Oberste Geschossdecke dämmen
Nach der geltenden Energieeinsparverordnung müssen Hausbesitzer für eine ausreichende Wärmedämmung der obersten Geschossdecke sorgen. Sollte ein Dachboden noch nicht ausgebaut sein, kann auch nachträglich eine entsprechende Dämmung auf die bestehende Decke aufgebracht werden.

- Fotos: Rockwool
Diese ist deshalb so wichtig, da die oberste Geschoss-decke in einem nicht beheizten Dachgeschoss als Trennung zwischen warmer Raumluft aus den darunter liegenden Zimmern und der kalten Außenluft fungiert. Um hier Wärmeverluste zu vermeiden, muss eine effiziente Dämmung aufgebracht werden. Das spart teure Heizenergie!
Für eine Decke zu einem nicht ausgebauten Dachgeschoss muss die Dämmung im Neubau eine Dicke von 260 mm und einen U-Wert von 0,17 bis 0,2 [W(m²K)] haben. Im Altbau muss die Dämmung 140 mm dick sein und einem U-Wert von 0,30 [W(m²K)] entsprechen. Diese Angaben finden sich in der Regel auf der Verpackung.
Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffs
Maßgeblich für die Qualität einer Gebäudedämmung und damit für die Energieeinsparung ist die Wärmeleitfähigkeit des eingesetzten Dämmstoffes. Je geringer die Wärme-leitfähigkeit, desto größer die Dämmleistung. Systeme aus Steinwolle der Wärmeleitgruppe (WLG) 035 verhindern, dass im Winter Wärme durch das Dach nach oben entweicht und sorgen im Sommer für angenehme Kühle. Steinwolle ist zudem nicht brennbar und Schall isolierend.
Begehbares Dachgeschoss
Als Dämmmaterial für nicht ausgebaute, unbeheizte Dachböden eignet sich beispielsweise Dämmfilz aus Steinwolle, der als komprimierte Rollenware angeboten wird. Eine solche Dämmschicht ist jedoch nicht regelmäßig begehbar. Wenn der Dachboden als Stauraum genutzt werden soll, empfiehlt sich eine Verlegung mit Kanthölzern in der Dicke des Dämmstoffes und eine Abdeckung aus Gipsfaser-, Holzspan- oder Holzwerkstoffplatten. Zwischen die Hölzer wird das Dämmmaterial fugendicht eingepasst. Im Anschluss werden die Ausbauplatten auf die Kanthölzer aufgelegt - die Dämmschicht ist nun begehbar.
Als Alternative zum Dämmfilz kommen auch hoch verdichtete Steinwolle- Dämmplatten in Frage. Aufgrund ihrer hohen Druckbelastbarkeit reicht bereits eine Lage Fußbodenverlegeplatten in einer Dicke von 13 mm zur Verteilung der Last aus. Ein solcher Fußbodenbelag kann bereits begangen und mit leichten Gegenständen belastet werden. Soll der Dachboden intensiver genutzt werden, empfehlen sich Gipsfaserplatten in einer Stärke von 18 mm oder 19 mm starke Holzfaserplatten.




