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Rund ums Haus

Rauchmelder-Pflicht in Deutschland

Ein Feuer im eigenen Heim ist schnell entstanden: eine umgefallene Kerze, eine vergessene Zigarette, ein defektes Elektrogerät oder eine überhitzte Herdplatte. Neben Vorsicht und Achtsamkeit helfen Rauchmelder, dass ein Brand frühzeitig entdeckt wird.

Rauchmelder retten Leben! Was viele Eigenheimbesitzer nicht wissen: Die Installation ist nicht freiwillig, sondern in allen 16 Bundesländern in Neu- sowie Bestandsbauten gesetzlich vorgeschrieben. Du findest die Vorschriften in den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer. Die letzte Frist läuft noch in Berlin und Brandenburg für Bestandsbauten zum 31.12.2020. Bis zu diesem Datum sollen alle Privatwohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Dies gilt auch für Vermieter in ihren Mietwohnungen entsprechend Rauchmeldern zu montieren.

Brandquellen gibt es überall

Brandquellen gibt es überall

Meistens wiegt man sich in Sicherheit und glaubt, ein Brand im eigenen Zuhause sei eher unwahrscheinlich. Dieser Schein trügt, denn vom Keller bis zum Dach gibt es zahlreiche potenzielle Brandquellen. Fast jeder vierte Haus- und Wohnungsbrand entsteht durch elektrische Haushaltsgeräte. Gefährlich sind vor allem vergessene Heizgeräte, Bügeleisen und überhitzte Herdplatten. Ein Feuer können auch überlastete Steckdosen und veraltete oder schadhafte Elektroleitungen auslösen.
Vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit erhöht sich durch das offene Feuer von Kerzen das Risiko eines Wohnungsbrandes. Um sich vor Bränden zu schützen, ist in erster Linie Vorsicht geboten.

 

Was passiert, wenn du die Rauchmelderpflicht ignorierst?

Es wird nicht kontrolliert, ob du Rauchmelder installiert hast. Du solltest dir aber die Frage stellen, wem sie nützen und was dagegen spricht, die lebensrettenden Rauchmelder zu montieren. Kritisch kann es werden, wenn etwas passiert. Im Fall eines Brandes kann dein Verstoß gegen die Bauordnung unter Umständen ein strafrechtliches Verfahren nach sich ziehen, wenn jemand verletzt wurde. Auch könnten Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen ihre Leistungen kürzen, da du dich nicht an die gesetzlichen Bestimmungen gehalten hast.

Rauchmelder verhindern keine Brände

Foto: Grafik: EiElectronics

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Rauchmelder verhindern keine Brände

In den meisten Fällen werden Brände zu spät oder gar nicht bemerkt, so dass sich das Feuer ungehindert ausbreiten kann. Lebensrettende Minuten fehlen den Bewohnern dann, um noch rechtzeitig das Haus verlassen zu können. Rauchmelder verhindern Brände zwar nicht, aber sie schlagen rechtzeitig Alarm. Schon in einem sehr frühen Stadium registrieren Sensoren, wenn sich Rauch entwickelt, und geben ein akustisches Signal ab.

Rauchmelder arbeiten entweder nach dem optischen bzw. photoelektrischen Prinzip oder per Laser. Optische Rauchmelder reagieren bereits auf kalten Rauch: Über eine Leuchtdiode im Gerät werden regelmäßig Lichtstrahlen ausgesendet. Im normalen Zustand treffen die Strahlen nicht auf die Fotolinse. Erst wenn Rauch in die Messkammer des Geräts eintritt, werden die Lichtstrahlen von den Partikeln in Richtung Fotolinse gelenkt. Lasermelder besitzen anstelle der Leuchtdiode eine Laserdiode, die noch genauer misst.


