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Pflege- & Gartentipps

Rasenmäher, Gartenschere & Co. reinigen und reparieren

Altes Öl, verschmutzter Luftfilter oder brüchige Kabel? Damit dein Mäher im Frühjahr gleich loslegen kann, solltest du ihn einem gründlichen Check unterziehen. Schon mit wenigen Handgriffen ist er fit für die nächste Saison. Aber auch Handwerkzeuge etwa für Schnitt- und Bodenarbeiten solltest du regelmäßig pflegen.

Ein gepflegter Garten erfordert nicht nur einen grünen Daumen, sondern auch gut gewartete Gartengeräte. Regelmäßige Pflege, gründliche Reinigung und gelegentliche Reparaturen sind wichtig, um sicherzustellen, dass deine Werkzeuge effizient arbeiten und dir über lange Zeit dienen.

Der beste Zeitpunkt dafür ist der Herbst, wenn du die Geräte für den Winter wegräumst. Natürlich kannst du einige Aufgaben auch im Frühjahr erledigen, wenn die ersten Saisonarbeiten anstehen,  aber nichts ist ärgerlicher, als wenn man bei den ersten Sonnenstrahlen loslegen will und die Klingen immer noch stumpf sind, der Stiel immer noch abgebrochen und der Akku nicht aufgeladen ist

Achtung: Bevor du mit deiner Arbeit am Mäher startest, denke bitte unbedingt daran, bei Elektromähern das Stromkabel zu ziehen, bei Akkumähern den Akku zu herauszunehmen und bei Benzinmähern den Zündkerzenstecker abzuziehen!

Praxis-Tipp
Rückenschonend arbeiten
Rasenmäher warten Ölwechsel Zündkerze

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Rückenschonend arbeiten

Stelle den Mäher am besten auf einen alten Gartentisch, damit du bequem im Stehen arbeiten kannst. Damit er nicht aus Versehen vom „OP-Tisch“ rollt, fixiere zwei Holzleisten als Bremskeil vor und hinter den Rädern. Das geht mit Schraubzwingen oder Gripzangen am besten.

Die Grundreinigung

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Die Grundreinigung

Dabei werden zunächst die groben Schmutzreste mit einer harten Bürste entfernt. Besonders verschmutzt sind meist die Räder und verwinkelte Zwischenräume zwischen Motor und Chassis, wo sich noch lange nach dem Mähen Erde oder Rasenschnitt verstecken. Zum Entfernen kannst du auch einen langen Pinsel nehmen oder den Mäher alternativ vorsichtig mit einem Kompressor sauber pusten. Den Luftstrahl dabei mit etwas Abstand auf den Mäher richten und nicht in Filter oder Kühlöffnungen richten!

Anschließend reinigst du das gesamte Gerät von außen mit einem feuchten Lappen. Fließendes Wasser oder patschnasse Tücher sind bei Elektro- und Akkumähern am Motorgehäuse tabu.

Achtung: Lege einen Benzinrasenmäher zum Reinigen nicht auf die Seite. Dann können Öl und Kraftstoff Luftfilter, Vergaser und Zylinderkopf überfluten. Ein schlechter Start beim nächsten Anlassen und dicker weißer Qualm sind die harmlosere Folge, eine teure Reparatur die lästigere.

Kippe den Mäher nur nach hinten und sichere ihn – ähnlich wie eine Motorhaube beim Auto – mit einer Metallstange oder einer stabilen Holzleiste. Wenn es gar nicht anders geht, legst du den Mäher so auf die Seite, dass der Luftfilter oben ist. Aber auch dann besteht ein Restrisiko. Beim Reinigen solltest du den Messerbalken möglichst nicht drehen. Auch dabei kann Öl in den Vergaser oder Luftfilter gelangen.


Unterbodenwäsche
Rasenmäher warten Ölwechsel Zündkerze

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Unterbodenwäsche


Rasenmäher arbeiten viel besser, wenn das Messer nicht noch gegen den Widerstand anhaftender Erdreste ankämpfen muss. Falls das Mähdeck noch schmutzig ist, wird es jetzt mit einer harten Bürste oder einem Kratzer gereinigt.

