Vorsicht beim Kauf von Tropenholz
Gartenmöbel aus Teak, Terrassendielen aus Bangkirai oder Massaranduba, Parkett aus Palisander, Dekorationsartikel aus Meranti - bei den Deutschen sind Produkte aus edlem Tropenholz sehr beliebt. Was viele nicht wissen: Oft handelt sich dabei um Holz aus Raubbau und illegalen Importen.
Illegal bedeutet, dass bei Ernte, Transport, Einkauf oder Verkauf gegen national oder international geltende Gesetze verstoßen wurde. Nach Angaben des WWF sind von Abholzung und Raubbau nicht nur die Regenwälder Indonesiens oder des brasilianischen Amazonasgebiets betroffen, sondern auch die riesigen Waldflächen Russlands. In drei von vier Fällen stammt indonesisches Tropenholz aus illegaler Quelle, in Russland liegt der Anteil bei etwa 50 Prozent und in Amazonien bei 80 Prozent.
Wenn die Hölzer in Form von Möbeln, Dekorationsartikeln oder Büchern nach Deutschland kommen, haben sie eine lange Reise durch verschiedene Länder hinter sich, ihre Herkunft lässt sich nicht genau bestimmen. Das Problem liegt dabei vor allem in der fehlenden Kennzeichnung der Holzartikel: Die meisten Produkte geben nämlich keinen Aufschluss darüber, woher das Tropenholz wirklich stammt.
Wenn Sie Holz trotzdem mit gutem Gewissen kaufen wollen, sollten Sie auf das FSC-Gütesiegel achten. Es garantiert, das Holz- und Papierprodukte aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern und nicht aus Raubbau stammen. Nur zertifizierte Holzprodukte dürfen das Gütezeichen tragen. Beim Kauf von Holzprodukten ist auch der Preis ein guter Indikator - nicht nur für die Qualität der Artikel, sondern auch für legal gerodetes Tropenholz.
3sat-Sendung "nano" vom 10.12.2009: Video Tropenholz
FSC-zertifizierte Holzprodukte




