Urteil "mangelhaft": Bohrmaschinen und Akkuschrauber im Test
Schlagbohrmaschine und Akkuschrauber gehören zur Grundausstattung jedes Haushalts. Nicht allzu selten gerät mancher in Versuchung, sich ein günstiges Gerät aus dem Sonderangebot der Discounter oder Baumärkte zu kaufen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn billig ist nicht gleich preiswert, und vor allem nicht immer gut.
Das bestätigen auch die Praxistests der Stiftung Warentest und der ARD-Sendung "Ratgeber Technik". Während die Test-Zeitschrift ausschließlich Billig-Geräte unter die Lupe nahm, untersuchte die Fernsehredaktion die Qualitätsunterschiede zwischen billigen, hochwertigen und Profi-Geräten.
Schwache Bohr- und Schraubleistung, Brandgefahr bei Akkus und Ladegeräten, gesundheitsbedenkliche Schadstoffe - so lautet die Bilanz der Stiftung Warentest, wenn es um die Qualität von Billig-Bohrmaschinen und -Akkuschraubern geht. Für die aktuelle Ausgabe wurden jeweils fünf Schlagbohrmaschinen und fünf Akkubohrschrauber in der Preiskategorie zwischen 18 und 50 Euro getestet.
Auch das Servicemagazin "Ratgeber Technik" der ARD hat Qualitätsunterschiede bei Akkuschraubern festgestellt. Hier wurden zwei Geräte der unteren Preisklasse (30 und 40 Euro), zwei Marken-Akkuschrauber der höheren Preiskategorie (140 und 199 Euro) sowie zwei Profi-Geräte (450 und 500 Euro) im Praxisversuch getestet.
Billiggeräte im Test
Stiftung Warentest wählte unter den Schlagbohrmaschinen Geräte der Marken Basic (18 Euro), CMI (18 Euro), Ergotools Pattfield (20 Euro), OK (20 Euro) und Skil (35 Euro) aus. Bei den Akku-Bohrschraubern handelt es sich um die Geräte Bavaria by Einhell (50 Euro), Bonus (20 Euro), Budget (25 Euro), Ergotools Pattfield (29 Euro) und Meister Basic (20 Euro).
Sowohl bei den Bohrmaschinen als auch den Akkuschraubern erhielten mehr als die Hälfte der Elektrowerkzeuge die Note "mangelhaft". Das "beste" Ergebnis im Test war die Note "befriedigend", die nur an zwei Akkubohrschrauber und eine Schlagbohrmaschine vergeben wurde. Für den Heimwerker sind das sicherlich keine akzeptablen Ergebnisse.
Ausführliche Informationen zum Test und den Prüfkriterien gibt es in der aktuellen
Ausgabe (Heft 5/2010) der Stiftung Warentest.
Akkuschrauber: Billig- vs. Profigeräte
Nicht immer muss der Preis eine Garantie für Qualität sein. Auch preiswerte Produkte können gut und funktionsfähig sein. Das Urteil der ARD-Sendung "Ratgeber Technik" fiel hingegen anders aus. In den Belastungstests, die mit dem Prüfinstitut Hansecontrol durchgeführt wurden, machten die Billiggeräte Meister Craft BAS 18 und Mannesmann M17962 als erste schlapp. Deutlich besser schnitten die höherwertigen, für den Heimwerker gedachten Schrauber Einhell RT-CD 18 Li und Bosch PSR 18 Li-2 ab. Testsieger wurden die Akkugeräte Metabo BS 18 LTX und Makita BDF 451RFE. Diese Geräte sind jedoch für den Profibereich, also für den Handwerker gedacht und damit für einen sehr häufigen Einsatz entwickelt worden.
Detaillierte Informationen zum Test und den Ergebnissen können Sie auf der Internetseite von
ARD Ratgeber Technik nachlesen.