Tipp: Eine Malerrolle ohne die Fellwalze eignet sich auch gut dafür, wenn man ihr Ende mit Klebeband etwas „entschärft“.


Die Messer
Rasenmäher warten Ölwechsel Zündkerze

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Die Messer

Nur scharfe Messerbalken sorgen für ein einwandfreies Schnittbild und damit eine einheitlich grüne Rasenfläche. Im harten Mäheralltag machen aber Steine, Erde und andere Hindernisse den Messern zu schaffen und stumpfen diese ab. Es gibt spezielle Schleifaufsätze für Multifunktionswerkzeuge, die aber viel Übung erfordern. Schleift man die Messer nicht richtig, läuft es nicht rund und es drohen gravierende Schäden an der Messerwelle. Trage bei allen Arbeiten in Messernähe Handschuhe, die Verletzungsgefahr ist nicht zu unterschätzen!

Bist du dir unsicher, ob du es korrekt hinbekommst, findest du bei Motoristen, in Gartencenter oder im Landhandel oft ein Serviceangebot für die Rasenmäherwartung, die auch das Schleifen der Messer einschließt.


Elektro- und Akkumäher

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Elektro- und Akkumäher

Nach der Grundreinigung ist das Wellness-Programm bei diesen Geräten schnell erledigt: Ein paar Tropfen Öl auf die Gelenke beweglicher Teile wie Startbügel oder Radlager, ein kurzer Check der Stromkabel und Stecker auf offensichtliche Beschädigungen, schon ist der Mäher einsatzbereit. Vergiss dabei Verlängerungskabel und Kabeltrommeln nicht. 


Benzinrasenmäher

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Benzinrasenmäher

Zündkerzen, Ölwechsel und Luftfilter – Benzinmäher sind zwar leistungsstark, haben aber den höchsten Wartungsaufwand. Die Geräte sollen mit leerem Tank in die Winterpause gehen, wofür du den Motor laufen lässt, bis er von selbst ausgeht. Bleibt altes Benzin im Tank, springt der Mäher im Frühjahr in der Regel schlecht an und das auch nur unter Ausstoß wilder Rauchzeichen.


Der erste Schritt bei der Wartung jedes Benzinmähers: Ziehe den Zündkerzenstecker.

Rasenmäher haben in der Regel keinen Ölfilter, der sich den feinen Metallabrieb aus dem Öl schnappt und dadurch die Lebensdauer des Motors deutlich erhöht. Daher ist ein Ölwechsel mindestens einmal im Jahr nötig, was am besten bei warmem Motor geht. Fülle etwas Benzin ein, lasse ihn dazu kurz laufen und ziehe anschließend sicherheitshalber wieder den Zündkerzenstecker. Die Ölablassschraube öffnen und das Öl auslaufen lassen. Dabei hinterlassen Ungeübte schnell eine ölige Schweinerei. Wesentlich einfacher geht es mit einem Ölwechsel-Set aus dem Fachhandel: Mit einem Schlauch und einer großen Spritze saugst du das alte Öl aus dem Tank und füllst es in die mitgelieferte Sammelflasche.

Achtung: Altöl muss beim Wertstoffhof abgegeben werden! 

Fülle das frische Öl ein. Die nötige Menge steht in der Betriebsanleitung des Rasenmähers. Meist haben die Ölflaschen einen eingebauten Einfüllstutzen, sodass ein Trichter nicht immer nötig ist. Lasse den Mäher nach dem Ölwechsel kurz laufen und kontrolliere anschließend die Ölmenge im Tank mit dem Ölmessstab. 

Löse dann mit einem Zündkerzenschlüssel die Zündkerze und schraube sie heraus. Die Elektrode der Zündkerze muss hellbraun sein, dann verbrennt der Kraftstoff richtig. Ist sie verrußt, muss sie ausgetauscht werden. 

