Schutz vor Feuchtigkeit im Keller


Feuchtigkeitsschäden an Kellerwänden gehören zu den häufigsten Mängeln am Bau. Insbesondere bei Altbauten stößt man häufig auf fehlende oder undichte Horizontalsperren, die die Bodenfeuchtigkeit normalerweise nicht ins Mauerwerk dringen lassen. Beim Abdichten hilft die so genannte "Injektions-Methode".

 

 

1. Bohrlochsperren

Für die "Bohrlochsperren" werden im Abstand von ca. 10-13 Zentimeter Löcher mit einem Neigungswinkel von 30-45 Grad in die Wand gebohrt. Angesetzt wird die Lochreihe ca. 10 Zentimeter oberhalb des Bodenniveaus. Die Löcher sollten einen Durchmesser von 8-14 Millimeter haben.

Hinweis: Bei Durchfeuchtungen des Mauerwerks von über 50 Prozent entfalten diese Mittel nicht mehr ihre volle Wirkung, da die wassergefüllten Baustoffe sich nicht mehr mit einem weiteren flüssigen Stoff füllen lassen.

2. Abdichtungsmittel einfüllen

In die Löcher werden Einfülltrichter gesteckt und mit einem flüssigen, Wasser abstoßenden Abdichtungsmittel (z.B. "Trockene Mauer" von Ultrament) gefüllt.


Das Mittel wirkt im Mauerwerk wie ein Schwamm und schafft dort wasserdichte Kapillaren und Poren. Die Anwendung sollte in der Phase erfolgen, wo kein dauernder Regen auf das Mauerwerk einwirkt. Die Stelle nach der Anwendung mindestens 48 Stunden so belassen.

Wichtig: Tragen Sie bei allen Produktanwendungen Gummi-Handschuhe und Schutzbrille!

3. Dichtungsmasse

Danach werden 3 Kilogramm Pulver "Bohrlochdicht" mit ca. 700 Milliliter Wasser zu einer klumpenfreien Masse angerührt. Drei Minuten abwarten und dann kann die Masse ebenfalls in die Trichter verteilt werden. Dabei eventuell mit einem Holzstab nachhelfen.

4. Trichter rausziehen

Die Trichter werden nun herausgezogen. Herausquellendes Material mit einem Spachtel oder einer Kelle verputzen. Das Ganze 24 Stunden trocknen lassen.

5. Dichtschlämme auftragen

Für die weitere Oberflächenbehandlung empfiehlt sich so genannte "Dichtschlämme", eine wasserdichte Sperrschicht, die mit einem Quast oder Breitpinsel aufgetragen wird. Dies schützt gegen Erdfeuchtigkeit und Druckwasser. Alternativ kann auch ein Sanierputzmörtel (z.B. "Renoputz") verwendet werden, der das Mauerwerk schnell trocknen lässt.


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