SchrittfürSchritt
Ein ideales Plätzchen findet Ihr Gartenteich dort, wo sowohl Sonne als auch Schatten für günstige Klima- und Lichtverhältnisse sorgen. Ein gesundes Mittelmaß sind beispielsweise 5 bis 6 Stunden Sommersonne am Tag. Tipp: Achten Sie bei der Standortwahl möglichst darauf, dass das neue Wasserparadies nicht unmittelbar unter Bäumen liegt - das spart viel Arbeit im Herbst!
Ein Teich nach Maß
Die Anlage eines Folienteiches erlaubt die Umsetzung individueller Gestaltungswünsche und eine optimale Anpassung an die Voraussetzungen im Garten. Geeignete Folien gibt es in verschiedenen Materialien, Größen, Stärken und Farben. (Empfehlung zur Ermittlung des Folienbedarfs: Länge = Teichlänge + 2 x Tiefe + 60 cm Rand, Breite = Teichbreite + 2 x Tiefe + 60 cm Rand)
Je größer und tiefer ein Gartenteich angelegt wird, um so leichter ist es, ihn im ökologischen Gleichgewicht zu halten. Eine Tiefe von mindestens 80 cm sollte jedoch eingehalten werden, damit der Teich im Winter nicht komplett durchfriert.
Schritt 2
Modellieren Sie nach Wunsch die verschiedenen Teichzonen und füllen Sie nun die ausgehobene Grube mit einer ca. 5 bis 10 cm dicken Schicht aus Sand. Dann glätten Sie die Fläche. Tipp: Zum Schutz der Teichfolie kann zusätzlich ein Folienschutzvlies ausgelegt werden.
Schritt 3
Sie können für die Befestigung von Folie und Vlies einen ca. 15 cm tiefen Graben um den Teich ausheben, in den dann der überstehenden Folienrand eingesetzt wird. Wichtig: Der Rand darf später nicht komplett mit Erde bedeckt sein (siehe auch "natürliche Ufergestaltung").
Schritt 4
Nun kann die Teichfolie ausgelegt werden.
Schritt 5
Bedecken Sie den Teichgrund zunächst mit Kies und dann mit einer Schicht aus spezieller Teicherde. Jetzt können Sie je nach Wuchstiefe die Wasser-, Sumpf- und Uferpflanzen einsetzen. Lassen Sie den Teich danach einige Zeit ruhen.
Schritt 6
Zum Schluss befüllen Sie die Teichanlage mit Wasser (optimal: gefiltertes Regenwasser). Während Sie die Teichmulde langsam füllen, muss die Folie immer wieder gerichtet und glatt über den Rand gezogen werden. Wo es nötig ist, legen Sie die Folie in ordentliche Falten - lieber in wenige große als in viele kleine.
Natürliche Ufergestaltung
Nun geht es an die geschickte Gestaltung des Übergangs von der Teich- zur übrigen Gartenzone. Klassische Feldsteine beispielsweise eignen sich hervorragend für die Befestigung der Ränder, denn sie fügen sich harmonisch in die Teichlandschaft ein und verschwinden später einfach zwischen üppig wuchernden Uferpflanzen. Wichtig ist: Der überstehende Rand darf nicht durchgehend mit Erde bedeckt sein, da diese sonst das Wasser aus dem Teich zieht. Erst wenn alle Pflanzbereiche mit Erde aufgefüllt sind, wird die Folie endgültig zurecht geschnitten und kann mit Schieferplatten verdeckt werden, die man später ganz praktisch betreten kann. Darunter verschwindet auch der blanke Folienstreifen, die so genannte Kapillarsperre.
Von Wasserpest bis Tausendblatt
Um ein natürliches Gleichgewicht im Teich zu erhalten, sollten Sie bereits beim Kauf auf eine Auswahl von verschiedenen Ufer- und Wasserpflanzen achten. Vergessen Sie die Unterwasser- und Schwimmpflanzen nicht: Wasserpest, Tausendblatt oder Hornkraut sind beispielsweise sehr gute Sauerstofflieferanten. Röhricht am Teichrand sorgt für Sauberkeit und gewährleistet im Winter einen Luftaustausch - auch durch eine dicke Eisschicht hindurch.