Der Luftfilter sorgt dafür, dass der Motor nur saubere Luft bekommt und das Benzin optimal verbrannt wird. Bei einem verstopften Filter läuft der Motor unruhig und verschleißt schneller. Bei Rasenmähern sind Luftfilter mit Papierrippen üblich. Der Luftfilter sitzt hinter einer Kunststoffabdeckung. Je nach Mähermodell die Schraube oder Spange am Luftfilterdeckel lösen und den Deckel aufklappen oder abnehmen. Zum Reinigen klopfst du den Luftfilter nur aus oder reinigst ihn mit einer weichen Bürste. Nicht mit Druckluft durchpusten, dann setzt sich der Staub erst recht in den Poren oder das Papier reißt sogar. Mache bei einem beschädigten oder sehr stark verschmutzten Filter keine Kompromisse und erneuere ihn. Setze den Filter zurück ins Gehäuse, er darf nicht wackeln oder schief sitzen.

Hinweis
Mäher mit Radantrieb

Foto: DIY Academy

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Mäher mit Radantrieb

Am Hang ist ein Radantrieb überaus praktisch, in der Werkstatt erfordert er etwas Aufmerksamkeit. Die Getrieberäder des Antriebs bekommen einmal jährlich oder alle 50 Betriebsstunden einen Schuss harzfreies Öl. Reinige die Räder vor dem Abnehmen und wische sie feucht ab. Wenn Staub an die Zahnräder kommt, sind Beschädigungen programmiert. Ziehe die Radkappen ab und löse die Radmutter. Merk dir, wie viel Spielraum das Rad hat, damit du es nachher nicht zu fest anschraubst. Es darf kein Spiel haben, muss sich aber leicht drehen lassen.

Handwerkzeuge putzen, pflegen, warten
Heckenschere ölen

Foto: WD-40 Company Limited

Handwerkzeuge putzen, pflegen, warten

Bei Handwerkzeugen kannst du alle anfallenden Pflegearbeiten problemlos selbst erledigen. Für viele Wartungsarbeiten ist lediglich ein wenig handwerkliches Geschick notwendig und einige Werkzeuge, die in den meisten Haushalten sowieso vorhanden sind.

Diese Werkzeuge und Hilfsmittel brauchst du:

●  Gartenschlauch mit Spritze

●  Handfeger

●  Draht- oder Messingbürste

●  Lappen (auch aus Altkleidern)

●  Spiritus, Waschbenzin, Nitroverdünnung o.ä.

●  Schraubstock

●  Bohrmaschine oder Akkuschrauber mit Metallbohrer-Set und Bit-Set

●  Winkelschleifer (Flex) mit Metall-Schleifscheibe oder Stahlfeile

●  Schraubendreher-Set

●  Maul- oder Ringschlüssel-Satz

●  Sensenschleifstein und Belgischer Brocken oder spezielles Schleifwerkzeug

●  Werkzeug-Pflegeöl, Nähmaschinenöl oder WD-40 und ggf. dünnflüssiges Pflanzenöl


Wichtige Werkzeuggruppen im Garten
Stauden teilen mit dem Spaten

Foto: DIY Academy

Wichtige Werkzeuggruppen im Garten

Bodenbearbeitung:

  • Spaten, Grabegabel, Pflanzkelle, Schaufel, Kultivator, Harke, Hacke

Pflanzenschnitte:

  • Garten- und Astschere (jeweils Bypass und Amboss), Gartenmesser, Heckenschere, Grasschere, Japansäge, Bügelsäge

Spezielle Werkzeuge:

  • Fächerbesen (verstellbar und feststehend), Straßenbesen (grob und fein), Stahlbesen, Axt, Spindelmäher, Hand-Vertikutierer, Grasharke, Heuharke, Düngerstreuer, Schlauchwagen, Erdbohrer

Gartenscheren, Astscheren und Heckenscheren:

Foto: Fiskars

Gartenscheren, Astscheren und Heckenscheren:

Pflege: Öle die Gelenke und beweglichen Teile regelmäßig, um reibungslose Bewegungen zu gewährleisten. Achte darauf, dass die Klingen scharf sind, um saubere Schnitte zu erzielen.

Reinigung: Wische die Klingen nach jedem Gebrauch ab, um den Harz- und Schmutzaufbau zu verhindern. Verwende bei Bedarf eine Drahtbürste, um festsitzenden Schmutz zu entfernen.

Reparatur: Ersetze abgenutzte oder beschädigte Klingen, Federn oder Schrauben. Stelle sicher, dass die Schrauben festgezogen sind, aber nicht übermäßig angezogen werden, um Verformungen zu vermeiden.


