Neuer Anstrich für die Fassade
Nach einigen Jahren ist bei den meisten Häusern ein neuer Anstrich fällig. Wind und Wetter haben ihre Spuren hinterlassen und machen aus dem einstmals strahlenden Weiß ein trübes Grau. Wir zeigen Ihnen, wie eine bröckelige Fassade wieder in vorderster Häuserfront mithalten kann.
Vor dem ersten Pinselstrich sind jedoch einige Vorbereitungen zu treffen. So hängt beispielsweise von der Zahl der Stockwerke des Hauses ab, ob ein Gerüst benötigt wird. Das kann man zwar ohne Probleme ausleihen, sollte jedoch der eigenen Sicherheit zuliebe von einem Fachmann aufgebaut bzw. überprüft werden. Weiterhin ist der Zustand des Untergrundes zu testen.
Vorbereitung des Untergrundes
Schritt 1: Entfernen Sie zunächst sämtliche Schmutzablagerungen, Algen und Moose am besten mit klarem Wasser und einer Bürste oder mit einem Hochdruckreiniger.
Schritt 2: Kleine Risse können mit Spachtelmasse sorgfältig verschlossen werden. Bei größeren Schäden im Putz sollten Sie auf jeden Fall einen Fachmann hinzuziehen, um die Ursachen herauszufinden und die Mängel mit speziellen Materialien beheben zu lassen.
Schritt 3: Reiben Sie mit der Hand über die Wand. Bleibt hierbei ein mehlartiger Abrieb zurück, sollten Sie die Fassade reinigen und grundieren (Abriebtest).
Schritt 4: Kleben Sie ein Stück Klebeband auf die Wand und ziehen Sie es ruckartig wieder ab. Bleiben Teile des Altanstrichs haften, muss der Anstrich in diesem Bereich abgebürstet werden. Kratzen Sie außerdem mit einer Spachtel mit leichtem Druck an der Fassade. Löst sich dabei der Anstrich oder platzt Putz ab, so muss die Beschichtung an diesen Stellen entfernt werden. Prüfen Sie weiterhin die Wand mit einem Hammer auf Hohlräume. Sollten Sie beim Abklopfen auf hohl klingende Stellen treffen, so müssen diese geöffnet, gesäubert und verputzt werden (Tragfähigkeitstest).
Schritt 5: Zur Überprüfung der Saugfähigkeit des Untergrundes bringen Sie mit einem Schwamm Wasser auf die Fassade auf. Zieht dieses schnell ein, sollte die Oberfläche auf jeden Fall grundiert werden (Saugfähigkeitstest).
Grundierung
Mit einer Grundierung zum Beispiel Tiefengrund für den Außenbereich bereitet man den Untergrund auf den neuen Anstrich vor. Sie verbessert die Haftung der Farbe und verhindert, dass ein offenporiger Untergrund zu viel Farbe aufsaugt.
Die richtige Farbe
Über den Farbton sollte sich der Hausbesitzer vorher einige Gedanken machen, denn im optimalen Fall vergehen bis zum nächsten Anstrich einige Jahre. An einem knalligen Rot hat man sich eher satt gesehen als an einem zarten Pastellton. Außerdem zählt der harmonische Gesamteindruck: Ein Blick zu den Nachbargebäuden kann nicht schaden.
Für den eigentlichen Anstrich empfiehlt sich eine spezielle Fassadenfarbe, die den Temperaturen, Umwelt- und Witterungsbedingungen im Außenbereich dauerhaft standhält. In der Regel sind Fassadenfarben stark beanspruchbar, UV-stabil, feuchtigkeits- und schmutzabweisend.
Streichen Sie zunächst Ränder und Kanten mit einer kleinen Rolle oder einem Pinsel vor. Nun können Sie die ausgewählte Farbe mit einem Fassadenroller zügig und in einer gleichmäßigen Schicht auftragen. DHA-Experten empfehlen, stets auf zusammenhängenden Flächen zu arbeiten und die Farbe nass-in-nass aufzutragen, um Ansätze und unschöne Übergänge zu vermeiden. Für ein optimales Ergebnis mit hoher Deckkraft und lang anhaltender Schutzwirkung sollten die Farbe in zwei Arbeitsgängen auftragen werden. Die Trocknungszeiten richten sich nach den Herstellerangaben für die verwendete Farbe und den Außentemperaturen. In der Regel ist der fertige Fassadenanstrich nach zwei bis drei Tagen vollständig durchgetrocknet und belastbar.
Langzeitschutz mit Silikon
Je nach Lage des Hauses kann sich jedoch auch die beste Fassadenfarbe auf lange Sicht den Angriffen von Straßenstaub, Abgasen und sonstigen Emissionen nicht erwehren. Vorbeugen kann eine neue Generation von Silikonharz-Farben mit Abperleffekt. Die Oberfläche dieser Farbe weist eine besondere Struktur auf: Schmutzteilchen können sich nicht festsetzen und werden mit dem nächsten Regen, der von der Wasser abweisenden Oberfläche abperlt, weggespült. Da die Wand schnell wieder trocknet, bietet die Farbe auch erhöhten Schutz gegen Algen und Pilze.
Tipp: Silikonharzfarbe "FassadenAktiv" von Alpina. Laut Hersteller schützt sie die Fassade vor Feuchtigkeit und anderen Witterungen. Im Vergleich zu herkömmlichen Dispersions-Fassadenfarben hält sie die Wände bis zu 20 mal trockener. » Weitere Informationen