Räume mit Rauchmelder ausstatten

Foto: EiElectronics

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Räume mit Rauchmelder ausstatten

Es ist also für Immobilienbesitzer mehr als überfällig, sich über den Brandschutz Gedanken zu machen. Generell ist der Einbau in Schlaf- und Wohnräumen sowie Fluren und Treppenhäusern, die als Fluchtweg in Frage kommen wichtig und in den meisten Bundesländern vorgeschrieben. Zwei Drittel der Brandopfer werden im Schlaf vom Feuer überrascht. Der gefährliche Rauch macht bereits nach zwei bis drei Minuten besinnungslos. Die tödliche Gefahr geht vom Kohlenmonoxid aus, das bei fast jedem Wohnungsbrand entsteht. Deshalb ist ein Rauchmelder besonders in den Schlafzimmern sinnvoll, weil der Geruchssinn des Menschen im Schlaf nicht aktiv ist und die Gefahr besteht, einen Brand gar nicht oder zu spät wahrzunehmen.

Wer freiwillig für sich selbst oder seine Mieter umfassender vorsorgen will, sollte auch die Installation im (Wasch-)Keller erwägen. Technische Defekte von Elektrogeräten verursachen ein Drittel aller Haus- und Wohnungsbrände. Dabei stehen Wäschetrockner immer wieder ganz oben auf der Liste der Brandverursacher. Wegen der Dunstentwicklung in Bad und Küche ist die Montage dort nur sinnvoll, wenn sich mindestens 3 m Abstand zu den Dunstquellen wie Herd oder Spülmaschine einhalten lassen.


Regelmäßiger Batterietest und Gerätetausch

Regelmäßiger Batterietest und Gerätetausch

Die einwandfreie Funktion der Rauchmelder muss regelmäßig getestet werden. Bei Exemplaren mit Mignonbatterien müssen diese ausgetauscht werden, wenn eine Batteriewarnung ertönt. Und das passiert nach Murphys Gesetz vorzugsweise nachts. Etwas teurer in der Anschaffung, aber nervenschonender  sind Rauchwarnmelder mit Langzeitbatterien: Hier macht die Batterie erst nach zehn Jahren auf sich aufmerksam. Da die Sensorik unabhängig von der Stromquelle bei allen Geräten im Laufe der Zeit nachlässt, ist ihre Erneuerung alle zehn Jahre ratsam. Insofern ist es kein Problem, wenn diese Lithiumbatterien fest mit dem Rauchmelder verschweißt sind und sich nicht austauschen lassen.


Installation von Rauchmeldern
Rauchmelder-Pflicht in Deutschland

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Installation von Rauchmeldern

Die nachträgliche Montage von Rauchmeldern ist problemlos möglich. Sie sollten immer waagerecht installiert sein, denn dort steigt der Rauch im Brandfall auf. Bei Dachschrägen gelten besondere Bestimmungen. An Stellen, wo viel Dampf oder Rauch entsteht, z. B. über dem Herd in der Küche oder in der Nähe des Kamins, solltest du die Geräte nicht einsetzen.
Achte beim Kauf nicht allein auf das CE-Zeichen und die Angabe EN 14604. Rauchmelder sollten zusätzlich von der VdS Schadenverhütung zertifiziert sein und das VdS-Prüfzeichen tragen. Rauchmelder gibt es bereits ab zirka 7 Euro.
Funk-Rauchmelder auf dem neusten Stand lassen sich übrigens drahtlos vernetzen und leiten den Alarm weiter - dann lösen alle Melder gleichzeitig Alarm aus und im Falle eines Brandes wirst du auch in weiter entfernt liegenden Räumen gewarnt. 

Befestigungs-Tipp Rauchmelder:
Rauchmelder-Pflicht in Deutschland

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Befestigungs-Tipp Rauchmelder:

Wenn du nicht bohren willst, kannst oder darfst, empfehlen wir eine Magnetbefestigung als sichere Alternative. Dazu wird eine Metallplatte an die Decke geklebt, eine Klebefolie mit zwei Magneten kommt auf die Rückseite des Rauchmelders. Jetzt lässt sich der Rauchmelder sprichwörtlich im Handumdrehen befestigen.

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