Handwerkzeuge wie Spaten und Harke:

Foto: DIY Academy / Jörg Korfhage

Foto: DIY Academy / Jörg Korfhage

Foto: DIY Academy / Jörg Korfhage

Foto: DIY Academy / Jörg Korfhage

Foto: DIY Academy / Jörg Korfhage

Foto: Fiskars

Handwerkzeuge wie Spaten und Harke:

Pflege: Halte die Werkzeuge sauber und trocken, um Rostbildung zu verhindern. Öle die Metalloberflächen, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen.

Reinigung: Entferne Erde und Rückstände nach jedem Einsatz. Verwende eine Drahtbürste, um verkrusteten Schmutz zu entfernen.

Reparatur: Überprüfe regelmäßig den Zustand von Holzstielen und ersetze sie bei Rissen oder Brüchen. Schärfe bei Bedarf die Kanten der Schaufel oder der Harke.


Das muss jedes Jahr sein
Gartenschere schärfen Feile

Foto: DIY Academy / Ralf Liehmann

Gartenschere ölen

Foto: DIY Academy / Ralf Liehmann

Das muss jedes Jahr sein

Der erste Schritt ist die mechanische Reinigung von anhaftenden Verunreinigungen (Boden-, Pflanzen-, Düngemittelreste, Rost, etc.). Dies geschieht je nach Werkzeug und Art der Verschmutzung mit einem Wasserstrahl, Handfeger oder einer Draht- bzw. Messingbürste. Harzreste an Scheren und Sägen lassen sich mit Spiritus oder einem anderen Lösungsmittel und einem Lappen beseitigen.

Während die Oberflächen trocknen, kannst du die Werkzeuge auf Verschleißerscheinungen und eventuell vorhandene Beschädigungen prüfen. Dies kann z.B. ein angebrochener Spatenstiel sein, eine gelockerte Schraubverbindung zwischen Gerätestiel und Werkzeug, eine stumpfe Gartenschere oder auch ein Riss in einer Stahlharke. Betroffene Werkzeuge sollten jetzt instand gesetzt werden, damit sie nicht während der kommenden Saison ausfallen. Hierzu bieten Baumärkte und zum Teil auch die Hersteller selbst eine große Auswahl unterschiedlicher Gerätestiele, passender Schrauben und modellspezifischer Ersatzteile oder Pflegeprodukte an. 

Wichtig: Bei einem beschädigten Stahlkörper des Werkzeugs ist eine Reparatur ohne Schweißgerät meist nicht möglich. Hier ist ein Austausch notwendig.


So geht's: Spatenstiel tauschen und Blatt schärfen

So geht's: Spatenstiel tauschen und Blatt schärfen

Spatenstiele aus Holz sind meist mit dem Schaft des Blatts vernietet. Zum Austausch des Stiels wird der Schaft zuerst in einen fest montierten Schraubstock eingespannt. Dann bohrst du die Nieten mit einem Metallbohrer und Bohrmaschine oder Akkuschrauber einseitig an und treibst sie mit Hammer und Dorn zur entgegengesetzten Seite des Schafts aus. Nach dem Austausch des Stiels ersetzen Schlossschrauben mit Unterlegscheiben und Muttern die Nieten.

Ein gelockerter T-Griff kann mit einer dünnen, ausreichend langen Holzschraube wieder fixiert werden. Damit der Griff nicht reißt, muss vorgebohrt werden. Der Bohrer-Durchmesser entspricht dem Kernmaß der Schraube.

Anschließend sollten abgenutzte Spaten geschärft werden. Am einfachsten und schnellsten funktioniert das bei Werkzeugen zur Bodenbearbeitung mit einem Winkelschleifer mit Metall-Schleifscheibe. Wer keine Flex zur Hand hat, kann auch eine Stahlfeile benutzen. Die Arbeit dauert dann nur länger. Unabhängig vom Schleifwerkzeug wird das Gartenwerkzeug dafür in einen Schraubstock eingespannt.


Wichtig beim Arbeiten mit der Flex

Wichtig beim Arbeiten mit der Flex

Wegen der sich schnell drehenden Maschinenteile ist Vorsicht geboten!

