Streifenmuster mit Rollputz

Ein neues Farb- und Musterkonzept für die Wände lässt sich nicht nur mit Dispersions-Farben oder mit Tapete umsetzen. Ein farbiger Putz zum Rollen ist leicht aufzutragen und erzeugt mittels seiner zart-körnigen Struktur eine warme Atmosphäre.


In unserem Beispiel wurden Küchenwände mit fertig getöntem Roll-Putz behandelt. Die verwendeten Vanille-, Himbeer- und Taupé-Töne weisen die sommer-typische leicht milchige Wirkung auf. Um den Raum lebhafter zu gestalten, sind gleich drei harmonierende Farben zum Einsatz gekommen.

 

Blickfang Streifenwand

Das Farbkonzept wirkt in sich stimmig, weil sich alle verwendeten Farbtöne an einer Wand in einem Streifenmuster wiederfinden. Für die Streifenwand sollte eine möglichst freie Fläche ohne Regalaufbauten oder Ähnliches gewählt werden, damit der Gesamteindruck nicht zu unruhig wird. Die dynamische Wirkung von Streifen eignet sich gut, um, wie in unserem Beispiel, einen Essplatz zu beleben und zu definieren.

 

Ungünstige Raumproportionen austricksen

Mit Streifen lassen sich zudem ungünstige Proportionen eines Raumes optisch verbessern. Ist ein Raum klein oder die Decke niedrig, lassen vertikale Streifen den Eindruck größerer Höhe entstehen. Horizontale Streifen an einer Wand bewirken dagegen, dass ein Zimmer breiter und etwas niedriger wirkt. Querstreifen an einer kurzen Wand sind vorteilhaft in schmal geschnittenen, schlauchartigen Räumen oder in Zimmern mit einer sehr hohen Decke, in denen man sich etwas verloren fühlt.

 

1. Vorbehandeln der Wand

Für das Projekt muss man ein wenig (Warte-)Zeit einkalkulieren - Grund ist die erforderliche Trockenphase von sechs Stunden nach dem ersten Streifenauftrag. Die sogenannten Dünnschicht-Putze erfordern einen absolut ebenen und tragfähigen Untergrund.

Sperrgrund auftragen

Alte Tapeten müssen deshalb zuvor restlos entfernt werden. Auch beim Auftragen von Putz direkt auf Beton ist Vorsicht geboten. Weil der Putz darauf nur schlecht haftet, muss ihm Hilfestellung durch einen Haftgrundanstrich geboten werden. Die Fläche wird zunächst mit einem Sperrgrund versiegelt. Damit wird verhindert, dass die Wand den anschließenden Putzauftrag aufsaugt und absorbiert. Die vorbereitende Schicht ist nach rund sechs Stunden trocken.

 

2. Ausmessen und Abkleben

Messen Sie die Breite der geplanten Streifen sorgfältig ab und zeichnen Sie diese mit einem Bleistift so zart an, dass die Markierung hinterher auch unter hellen Farben nicht durchscheint. Jetzt kleben Sie die Fläche für den ersten Streifen rundherum sorgfältig mit Maler-Krepp ab. Genauso verfahren Sie mit dem dritten, dem fünften und dem siebten Streifen und so fort.

Tipp

Überrollen Sie die Kreppstreifen direkt vor dem Putzauftrag noch einmal mit Sperrgrund. So haftet das Kreppband besser und die Konturen werden exakter.

 

 

 

3. Putzauftrag

Tragen Sie den farbigen Putz auf die mit Krepp-Band eingefassten Flächen gleichmäßig mit der Rolle auf und lassen sie das Ergebnis etwa sechs Stunden durchtrocknen.

 

4. Kreppband entfernen

Ziehen Sie nach Ablauf der Trockenzeit vorsichtig das Krepp-Band ab. Beginnen Sie unten und arbeiten Sie sich langsam nach oben. Bearbeiten Sie nun die noch nicht gestrichenen Streifen entsprechend wie in Schritt drei bis fünf beschrieben.

 

Material- und Werkzeugliste

Gebrauchsfertiger mineralischer Roll-Putz, der direkt aus dem Eimer auf die Wand aufgetragen wird, zum Beispiel Living Style Silhouette von Alpina.

Pro Quadratmeter wird etwa 1,8 kg Putz benötigt.

Eine Rolle zum Streichen, möglichst aus Lammfell

Krepp-Band zum Abkleben, zum Beispiel von tesa


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