Richtig lackieren
Nach einigen Jahren ist bei Fenstern, Türen, Heizungen und Möbeln häufig ein neuer Anstrich fällig. Glücklicherweise lassen sich viele Oberflächen und Materialien mit den richtigen Lacken und Lasuren optisch aufbessern.
Lack und Lasur
Im Unterschied zu Lacken decken Lasuren den Untergrund nicht ab. Diese Anstrichmittel finden zum Beispiel beim Streichen von Holzoberflächen Verwendung, bei denen die Maserung sichtbar bleiben soll.
Seidenmatt und hochglänzend
Hochglänzende Lacke bilden besonders harte Oberflächen und verfügen über sehr gute Abriebeigenschaften. Es gilt die Faustregel: Bei intensiven Farben lieber eine hochglänzende Variante auswählen.
Das richtige Werkzeug
Für ein ideales Ergebnis benötigt man hochwertige Anstrichmittel und das richtige Streichwerkzeug. Bei der Verwendung von Kunstharzlacken eignen sich Pinsel mit Naturhaarborsten, für feinste Lackierungen Chinaborsten. Bei wasserverdünnbaren Lacken bieten sich hingegen spezielle Acrylpinsel mit synthetischen Borsten an, da sie den Lack besser aufnehmen und einen glatten Verlauf ermöglichen.
Pinsel
Zur Auswahl stehen unter anderem spezielle Heizkörperpinsel, Ring- oder Rundpinsel. Flachpinsel sind ideal für große Flächen, Rundpinsel eher für feinere Arbeiten an Kanten und schmalen Stellen.
Lacke und Kunstharzlacke. Beide eignen sich sehr gut für große Flächen.
Rolle
Es gibt verschiedene Rollen für wasserverdünnbare Lacke und Kunstharzlacke. Beide eignen sich sehr gut für große Flächen.
Spritzpistole
Ratsam für großflächige Arbeiten. Der Vorteil: Durch Spritzen lässt sich eine regelmäßige Farbschicht auf ungleichmäßige oder unregelmäßige Flächen oder Formen (Jalousie, Heizkörper) auftragen. Farbspritzpistolen sollten für Rund- und Flachstrahl geeignet sein. Es gilt: Je stärker der Druck, desto feiner die Tröpfchen des Farbnebels und umso besser das Endergebnis. Beachten Sie unbedingt die Angaben der Hersteller für Nutzung und Reinigung der Geräte.
Tipps vom Fachmann
- Am besten den Lack in eine Farbwanne gießen, Pinsel oder Rolle eintauchen und auf der geriffelten Fläche gut abstreichen, damit der Lack gleichmäßig aufgenommen und überschüssiger Lack abgegeben werden kann.
- Den Lack in Längsrichtung zügig in Bahnen auftragen, ohne neuerliche Lackaufnahme quer verteilen und anschließend noch einmal längs streichen (im so genannten Kreuzgang: vertikal, horizontal, vertikal).
- Wasserverdünnbarer Lack trocknet sehr schnell, daher möglichst zügig arbeiten und keine Pausen zwischen dem Vorlackieren an Ecken bzw. Kanten und dem Schlusslackieren großer Flächen einlegen.
- Lieber mehrere dünne Schichten als eine dicke auftragen. Dies hat Vorteile hinsichtlich Verlauf und Durchtrocknung.
- Entweder oder: Man sollte für alle Arbeitsschritte denselben Lacktyp verwenden. Mischen Sie auf keinen Fall lösemittelfreie Lacke mit lösemittelhaltigen. Das gilt auch für den alten und neuen Anstrich. Vor dem Verarbeiten den Lack immer gut anrühren.
- Über Nacht können Pinsel oder Rollen luftdicht in Plastikbeutel oder Alufolie eingewickelt werden. Auch im Wasser hängend bleiben sie für den nächsten Tag einsatzbereit.
- Zum Reinigen von Arbeitsmaterialien bei Kunstharzlacken: Pinselreiniger oder Terpentin. Bei wasserverdünnbaren Lacken: Alle Werkzeuge können mit Wasser gereinigt werden. Tipp: Spülmittel zugeben.
Kleines Lack-Einmaleins
Acryllack: wasserverdünnbar, lösemittelfrei, umweltfreundlich
Kunstharzlack: strapazierfähiger als Acryllack, daher für mechanisch stark beanspruchte Oberflächen empfehlenswert, lösemittelhaltig, sehr guter Verlauf
Aromatenfreie Kunstharzlacke enthalten statt aggressiver Testbenzine weniger geruchsintensives Isoparaffin und sind daher bei gleichen Eigenschaften besser für Umwelt und Gesundheit





