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Good-Bye Glühlampe


LEDs gibt es jetzt auch in Glühlampenform.

Die gute alte Glühbirne hat ausgedient. Sie verbraucht zu viel Energie. Laut Beschluss der Europäischen Kommission wird sie ab September schrittweise ausgemustert. Alternativen gibt es jetzt schon: Energiesparlampen, Halogenlampen und LED.


Kaum ein Produkt hat sich so lange auf dem Markt gehalten wie die Glühlampe. 130 Jahre ist sie alt und doch ist ihre Energiebilanz auf Dauer schlecht für die Umwelt: Nur fünf Prozent des eingesetzten Stroms erzeugen Licht, 95 Prozent verpuffen als Wärme.

 

Das Licht wird aber nicht gleich ausgehen. Die EU sieht einen schrittweisen und auf vier Jahre begrenzten Übergang vor. Genug Zeit also, um umzurüsten. Energiesparende Halogenlampen, LED-Lampen und Energiesparlampen sind bereits da - für gängige Lampenfassungen, Formen, Wattzahlen und Lichtqualitäten.

 

Auch wenn der Preis für Energiesparlampen höher ist, rechnet sich die Stromersparnis in der Regel nach einem Jahr. Eine gängige 60 Watt Glühlampe kostet etwa nur ein Euro, verursacht während ihres gesamten Betriebs durchschnittlich aber 1.000 Stunden Energiekosten von rund zwölf Euro. Eine vergleichbare Energiesparlampe verursacht im selben Zeitraum 2,40 Euro und hält mindestens acht Jahre.

 

 

Beleuchtung der Zukunft

 

Sparsame Lampen

Energiesparlampen sind für den direkten Austausch geeignet. Die Standard-Schraubsockel E14 und E27 passen in viele Lampenfassungen. Sie verbrauchen 80 Prozent weniger Strom bei mindestens 6.000 Stunden Lebensdauer. Es gibt sie in der klassischen Glühlampenform, in Stabform oder als Kerzen-, Tropfen- oder Reflektorlampe. Für den Wohnbereich sind warmweiße Lichtfarben und dimmbare Varianten empfehlenswert, im Treppenhaus oder Flur kann eine Energiesparlampe mit Schnellstarter nützlich sein.

 

Brilliantes Licht

Halogenlampen erzeugen brillantes warmweißes Licht. Sie sind besonders geeignet für indirektes und akzentuiertes Licht sowie für Lampen, die lange am Stück leuchten sollen und oft ein und ausgeschaltet werden. Eine energiesparende Halogenlampe spart bis zu 30 Prozent Strom und hält mit 2.000 Stunden doppelt so lange wie die Glühlampe. Der schrittweise Ausstieg endet hier 2016. Danach sind nur noch Lampen der Energie-Effizienzklassen A und B zugelassen.

 

Hit verdächtig

Als Leuchtmittel der Zukunft gilt die Licht Emittierende Diode (LED). Das verdankt sie ihren herausragenden Eigenschaften: LEDs sind klein, robust, dimmbar, langlebig (bis zu 50.000 Stunden!) und sehr energieeffizient. Die Dioden aus Halbleitermaterial geben Licht ab, wenn elektrischer Strom mit 24 Volt Niederspannung hindurchgeleitet wird. Früher ausschließlich in Neutralweiß, gibt es heute auch LEDs mit wärmeren Lichtfarben und Farbwechseln.

Auch LEDs können die Glühlampe ersetzen: Dazu werden mehrere Dioden zu einer Schraubsockel-Lampe zusammengefasst. Diese Lampen waren bislang für zusätzliche Lichtquellen oder die Akzentbeleuchtung bestimmt, beispielsweise im Bad oder am Schreibtisch.

In Hotels oder der Gastronomie werden bereits so genannte "MasterLED" eingesetzt, die hell wie eine 40 Watt Glühlampe strahlen und bei 7 Watt eine Lebensdauer von 45.000 Stunden aufweisen. Derzeit ist die MasterLED vorwiegend im gewerblichen Bereich zu finden. Laut dem Hersteller Philips soll man sie gegen Ende des Jahres auch im Konsumbereich erhalten. Wer dann eine MasterLED zu Hause einsetzt, behält sie bis zu 45 Jahre lang (durchschnittlichen Brenndauer: 1.000 Stunden pro Jahr).