Mosaikfliesen im Badezimmer

Fotos: Lugato

Einzeln sind sie eher unscheinbar, doch zusammengesetzt bieten Mosaikfliesen faszinierende Gestaltungsmöglichkeiten für Küche und Bad. 

 

Ob luxuriös, kühl modern oder frech und bunt - Glasmosaikfliesen sind aktuell wie nie zuvor. Mit ihren Formen und Farben lassen sich unifarbene Flächen raffiniert strukturieren oder abwechslungsreiche, vielfarbige Akzente setzen. Das Verlegen der Minifliesen ist einfacher als man denkt, denn sie werden im Verbund als fertige Matte angeboten. Diese einfache wie flexible Verarbeitung ermöglicht selbst ausgefallene, individuelle Formen - wie zum Beispiel Flächendekorationen am Boden, Bildmotive an der Wand und die Gestaltung von gewölbten Flächen oder Säulen. 

Untergrund vorbereiten und abdichten

Vor dem Verlegen der Mosaikmatten muss zunächst der Untergrund sorgfältig vorbereitet werden. Saugfähige Untergründe, wie z.B. Gipskarton, benötigen unbedingt eine Grundierung. Sollen die Mosaike direkt im Nassbereich in Duschen oder an Badewannen verarbeitet werden, ist eine zusätzliche Abdichtung erforderlich. Eine lösemittelfreie, flexible und rissüberbrückende Duschabdichtung macht Duschen und Bäder mit zwei Anstrichen vor dem Fliesenkleben absolut wasserdicht. Rissgefährdete Eckfugen sollten durch Einbetten eines Dichtungsbandes in die Abdichtung geschützt werden.

Der richtige Fliesenkleber

Für das Verkleben von Mosaiksteinen sind grundsätzlich flexible Kleber zu empfehlen. Sie fangen Bewegungen des Untergrundes - wie sie in Dusche und Bad durch Feuchtigkeitswechsel üblich sind - auf und gleichen Spannungen aus. Abhängig vom Mosaik sollte der Fliesenkleber gewählt werden: Für die Verklebung von nicht durchscheinenden Mosaiken kann z. B. Lugato Sicherheitskleber flexibel verwendet werden. Handelt es sich jedoch um durchscheinendes Glasmosaik wird z.B. Marmor + Granit Kleber von Lugato empfohlen. Der weiße Natursteinkleber mit schneller Wasserbindung scheint nicht durch und beeinflusst somit nicht das spätere Aussehen des Glasmosaiks.

Schritt-für-Schritt zum Traummosaik

 

 

 

1. Schritt: Zunächst wird der Natursteinkleber nach den Herstellerangaben in sauberes Wasser eingerührt. Nach ca. 5 Minuten nochmals durchrühren.

2. Schritt: Dann den Klebstoff auf den Untergrund auftragen und mit der für Mosaiksteingröße vorgesehenen Zahnkelle durchkämmen.

 

 

3. Schritt: Nun sollten die Mosaik-Elemente - hier mit vorderseitiger Papierkaschierung - innerhalb von 20 Minuten in das Klebstoffbett eingelegt werden.

 

 

4. Schritt: Das Ganze gleichmäßig mit einem Holz- oder Kunststoffbrett andrücken.

 

5. Schritt: Nachdem der Kleber durchgehärtet ist, wird das vorderseitig aufgeklebte Papier, das die Steine zusammenhält, mit einem Schwamm gut angefeuchtet und langsam abgezogen.

6. Schritt: Nach einem Tag können die Mosaikelemente mit Fugenmörtel ausgefugt werden: dazu den Mörtel mit einem Schwammbrett diagonal in die Fugen einschlämmen. Nach Ansteifen des Mörtels zunächst die Oberfläche mit einem feuchten Schwamm reinigen und erst nach der Erhärtung mit einem trockenem Tuch nachpolieren. Tipp: Die Fugen in Dusche und Bad sollten wasser- und schmutzabweisend verfugt werden.

7. Schritt: Für die elastische Fugenabdichtung in Ecken und bei Anschlüssen wird ein Silikondichtstoff verwendet.

 

 

 

Gestaltungstipp

Die Auswahl der Farben spielt auch bei Mosaiken eine wichtige Rolle: Orange-Gelb bis violett - also warme Farben - verkleinern die Räume und sollten nur in großen Bädern eingesetzt werden. Für kleinere Räume sind hingegen helle Töne ratsam.


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