Zimmertüren einbauen

Foto: HARO

Eine Tür besteht aus einem Türblatt, der Rahmen nennt sich Türzarge. Da die Durchgangsöffnung in der Mauer sowie Zimmertüren und Zargen genormt sind, ist ein Einbau garnicht so schwer. Es kommt auf die richtige Vorbereitung und Werk-zeuge an. Grundsächlich sollte eine Tür so eingebaut werden, dass sie sich in den Raum öffnet lässt. 

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Und so wird´s gemacht:

Vorbereitung

Bevor Sie mit dem Kauf und anschließendem Einbau der Zarge beginnen, sollte Sie sich mit ein einigen Dingen auseinander setzen. Das Spaltmaß zwischen der Türöffnung und der Zarge darf zwei Zentimeter nicht überschreiten - die Türzarge muss also gegeben-enfalls angepasst werden. Das Gewicht des Türblattes sollte nicht schwerer als 20 kg sein. Außerdem muss die Zarge eine ausreichende Aufstandfläche auf dem Boden haben, dies können Sie durch Holzkeile erreichen. Türzargen dürfen nicht freischwebend montiert werden! Auch sollten in dem betreffenden Raum nicht längerfristig Temperaturen jenseits der 30 °C herrschen wie beispielsweise im Dachgeschoss.

 

Zusammenbau

Montieren Sie zunächst die einzelnen Zargenteile mit den mitgelieferten Klammern und beginnen Sie dann mit dem eigentlichen Einbau.

 

Einbau
Die vormontierten Zargenteile werden nun in die vorgesehene Maueröffnung gestellt. Mit einer Wasserwaage setzen Sie anschließend die Zarge ins Lot und fixieren sie mit den Montagekeilen. Anschließend werden auf Höhe der Bänder und des Türschlosses verstellbare Spreizen zwischen den Zargenteilen eingesetzt. Damit wird verhindert, dass die Seitenwände sich beim folgenden Ausschäumen nach innen wölben. 

Damit später keine unschönen Kratzer entstehen, nehmen Sie zur Sicherheit Karton- und Holzreste und klemmen diese zwischen Spreizleisten und Türzarge. Fertige Türspreizen sind zu diesem Zweck meist mit Filz belegt.

 

Fotos: Henkel Pattex/Henkelhaus
Zarge fixieren
Spreizen einsetzen

Ausschäumen

Als nächstes kontrollieren Sie den Spalt zwischen Wand und Zarge auf losen Mörtel, Staub und Fett und entfernen jeglichen Schmutz gründlich. Nun schäumen Sie den Spalt mit dem Montageschaum, z. B. von Pattex aus. Achten Sie dabei auf eine gleich-mäßige und vollständige Ausschäumung des Türspalts - dies ist vor allem in Höhe der Türbänder und des Schlosses wichtig.

Endmontage

Nach der vollständigen Aushärtung können Sie die Montagekeile und die Spreizen entfernen. Mit einem Cuttermesser können Sie problemlos heraus gequollenen Schaum abschneiden. Zum Schluss wird der Blendrahmen aufgesetzt. Montieren Sie das Türblatt erst nach 24 Stunden - dann hat der PU-Schaum seine volle Tragfestigkeit erreicht.

Spalt ausschäumen
Herausgequollenen Schaum abschneiden

Tipp von Miss Do-it-yourself Maribel zu PUR-Schaumdosen: Anwendung und Recycling:

Gebrauchte PUR-Schaumdosen sind Sonderabfall, da sie von der europäischen Gesetzgebung als krebserzeugend vorsorglich eingestuft worden sind. Sie gehören also nicht in den Hausmüll!!! Aber Sie können etwas für die Umwelt tun und die Müllberge reduzieren, indem Sie die gebrauchte Dose dem Recycling zurückführen. Achten Sie daher schon beim Kauf auf das PUR-Logo. Hier ist die Rück-nahme UND das Recycling geregelt. Abgegeben werden können die gebrauchten Dosen bei den kommunalen Schadstoffsammelstellen und in immer mehr Baumärkten. Finden Sie Ihre Sammelstelle online unter: Opens external link in new windowwww.pdr.de.


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