Beton
Für viele ist Beton nur ein Baustoff mit grauer, trister Optik und kalter Oberfläche. Doch im modernen Haus- und Wohnungsbau wird Sichtbeton immer beliebter - nicht nur bei den Architekten, sondern auch bei Häuslebauern.
Ein Vorzug des Materials ist sein guter Schallschutz. Auch die Tatsache, dass Betonböden sehr gut mit Fußbodenheizungen kombiniert werden können, lässt die kühle Oberfläche spürbar wärmer werden. Optisch sind natürlich auch verschiedene Varianten möglich. So lassen sich Struktur, Farbe und Beschaffenheit des Betons verändern, indem das Material vor dem Aushärten "ausgewaschen" wird.
Wird dem Beton Granit, Porphyr, Quarz oder Kalkstein beigemischt, lassen sich spezielle Farb- und Struktureffekte oder Oberflächen erzeugen, die an Naturstein erinnern. Terrazzoähnliche Oberflächen entstehen durch mehrmaliges Schleifen und Polieren, wodurch sich Farbe, Glanzgrad und Struktur verändern. Nachteil dieses Bodens: Nur Fachbetriebe können die Arbeiten durchführen.
Fliesen
Fliesen zählen zu den robustesten Belägen für Fußböden und bieten durch ihre unterschiedliche Materialzusammen-setzung und Oberflächengestaltung viele Varianten.
Fliesen unterscheidet man in drei Arten: Steingut, Steinzeug und Feinsteinzeug. Die glasierten, keramischen Steingutfliesen eignen sich ausschließlich für den Innenbereich, weil sie nicht frostsicher sind. Steinzeug- und Feinsteinzeugfliesen besitzen hingegen eine unglasierte Oberfläche und sind in der Regel frostsicher und damit auch für Außenbereiche wie Balkone und Terrassen geeignet. Neben den gängigen Bodenfliesen in unterschiedlich großen Formaten gibt es auch Bordüren sowie Mosaikfliesen aus Keramik oder Glas für den Fußboden. Als Belag sind Fliesen relativ unempfindlich und leicht zu reinigen. Aber sie besitzen auch einen Nachteil: Sie fühlen sich ohne Fußbodenheizung kalt an.
Parkett
Im Vergleich zu den eher kühl wirkenden Fliesen, ist Parkett ein Belag, der Wärme und Natürlichkeit vermittelt. Das Besondere an Parkettböden ist, dass keine Holzoberfläche der anderen gleicht. Die Vielfalt an Holzarten, Farbtönen und Maserungen ermöglicht die Kombination mit den unterschiedlichsten Einrichtungsstilen und passt zu jeder Möblierung.
Es gibt zwei Arten des beliebten Bodenbelags: Einschicht- und Mehrschicht-Parkett. Während Einschichtparkett aus massivem Vollholz besteht, setzen sich die einzelnen Elemente des Mehrschichtparketts aus zwei oder drei Schichten und einer Deckschicht aus Vollholz zusammen. Damit Parkett auch über eine lange Zeit gut aussieht, muss es in regelmäßigen Abständen gepflegt werden. Neben der normalen Reinigung mit speziellen Reinigern, muss geöltes oder gewachstes Parkett meist einmal pro Jahr nachbehandelt werden. Versiegelter bzw. lackierter Parkettboden ist wesentlich pflegeleichter. Hier muss erst nachgebessert werden, wenn der Lack deutliche Abnutzungsspuren aufweist.
Laminat
Während Parkett aus Echtholz besteht bzw. eine Echtholzoberfläche besitzt, imitiert Laminat lediglich Holzdekore. Laminatböden bestehen aus einem Trägermaterial und einer "auflaminierten", dünnen Dekorschicht, die im Produktionsprozess versiegelt wird. Dadurch wird die Oberfläche widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit, Licht, Flecken und Benutzung gemacht. Durch die Klicktechnik lässt sich Laminat heute schwimmend, also ohne Verleimen der einzelnen Paneele, verlegen. Bei Auszug aus einer Wohnung gibt es auch keine Probleme, den Belag rückstandsfrei und schnell zu entfernen. Dieses Verfahren sowie der im Vergleich zu Parkett günstigere Preis machen Laminatböden für den Heimwerker interessant, der bei der Renovierung seines Fußbodens selbst Hand anlegen möchte. Beim Einsatz vomn Laminat ist eine Trittschalldämmung unbedingt nötig. Aufpassen sollte man bei der Reinigung und Pflege von Laminatböden. Wasser kann unwiderrufliche Schäden verursachen, den es gelangt in die Ritzen der einzelnen Elemente und lässt das Material aufquellen. Deshalb: Laminat immer nur nebelfeucht und niemals nass wischen!