●  Keine offenen langen Haare

●  Keine weite Kleidung

●  Kein weiter Schmuck um Hals oder Handgelenke

●  Griffige Handschuhe (z.B. Einweghandschuhe aus Nitril) in passender Größe

●  Schutzbrille

●  Gehörschutz

Achtung: Ein Winkelschleifer kann das Werkstück stark erhitzen. Um das Ausglühen (Enthärten) des Stahls zu vermeiden, darf daher während des Schleifens nicht viel Druck ausgeübt werden. Eine Verfärbung - meist in Richtung blau - ist ein Anzeichen für die beginnende Enthärtung. Deshalb sollte das Werkzeug immer nach ein bis zwei Minuten Schleifarbeit kurz abkühlen.

Praxis-Tipp
Günstiges Öl für die Lagerung

Günstiges Öl für die Lagerung

Nicht alle Handwerkzeuge zur Bodenbearbeitung müssen jährlich geschärft werden. Die Intervalle hängen ab von der Häufigkeit der Nutzung.

Als Faustregel kann gelten: Fühlt sich der Arbeitsbereich des Werkzeugs ohne Handschuhe nicht mehr scharf, sondern eher abgerundet an, sollte ein Schliff erfolgen. Die Arbeit wird danach deutlich leichter fallen.

Durch abschließendes Ölen der Metallflächen wird während der Einlagerung bei hoher Luftfeuchtigkeit die Bildung von Flugrost verhindert. Spezielle Sprühöle gibt´s in Baumärkten und im Gartengeräte-Fachhandel.

Spartipp: Alternativ kann auf diese "groben" Werkzeuge auch ein preiswertes dünnflüssiges Pflanzenöl mit einem Lappen aufgetragen werden, wie z.B. Sonnenblumenöl, Sojaöl o.ä.

Klingen schleifen und ölen
Klinge schleifen

Foto: Dremel

Schaufel Pflegespray

Foto: WD-40 Company Limited

Strauchschere ölen

Foto: Bosch

Klingen schleifen und ölen

Garten- und Astscheren sowie Gartenmesser erhalten mindestens einmal pro Jahr einen Klingenschliff. Bessere Scheren lassen sich dazu zerlegen, um die Klinge auf ganzer Länge schleifen zu können. Als Schleifsteine kommen ein Sensenschleifstein für den Grobschliff und ein Belgischer Brocken für den Feinschliff infrage, erhältlich in Baumärkten oder im Gartenfachhandel. Aber auch spezielle Schleifwerkzeuge mit Diamantbesatz oder Wolframkarbid-Stein werden angeboten.

Zum Schleifen führst du die Schneidfläche der Klinge in kreisenden Bewegungen und mit leichtem Druck über den nassen Schleifstein, der zwischendurch immer wieder benässt wird. Dabei solltest du den von der Klinge vorgegebenen Schleifwinkel möglichst genau einhalten. Die Klingen von Bypass-Scheren werden einseitig, die von Amboss-Scheren beidseitig geschliffen. Ein solcher Schleifvorgang kann durchaus 20 bis 30 Minuten dauern.

Die Handhabung der speziellen Schleifwerkzeuge weicht vom Gebrauch der Schleifsteine ab. Hier helfen die Anwendungshinweise des Herstellers weiter.

Die größeren Hecken- und Grasscheren fixierst du besser vorsichtig in einem Schraubstock und führst den nassen Schleifstein in kreisenden Bewegungen über die Klingen.

Tipp: Wer sich das Ganze nicht selbst zutraut, kann einen Schärf-Service nutzen, der häufig von Werkzeugvermietungen angeboten wird.

Abschließend werden die Metallflächen und beweglichen Teile mit einem speziellen Pflegeöl, Nähmaschinenöl oder WD-40 behandelt und die Schere wieder zusammengebaut. Dabei stellst du das Spiel so ein, dass sich die Schere leicht öffnet, aber die Klinge und Gegenklinge im geschlossenen Zustand ohne Spalt aneinander liegen.

