Fotos: Knauf Bauprodukte

Fliese für Fliese

Das Verfliesen des Badezimmers gehört sicher zu den etwas anspruchsvolleren Tätigkeiten. Ein bißchen handwerkliches Geschick gehört beim Fliesen legen selbstverständlich dazu - Trotzdem ist ein solches Projekt gut in Eigenregie zu meistern. Wie lege ich die erste Reihe und womit verfuge ich die Fliesen richtig?


Schritt für Schritt erklären wir hier das Vorgehen. Und wer das Fliesenlegen zuerst ausprobieren will, besucht einen Kurs bei uns.

Vorarbeiten:

Flächen abdichten

Wasser ist der größte Feind für Wand und Boden. Deshalb: Alle Flächen gut abdichten, z. B. mit Flächen-dicht, Flex-Dicht oder Duschdicht. Abdichtung vor dem Verfliesen vollständig trocken lassen.

 

 

 

 

Ecken abdichten

Ecken in der Dusche müssen auch abgedichtet sein. Dafür bietet der Hersteller Knauf eine vorgefertigte Dichtecke an, die ohne Zuschneiden in die Raum-ecke geklebt wird.

 

 

Wände verfliesen

Bei raumhoher Verlegung zeichnen Sie mit Hilfe von Senklot oder Laser eine im mittleren Bereich liegende, bei halbhoher Verlegung die oberste Reihe lotrecht an und richten daran die Fliesen aus. Randfliesen sollten mindestens eine halbe Fliesenbreite haben. Für den Bodenbelag so viel Platz einplanen, dass die Bodenfliese einschließlich Kleber Kante an Kante mit der Wandfliese abschließt.

 

Fliesenreihe anzeichnen und Kleber aufziehen 

Die erste Reihe zeichnen Sie lotrecht an. Benutzen Sie am Besten eine Schnur, die Sie an die beiden äußeren Fliesen anlegen, oder einen Laser. Entlang der Linie setzen Sie später die Fliesen an. Tragen Sie nur soviel Kleber auf, wie Sie in der offenen Verar-beitungszeit Fliesen legen können. Bildet sich auf den Kleberstegen eine Haut, besteht keine Haftung mehr. Der Kleber muss entfernt werden. Durchkämmen Sie den Kleber in der erforderlichen Dicke mit der Zahnkelle. Im Nassbereich sollten Sie die Kleberstege im oberen Abschnitt horizontal aufziehen.

Wandfliesen einsetzen und verfugen

Fliesen unterhalb der Schnur ansetzen und ins Kleberbett einschieben. Legen Sie jede Fliese direkt an die benachbarte an und schieben sie, bis die Fugenbreite gleichmäßig wird. Fugenkreuze oder Keile helfen, ein exaktes Fugenbild zu erzeugen. Eventuelle Kleberreste kratzen Sie aus den Fugen bzw. waschen sie mit einem Schwamm ab. Flächen gut trocknen lassen! Den Fugenmörtel tragen Sie mit dem Fugbrett auf. Durch diagonales Bewegen (kreuz und quer) schlämmen Sie die Fugen ein. Überschüssigen Mörtel diagonal zu den Fliesen abnehmen.

Fugen elastisch abdichten und glätten

Trocknet der Fugenmörtel matt an (Fingerprobe), reinigen Sie die Fliesen mit leicht ange-feuchtetem Schwamm oder Schwammbrett. Verbleibenden Zementschleier erst nach 2 Wochen beseitigen. Schneiden Sie die Spitze der Silikonkartusche entsprechend der benötigten Fugenbreite ab und spritzen Sie das Silikon mit der Kartuschenpistole gleich-mäßig in die Fuge ein. Die frische Fugenmasse benetzen Sie mit einem Wasser-Spülmittel-Gemisch (kein eingefärbtes Spülmittel). Anschließend ziehen Sie das überschüssige Material ab und streichen die Fuge glatt.


« Zum Rubrikenstart