Ordnung mit System: Begehbarer Kleiderschrank

Fotos: DIY Academy

Abstellräume können zur Rumpelkammer werden, in der sich mit der Zeit so einiges ansammelt. Im Chaos ein bestimmtes Kleidungsstück wieder zu finden ist gar nicht so einfach. Besser man denkt gleich an eine barrierefreie Lösung und baut einen begehbaren Kleiderschrank.

 

Wir zeigen Ihnen, wie aus dem Abstellraum mit frischer Farbe und dem Säulensystem  Coaxis von alfer ein aufgeräumter Vorzeigeraum entsteht.

Los geht´s:

1. Wände gestalten

Bevor es losgeht werden die Fußleisten abgeklebt und Folie auf dem Boden ausgelegt. Da der Raum eine niedrige Deckenhöhe hat, wird an der Wand ein breiter Streifen abgeklebt. Mit diesem Fries wirkt der Raum optisch höher. 

Tipp: Damit keine Farbe unter das Kreppband läuft, die Ränder vorher mit Acryl versiegeln!

Farblich wird der Raum in den Komplementärfarben Rot und Grün gestaltet. Die beiden längeren Seitenwände erhalten einen vollflächigen Anstrich in einem saftigen Grün. Auf die Schräge kommt ein rotgrünes Quadratmuster, das man vorab ausmisst und abklebt.

2. Regalsystem zusammenbauen

Für das Regal wird ein System aus Aluminiumprofilen verwendet, mit dem man Möbel beliebig zusammenbauen kann. Das Bauprinzip des "Coaxis" - Systems von alfer ist einfach: Ein Säulenprofil mit vier koaxialen Hohlkammern und Nuten bildet das stabile Grundgerüst. In die Nuten können Verbindungswinkel mit unterschiedlichen Profilen eingeschoben werden. Säulenprofile sind für frei stehende Möbellösungen geeignet. Flache Profilleisten befestigt man direkt an der Wand.

Für den begehbaren Kleiderschrank wird eine Konstruktion für die Raumsituation geschaf-fen. Einzuplanen sind eine Dachschräge und eine niedrige Decke. So ergibt sich an der langen Wandseite ein dreiteiliges hohes Regal mit einer Stufe, wo drei Kleiderstangen und elf Einlegeböden für Ordnung sorgen. An der kurzen Stirnseite entsteht unter der Schräge ein zweiteiliges Regal mit weiteren sechs Böden.

Tipp: Vor dem Zusammenbau eine Skizze anfertigen! So kann man Anzahl, Lage und Reihenfolge der Verbindungswinkel und Profile genau bestimmen und behält den Überblick.

3. Sägen

Die Profile lassen sich mit einer Stichsäge mit Metallsägeblatt auf die gewünschte Länge kürzen. Um präzise Schnitte zu erhalten, sollten die Profile eingespannt werden. Dies verhindert das Wackeln des Profils. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Profile direkt in seiner Wunschlänge zu kaufen.

Nach dem Sägen der Säulenprofile werden die Kanten gefeilt, um mögliche Grate zu entfernen. 

 

4. Gewinde bohren

Da das Regal auf Stellfüßen steht, wird in das Säulenprofil unten ein drei Zentimeter tiefes Gewinde gebohrt. Dazu benötigt man einen Akkuschrauber mit Gewindeschneider-Aufsatz. Tipp: Die Spitze des Gewindeschneiders etwas mit Öl benetzen. So gelingt´s leichter!

Die Höhe der Stellfüße lässt sich individuell einstellen. Unebenheiten auf dem Boden kann man somit ausgleichen.