Sägeblätter werden nach der Reinigung von Pflanzenharzen mit Spiritus oder einem anderen Lösungsmittel lediglich geölt. Da ein eigenständiges Schärfen nicht zufriedenstellend möglich ist, bleibt bei nachlassender Sägeleistung nur der Austausch gegen neue Blätter.


Hier hilft nur austauschen

Foto: DIY Academy / Jörg Korfhage

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Hier hilft nur austauschen

Manchmal zeigt eine Scherenklinge tiefe Kerben. Sie können z.B. entstehen, wenn beim Gehölzschnitt versehentlich etwa der Maschendrahtzaun getroffen wird. Die Schnittflächen der Äste sind dann ausgefranzt oder Äste werden nicht mehr komplett durchtrennt.

Durch einen Schliff lassen sich tiefe Kerben meist nicht ordentlich beseitigen. In diesem Fall hilft nur der Austausch der beschädigten Klinge gegen ein neues Ersatzteil. Immerhin: Ist so ein Ersatz möglich, ist dies in vielen Fällen kostengünstiger und vor allem auch nachhaltiger als ein Neukauf. Da lohnt sich eine kurze Recherche, sei es im Markt oder diekt beim Hersteller. Auch für künftige Anschaffungen sollte dieser Aspekt eine Rolle spielen.

Tipp: Viele Gartenscheren besitzen werkseitig einen Drahtschneider in Form einer halbrunden Kerbe. Sie befindet sich an der Innenseite der Klinge, also dort, wo Klinge und Gegenklinge zusammentreffen. Gedacht für Blumendraht o.ä. wird bei der Nutzung die Schneidfläche der Klinge nicht beschädigt.


Spezialfälle
Schubkarre Rad ölen

Foto: WD-40 Company Limited

Spezialfälle

Die Pflege und Wartung der meisten speziellen Gartenwerkzeuge entspricht den oben genannten Arbeiten und richtet sich wieder danach, ob bewegliche bzw. zu schärfende Teile vorhanden sind.

Schlauchwagen solltst du vor der Einlagerung entleeren. Eine frostfreie Lagerung erhöht die Langlebigkeit von Kunststoffen und Gummi. Aber auch aus hochwertigen Kunststoffen entweichen im Laufe der Zeit Weichmacher, wodurch Schlauchkupplungen, Spritzen u.ä. reißen oder brechen können und dann undicht sind. Das Kleben derart gealterter Kunststoffe hält meist nur kurzzeitig, weshalb hier ein Austausch notwendig ist.

Tipp: Schlauchequipment aus Messing oder Aluminium ist nur unwesentlich teurer als hochwertiger Kunststoff, hält aber ein Leben lang.


Pflegen schon während der Saison
Gartenschere Zweig schneiden

Foto: DIY Academy / Ralf Liehmann

Pflegen schon während der Saison

Nach der jährlichen Wartung sind während der kommenden Gartensaison nur einfache Pflegearbeiten notwendig. Sie beschränken sich im Wesentlichen auf die grobe Reinigung nach der Arbeit und auf das gelegentliche Ölen beweglicher Teile.

Für einen saubereren Schnitt wird zusätzlich bei häufig benutzten Bypass-Scheren das Spiel etwa alle drei Monate nachgestellt, Amboss-Scheren benötigen nur eine Kontrolle und ggfs. das Nachziehen der Schraubverbindungen.

Fallen allerdings während des Jahres umfangreichere Rode- oder Schnittarbeiten an, ist es sinnvoll, die benötigten Werkzeuge vorab noch einmal zu schärfen.

Profi-Tipp
Fazit von DIY-Trainer Jörg Korfhage
DIY-Trainer Jörg Korfhage

Foto: DIY Academy

Fazit von DIY-Trainer Jörg Korfhage

Garten-Handwerkzeuge können mit einfachen Werkzeugen und Hilfsmitteln bei gleichzeitig geringem Kostenaufwand selbst gepflegt werden. Auch viele Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten sind ohne umfangreiche Vorkenntnisse leicht möglich. 

Die so behandelten Handwerkzeuge verbessern das Arbeitsergebnis und erleichtern die Arbeit. Zudem verlängern die genannten Maßnahmen das Werkzeugleben, Neukäufe werden seltener notwendig.

 

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