Pflanzen für jede Teichzone
Feuchtzone: Ständig feuchter, aber nicht mehr von Wasser überfluteter Boden am Ufer. Geeignete Pflanzen: Binsen, Calla, Farne, Schilf, Wollgras, Zwergpampasgras.
Sumpfzone: Ab Wasserrand bis 30 cm Wassertiefe. Geeignete Pflanzen: Blutweiderich, Hechtkraut, Sumpfdotterblume, Sumpfiris, Schlangenwurz, Wasserschwertlilie.
Flachwasserzone: In einer Wassertiefe von ca. 30-50 cm. Geeignete Pflanzen: Pfeilkraut, Rohrkolben, Tannenwedel, Teichsimse.
Tiefwasserzone: 80 cm reichen aus, damit der Teich im Winter nicht ganz durchfriert. Bei einem Teich mit Fischbesatz sollte die Tiefwasserzone allerdings 100-120 cm betragen. Geeignete Pflanzen: Seerose sowie alle Schwimm- und Unterwasserpflanzen.
Tipps für blühende Wassergärten
Wasserpflanzen werden in speziellen Gitterkörben angeboten und können von März bis September im Teich angesiedelt werden. Bei der Auswahl der Wasserpflanzen sind jeweils Wuchstiefe sowie Standortbedingungen zu berücksichtigen. Nach dem Kauf sollten Sie die Pflanzen bis zum Einsetzen feucht halten. Für die Anordnung empfiehlt sich: Pflanzen Sie möglichst in kleinen Gruppen von drei bis sechs Exemplaren. Dies ist optisch wirkungsvoller als eine zu bunte Mischung. Beachten Sie bitte einen Pflanzabstand von 30 bis 40 cm und achten Sie darauf, dass kleine Pflanzen von größeren nicht zu sehr in den Schatten gestellt werden. Die beste Pflanzzeit sind die kühlen Abendstunden.
Leichtere Pflanzkörbe sollten zusätzlich mit kleinen Steinen beschwert werden, damit sie nicht aufgeschwemmt werden können.
Die richtige Reihenfolge
Als erste Pflanzen werden die Sorten in den noch trockenen Teich gesetzt, die an die tiefste Stelle kommen - zum Beispiel Seerosen. Flachwasser- und Sumpfpflanzen folgen nach und nach. Je nach Wuchstiefe sind kleine Sockel beispielsweise aus Pflaster- oder Ziegelsteinen erforderlich, um die Pflanze richtig zu positionieren. Junge Seerosen verbrauchen beispielsweise sehr viel Kraft, um die Wasseroberfläche zu erreichen. Daher sollten sie zu Beginn etwas erhöht aufgestellt werden.
Teich sauber halten
Abgestorbene Pflanzen und Blätter bilden ein Überangebot an Nährstoffen und führten zu verstärktem Algenwachstum. Daher sollten sie regelmäßig entfernt werden, damit der Teich nicht "umkippt".
Gestaltungstipp: Wasserspiele
Wasserspiele zaubern eine ganz besondere Stimmung. Setzen Sie in Ihren Teich eine Springbrunnenpumpe und genießen Sie das entspannende und beruhigende Plätschern des Wassers. Eine Wasserpumpe ist zudem wichtig für das biologische Gleichgewicht des kleinen Biotops. Denn sie sorgt für eine Umwälzung des Wassers und somit für das Einbringen von Sauerstoff.
Die Fisch-Frage
Wer in seinem Zierteich Fische hält, sollte über eine Außenfilteranlage mit Pumpe und UVC-Klärer nachdenken. Dieses Kombinationssystem entfernt Schmutzteilchen und Algen und sorgt für sauberes Wasser. Speziell bei kleinen Teichen sollte man jedoch auf Fische verzichten, da dort mehr Sauerstoff verbraucht wird und schneller giftige Stoffe wie Ammoniak und Nitrit entstehen können.







