Foto: Farbqualitaet.de

Küchenspiegel: Hier darf's brutzeln

Wenn in der Küche Leckereien in der Pfanne brutzeln, darf hinter dem Herd ein Spritzschutz nicht fehlen. Früher waren einfache Fliesenspiegel die Lösung, um die Wände vor Fettspritzern, Soßenflecken und Spülwasser zu schützen. Heute gibt es viele andere Materialien, die sich ebenso gut eignen und dazu noch ein optisches Highlight sind.

 

Die Wand hinter dem Herd und der Spüle ist besonderen Beanspruchungen ausgesetzt: Flecken von gekochtem Essen und Wasserspritzern lassen sich kaum vermeiden. Übliche Wandbekleidungen wie Tapete oder Putz sind für den Extrembereich Küche eher ungeeignet, weil sie sich sich nur schwer reinigen lassen und schnell unschön aussehen.

Deshalb waren Fliesen bisher die Standardlösung für die Küche: robust, praktisch, leicht zu reinigen. Wer sich mittlerweile an den weit verbreiteten Fliesenspiegeln satt gesehen hat, muss aber trotzdem keine Kompromisse bei Schutz und Optik machen. Hier eine kleine Auswahl an Ideen für die Gestaltung Ihres Küchenspiegels.

Idee 1: Glasplatte

Die einfachste Lösung ist eine Platte aus Klar- oder Milchglas als Spritzschutz. Kaufen Sie entweder eine fertige Glasplatte oder lassen Sie sich im passenden Format eine Platte beim Glaser zuschneiden. Um die Platte zu montieren, gibt es zwei Möglichkeiten. Sie können die Glasscheibe mit Hilfe von zwei Vierkantleisten aus Holz fixieren. Dazu verschrauben Sie eine Leiste mit der Arbeitsplatte und die andere schrauben Sie unter die Hängeschränke. Wichtig ist, die Holzleisten vorzubohren und die Löcher zu senken, damit die Schraubenköpfe später bündig abschließen.

Foto: Pattex/Henkel

Falls Sie weder Arbeitsplatte noch Schränke durch Löcher beschädigen wollen, gibt es noch eine andere Möglichkeit für die Befestigung: Montagekleber. Dieser muss allerdings transparent sein, damit die Klebestelle später nicht durch das Glas durchscheinen. Spezielle Kleber verkleben nicht-saugende Materialien wie Glas, Spiegel, Metall und lackierte Oberflächen und eignen sich für den Einsatz am Küchenherd, wo höhere Temperaturen herrschen.

Und so klappt die Montage: Tragen Sie den Klebstoff strangförmig auf die Rückseite der Glasscheibe auf und setzen Sie sie an die Wand an. Kleinere Korrekturen sind kurzzeitig möglich. Drücken Sie die Platte dann fest an. Der Kleber muss etwa 48 Stunden aushärten. Fixieren Sie die Glasplatte während der Trocknungszeit mit Klebeband oder stützen sie ab.

Idee 2: Mineralwerkstoffe

Wollen Sie Ihre Küche aufwerten und nicht komplett erneuern, können Sie mit dem Tausch der Arbeitsplatte und einer neuen Küchenrückwand viel erreichen. Platten aus acryl- oder polyestergebundenem Mineralwerkstoff kommen immer häufiger auch in der Küche zum Einsatz. Dieses robuste und sehr pflegeleichte Material eignet sich nicht nur als Arbeitsplatte, sondern auch als Rückwand zwischen Küchenunter- und Oberschränken. Wenn die Platten auch noch farblich zusammen passen, ist schnell für eine stimmige Optik in der Küche gesorgt.

Fotos: Westag & Getalit

Abgesehen davon, dass vor allem Plattenrückwände Maßanfertigungen sind, sollten Sie den Einbau einem Fachmann überlassen. Er kennt die jeweiligen Eigenschaften des Mineralwerkstoffs und weiß, wie die Platten verarbeitet werden müssen. Fragen Sie im Küchenstudio nach, welche Werkstoffe angeboten werden, oder suchen Sie im Internet nach Anbietern.


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