Prozent vom Haus wegführend einzuhalten. Dazu sollte der Boden möglichst eben sein.

Es werden verschiedene Verlegetechniken für feste und lose Untergründe angeboten. Der Vorteil bei allen ist, dass die Diele quasi unsichtbar befestigt wird, das heißt von oben sind keine Schrauben zu sehen.

  • verando coaxis – geeignet für feste und lose Untergründe

  • verando Basic – geeignet für feste und lose Untergründe
  • verando Tango – geeignet für feste Untergründe

Abstände

Foto: alfer

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Abstände

Optimalerweise haben die Dielen beim Verlegen dieselbe Temperatur wie die Umgebung. Je wärmer das Material ist, desto geringer die weitere Ausdehnung, desto kleiner kann die Dehnfuge gehalten werden. Die Dehnfugen müssen über die gesamte Terrassenlänge verteilt werden: Zwischen den Dielenstößen, an den Dielenenden und zum Rand oder zur Abschlussleiste. Ein Beispiel: Bei einer sechs Meter langen Terrasse, deren Dielen bei 11 bis 20 Grad verlegt werden, beträgt die maximale Ausdehnung pro laufendem Meter 2 mm. Für eine harmonische Optik sollten alle Innenfugen in Längsrichtung gleich breit mit 4 mm gewählt werden.  

Die Fugen in Querrichtung, also entlang der Längsseiten der Dielen, können frei zwischen 1,2 mm, 2,0 oder 4,0 mm gewählt werden. Dafür können jeweils entsprechende Abstandhalter verwendet werden. An den Rändern sollte die Dehnfuge zu Wand oder Abschlussleiste einheitlich 4 mm betragen.

Tipp: An den Dielenenden kann eine 45-Grad-Fase die Dehnfuge optisch kaschieren.


Terrasse im Rahmen mit coaxis

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Terrasse im Rahmen mit coaxis

Für das verando coaxis-System werden quadratische Aluminium-Schienen als Unterkonstruktion verwendet; die Dielen werden später in große Klipps "eingehängt", welche zuvor in die Unterkonstruktions-Profile eingeschoben werden. So ergibt sich eine Aufbauhöhe von 6 cm. 

Die Profile müssen auf einem festen, durchgängigen Untergrund (z.B. Beton) oder – im Kiesbett – auf einem festen Untergrund (z.B. Waschbetonplatten oder Randsteine) fixiert werden. Das Verlegemuster solltest du vorher festlegen, da die Unterkonstruktion entsprechend vorbereitet werden muss. Das Zwischenmaß der Unterkonstruktion darf 32 cm nicht überschreiten. Außerdem muss die Unterkonstruktion alle 60 cm mit einer Winkel-Auflage befestigt werden.

Treffen zwei Profile aufeinander, werden diese am Stoß mit einer Winkel-Auflage mittig am Boden befestigt.


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Bei der schwimmenden Montage auf Beton und anderen festen Böden werden die Unterkonstruktionsprofile zu einem Rahmen verbunden und mit Stellfüßen auf einen festen, durchgängigen Untergrund gestellt. Das Verlegemuster sollte auch hier vorher festgelegt werden, da die Unterkonstruktion entsprechend vorbereitet werden muss.

Auch hier darf das Zwischenmaß der Unterkonstruktion 32 cm nicht überschreiten. Um die Profile miteinander zu verbinden, werden Eckverbinder in die Nut eingeschoben und mit einem Inbusschlüssel festgezogen. Wenn zwei Profile aufeinandertreffen, wird der Querträger mittig zum Stoß gesetzt und mit Eckverbindern befestigt.

Bei der Montage mit Stellfüßen müssen die Einlegeplatten (30 x 30 x 3 cm) in einem Abstand von max. 60 cm aufgelegt werden. Auch die Stellfüße müssen alle 60 cm in Längsrichtung des Profils aufgestellt werden. In die Unterkonstruktions-Profile schiebst du nun die Klipps ein – immer gegeneinander. Den ersten und letzten Klipp schraubst du fest, sodass alles an seinem Platz bleibt.

Was es mit dem Fixierstift auf sich hat und wie du die Dielen schlussendlich anbringst,  findest du in der detallierten Verleganleitung.


verando Basic – ein Profil für beides
Terrassendiele Resysta

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verando Basic – ein Profil für beides

Mit Aluminium-Rahmenprofilen wird die Form bzw. das Ausmaß der Terrasse definiert. Das Tolle an der verando Basic-Verlegetechnik: Es gibt nur ein Profil (140 x 20 x 2400 mm), das sowohl für das Decking als auch als Unterkonstruktion verwendet wird.

Die Unterkonstruktion kann auf punktuellen Auflagern im Kiesbett oder auf einer bestehenden Terrasse zum Beispiel aus Waschbetonplatten ausgelegt werden.  Der Abstand der Unterkonstruktions-Profile zueinander sollte maximal 40 cm betragen, die Randbereiche und Stellen, die später stärker belastet werden, sollten ggf. seitlich aufgedoppelt werden. Dies gilt auch für Stellen, an denen die Stöße zweier Dielen aufeinandertreffen. Die Unterkonstruktion wird mit Hilfe spezieller Befestigungsbügel fest mit dem Untergrund verbunden.

Wie du die erste Diele platzierst und wie es danach weitergeht, erfährst du hier.


verando Tango: Unkompliziert für Balkon & Co.

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verando Tango: Unkompliziert für Balkon & Co.

Ganz ohne Unterkonstruktion geht es bei dieser Variante für feste Untergründe mit speziellen, vorgefrästen Dielen (140 x 20 x 572 mm): In diese werden Kautschukverbinder eingesteckt; im Anschlussbereich die ganzen, im Randbereich die halben. Achtung: Immer darauf achten, dass nur bei der ersten Diele in jede Fräsung ein Verbinder eingesteckt wird. Bei den folgenden Dielen nur die fehlenden Verbinder einstecken. Dann platzierst du die erste Diele und verbindest diese nach und nach mit den weiteren Dielen.

Dank des Stecksystems kannst du verschiedene Verlegemuster realisieren. Man kann einzele Platten gestalten oder die Terrasse am Stück auslegen.  Auch ein Fischgräten-Design kann mithilfe von verando Tango gelegt werden. Die detaillierte Verlegeanleitung findest du hier.

Farbe, Schutz und Pflege für die Terrassendielen
Terrassendeck Resysta

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Farbe, Schutz und Pflege für die Terrassendielen

Die Dielen aus Reishülsen benötigen prinzipiell keine Vorbehandlung. Mit lösemittelfreien Hartwachsölen kann die Oberfläche aber ganz einfach versiegelt werden. So schützt du deine Terrasse vor starker Verschmutzung.

Du kannst Verschmutzungen auf den Dielen mit klarem Wasser aus dem Gartenschlauch oder mit einer weichen Bürste abreiben. Vieles spült auch schon der Regen weg. Hartnäckige Flecken und kleine Kratzer können mit Schleifpapier mit 40er bis 60er Körnung entfernt werden. Am besten erst am Rand testen!

Farbveränderung gewünscht?

Falls du dich für eine Farbe entschieden hast, wird empfohlen, die Dielen einzeln und vor der Verlegung zu lasieren. Außerdem muss vorher unbedingt ein Primer aufgetragen werden. Die Lasur sollte bei konstanten Temperaturen bis 25°C und nicht in praller Sonne oder bei Regen geschehen.

Tipp: Die Lasur kann generell aufgefrischt werden, indem diese in einer Mischung mit drei Teilen Wasser auf die gründlich gereinigte Terrasse aufgetragen wird. 

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