Rauchmelder können Leben retten

Foto: eobiont

Ein Feuer im eigenen Heim ist schnell entstanden: eine umgefallene Kerze, eine vergessene Zigarette, ein defektes Elektrogerät oder eine überhitzte Herdplatte. Neben Vorsicht und Achtsamkeit helfen Rauchmelder, dass im Fall der Fälle ein Brand frühzeitig entdeckt wird.

 

Meistens wiegt man sich in Sicherheit und glaubt, ein Brand im eigenen Zuhause sei eher unwahrscheinlich. Dieser Schein trügt, denn vom Keller bis zum Dach gibt es zahlreiche potenzielle Brandquellen. Fast jeder vierte Haus- und Wohnungsbrand entsteht durch elektrische Haushaltsgeräte. Gefährlich sind vor allem vergessene Heizgeräte, Bügeleisen und überhitzte Herdplatten. Ein Feuer können auch überlastete Steckdosen und veraltete oder schadhafte Elektroleitungen auslösen.

 

Vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit erhöht sich durch das offene Feuer von Kerzen das Risiko eines Wohnungsbrandes. Um sich vor Bränden zu schützen, ist in erster Linie Vorsicht geboten.

Rauchmelder verhindern keine Brände

Foto: Gira

In den meisten Fällen werden Brände zu spät oder gar nicht bemerkt, so dass sich das Feuer ungehindert ausbreiten kann. Lebensrettende Minuten fehlen den Bewohnern dann, um noch rechtzeitig das Haus verlassen zu können. Rauchmelder verhindern Brände zwar nicht, aber sie schlagen rechtzeitig Alarm. Schon in einem sehr frühen Stadium registrieren Sensoren, wenn sich Rauch entwickelt, und  geben ein akustisches Signal ab.

 

Rauchmelder arbeiten entweder nach dem optischen bzw. photoelektrischen Prinzip oder per Laser. Optische Rauchmelder reagieren bereits auf kalten Rauch, Über eine Leuchtdiode im Gerät werden regelmäßig Lichtstrahlen ausgesendet. Im normalen Zustand treffen die Strahlen nicht auf die Fotolinse. Erst wenn Rauch in die Messkammer des Geräts eintritt, werden die Lichtstrahlen von den Partikeln in Richtung Fotolinse gelenkt. Lasermelder besitzen anstelle der Leuchtdiode eine Laserdiode, die noch genauer misst.

Funktionsweise von Rauchmeldern im Normalzustand und im Falle eines Brandes (Grafiken: ebiont)

Installation von Rauchmeldern

Die nachträgliche Montage von Rauchmeldern ist problemlos möglich. Sie sollten - auch bei Dachschrägen - immer waagerecht installiert sein. An Stellen, wo viel Dampf oder Rauch entsteht, z. B. über dem Herd in der Küche oder in der Nähe des Kamins, sollten Sie die Geräte nicht einsetzen. Rauchmelder sind mit einer Batterie ausgestattet und arbeiten daher unabhängig vom Stromkreis. Ein wiederkehrender Signalton zeigt 30 Tage bevor sich die Batterie vollständig entladen hat an, dass ein Wechsel nötig ist.

 

Achten Sie beim Kauf nicht allein auf das CE-Zeichen und die Angabe EN 14604. Rauchmelder sollten zusätzlich von der VdS Schadenverhütung zertifiziert sein und das VdS-Prüfzeichen tragen. Rauchmelder gibt es bereits ab zirka 7 Euro.


« Zum Rubrikenstart