Nützliche Kräuter
Lavendel und Knoblauch sind aus den unterschiedlichsten Gründen bekannt und beliebt: als dekorativer Halbstrauch für den Garten und als kräftiges Gewürz. Doch beide Kräuter können noch mehr.
Knoblauch vertreibt nicht nur Vampire, sondern auch lästige Schädlinge auf Balkon und im Garten. Die intensiv duftende Knolle ist daher ein idealer Nachbar im Gemüsebeet - zum Beispiel für pilzanfällige Pflanzen wie Erdbeeren und Tomaten. Viele Tiere und Insekten können das Kraut nicht riechen und suchen freiwillig das Weite.
Wer die gesunde Zwiebel selber im Garten ziehen will, sollte im Frühjahr oder Herbst einzelne Knoblauchzehen etwa fünf Zentimeter tief in die Erde stecken in einem Abstand von 20 Zentimetern. Am besten gedeihen die Zehen in lockerem, humusreichem Substrat an einem warmen, hellen Ort. Später entwickeln sich oberirdisch schmale Blätter und ein hoher Blütenschaft, an dem sich im Juli der Blütenstand bildet. Erntezeit ist, wenn das obere Laubdrittel verwelkt ist.
Auch dem Lavendel werden ähnliche Eigenschaften als Mischkulturpartner zugeschrieben. Die ätherischen Öle der provenzalischen Pflanze halten Blattläuse sowie Ameisen fern und bieten sich somit als Nachbar für Rosen an.
Kleiner Tipp: Ab Ende Juli, Anfang August sind die lilafarbenen Blüten erntereif. Getrocknet und in kleine Säckchen gefüllt sollen sie mit ihrem typischen Duft Kleidermotten vertreiben.
Geschmacklich passen die fein gehackten Blätter des Lavendels zu Fisch, kräftigem Eintopf und Hammelfleisch. Weiteren Genuss verspricht das mediterrane Gewächs als entspannender Badezusatz. Damit der Lavendel seine kompakte Form behält, sollte er nach der Blüte zurückgeschnitten und im Winter entsprechend abgedeckt werden.




