Balkon sanieren

- Foto: Kettler
Witterungseinflüsse machen vor Balkonen nicht Halt. Vor allem nach einem langen, frostigen Winter zeigen sich oft deutliche Spuren: abgeplatzter Beton, gesprungene Fliesen, kaputte Fugen, Algen- und Moosbildung. Im Frühjahr ist die richtige Zeit, um solche unansehnlichen Spuren zu beseitigen und den Balkon neu zu gestalten.
Sobald die Sonne mit wärmenden Strahlen nach Draußen lockt, wird auch der Balkon wieder in Beschlag genommen. Als verlängertes Wohnzimmer bieten Balkone wie auch Terrassen ihren Bewohnern mehr Lebensqualität und sind für viele ein wichtiges Kriterium bei der Wohnungswahl. Doch bevor es dort richtig gemütlich wird, sind Reparaturen am Balkon erforderlich.
Tragfähigkeit prüfen
Als erstes müssen Sie prüfen, wie tragfähig der alte Belag noch ist. Risse im Estrich oder Beton sind deutliche Zeichen, dass der Belag saniert werden muss. Regenwasser dringt nämlich in diese Stellen ein und schädigt die Substanz dauerhaft. Die Folgen zeigen sich dann meist im nächsten Winter: Bei Frost gefriert das Wasser und die Risse vergrößern sich weiter. Der Untergrund muss unbedingt stabil, tragfähig und sauber sein. Ist das der Fall, können Sie den Balkon verfliesen oder mit Holzdielen beplanken.
Fliesen austauschen und Fugen erneuern
Beläge wie Fliesen lassen sich relativ leicht erneuern. Klopfen Sie den Belag komplett ab, um lockere Fliesen ausfindig zu machen. Diese müssen in jedem Fall erneuert werden. Auch kaputte Fliesen sind auszutauschen.
Bevor sich Fliesen vom Untergrund lösen, sind zuerst meist die Fugen betroffen. Regenwasser wäscht sie an der Oberfläche aus, Temperaturschwankungen machen ihnen ebenfalls zu schaffen. Oft fangen Fugen an, rissig zu werden und zu bröckeln. An diesen Stellen bahnt sich Wasser schnell den Weg in Richtung Untergrund.
Dass Fugen nicht mehr dicht sind, lässt sich an weißen Kalkausblühungen erkennen.
Je mehr Stellen betroffen sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch der Untergrund angegriffen ist. Hier reicht nicht mehr nur ein partielles Ausbessern der Stellen. Die Oberfläche muss komplett neu verfugt werden, vorausgesetzt alle Fliesen sind noch fest und nicht gebrochen. Ist das nicht der Fall, empfiehlt sich ein Wechsel des Belags und eine vorherige Abdichtung des Untergrundes.
Holzkonstruktionen erneuern und Dielen schützen

- Foto: Akzo Nobel/Xyladecor
Da Holz Sonne, Regen, Schnee und Wind nahezu ungeschützt ausgeliefert ist, erfordert es in besonderem Maße und vor allem regelmäßig Schutz. Wichtig ist in erster Linie eine baulich einwandfrei ausgeführte Unterkonstruktion. Sie sorgt nicht nur dafür, dass die Holzdielen sicher und eben montiert werden können, sondern verhindert auch, dass die Unterseite der Bohlen über längere Zeit mit Wasser in Kontakt kommen.
Haben Sie sich für eine Holzoberfläche entschieden, müssen Sie sie regelmäßig mit Holzschutzmitteln behandeln. Nur so bleibt das Holz widerstandsfähig gegenüber Witterungseinflüssen und sieht auch Jahre später noch ansehnlich aus.
Abdichtungen überprüfen

- Foto: Ceresit/Henkel
Oftmals sind die Beläge noch in Ordnung. Anders kann es bei Abdichtungen von Anschlüssen zum Mauerwerk bzw. der Fassade aussehen. Stellen Sie schadhafte Dichtungen fest, müssen Sie diese restlos entfernen. Prüfen Sie auch, inwieweit eventuell andere Schäden entstanden sind. Diese ziehen unter Umständen weitere Sanierungsmaßnahmen nach sich. Sind tatsächlich nur die Dichtungen betroffen, erneuern Sie diese mit einem Dichtstoff, der sich für den Außenbereich eignet.




