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Dachbodenausbau

Soll der Dachboden ausgebaut werden, sollte man besonders auf sorgfältige Dämmung achten. Mit unserer Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie aus einem dunklen, unscheinbaren Dachboden das schönste Zimmer des ganzen Hauses machen.

 

Schritt 1: Dämmung

Zur Isolierung nach außen werden die Zwischenräume der Sparren mit einem geeignetem Dämmstoff ausgefüllt. Für einen festen Halt sollte das zugeschnittene Material beispielsweise Mineral- oder Schafswolle ein bis zwei Zentimeter breiter sein als der Abstand zwischen den Sparren. Die Dämmstärke variiert je nach Material, baurechtlich vorgeschrieben sind jedoch mindestens 12 Zentimeter.


Auf die Dämmschicht wird im Folgenden eine Dampfsperre angebracht. Diese Folie aus Kunststoff, Aluminium oder gewachstem Papier verhindert, dass Feuchtigkeit in den Dachstuhl eindringt und dort eventuell Schimmelbildung verursacht. Es gibt auch fertige Mineralfaserplatten mit aufkaschierter Aluminiumfolie. Wichtig ist in jedem Fall, dass keine Risse oder Löcher in der Dampfbremse vorhanden sind, die Folie muss lückenlos und winddicht sein.


Abschließend werden überstehende Folienränder festgetackert sowie die Übergänge zwischen den einzelnen Bahnen mit selbst klebendem Aluminiumband abgedeckt.

 

Schritt 2: Unterkonstruktion

Die gedämmten Dachschrägen können dann im nächsten Schritt in Trockenbauweise verkleidet werden. Waagerecht auf die Dachsparren geschraubte Holzlatten oder Metallprofile bilden die Grundlage. Der Abstand der Latten richtet sich nach den Herstellerangaben für die Gipskarton- oder Spanplatten, mit denen die Konstruktion beplankt wird, und sollte auf keinen Fall mehr als 50 Zentimeter betragen.


Damit die Ausbauplatten später eine gleichmäßige Auflagefläche vorfinden, müssen die Latten ausgerichtet und justiert werden. Abweichungen in der Sparrenhöhe können zum Beispiel durch Unterlegen mit speziellen Distanzklötzchen aus Kunststoff an den Schraubstellen ausgeglichen werden.

 

Schritt 3: Verkleidung

Sie haben die Wahl zwischen 20 oder 25 mm dicken Massivbauplatten und dem 12,5 mm starken Standard-Maß. Stärke und Material der Platten haben u.a. Einfluss auf Schall-, Wärme-, Feuchtigkeits- und Brandschutz sowie auf das Wohnklima. Informieren Sie sich vorher, welches Material für Ihren Wohnzweck am besten geeignet ist.


Speziell für den Dachausbau empfehlen sich auch Paneel-Elemente, die aus zwei versetzt aufeinander geleimten 12,5 mm-Platten bestehen. Eine Falz an der Längskante dient bei der Montage als Halt und Führung für die nächste Platte.

 

Foto: Knauf

Schritt 4: Gipskartonplatten

Sollten Sie sich für die klassischen Gipskartonplatten entschieden haben, so gehen Sie beim Zuschneiden wie folgt vor: Schnittlinie aufzeichnen, mit einem Klingenmesser oder einer Sticksäge einschneiden.


Dann die Platte etwas vorziehen und am Schnitt abknicken, umdrehen und den Karton am Knick auftrennen. Die Kanten mit Schleifpapier glätten. Denken Sie auch an Aussparungen für Steckdosen oder Rohre! Für die Befestigung der Platten empfehlen sich Schnellbauschrauben. Nach dem Anschrauben können dann die Dehnungsfugen zwischen den Ausbauplatten und die Schraublöcher verspachtelt werden. Eine abschließende Grundierung der Platten mit Tiefengrund bereitet die neuen Wände für den folgenden Wandbelag vor.

 

Foto: Knauf

Schritt 5: Fußboden vorbereiten

Wichtig vor dem Verlegen des ausgewählten Fußbodenmaterials ist eine ausreichende Wärme- und Trittschallisolierung. In diesem Fall spricht man von einem "schwimmenden Estrich", da der Estrich oder die Bodenplatten seitlich und unterhalb von Dämmmaterial umgeben sind. Bodenbeläge dürfen auch nachträglich niemals so verlegt werden, dass eine direkte Verbindung zum Baukörper entsteht. Die entsprechenden Dämmmaterialien müssen eine hohe Druckfestigkeit aufweisen. Nicht fehlen sollte auch hier eine PE-Folie zum Schutz vor Feuchtigkeit.

 

Kleine Checkliste

  • Ist der Ausbau genehmigungspflichtig?
  • Stimmt die Statik?
  • Sind mindestens zwei Rettungswege vorhanden?
  • Ist die Dacheindeckung dicht?
  • Ist der Dachstuhl schädlingsfrei?

 

Bei Unsicherheiten oder Schäden empfiehlt es sich, einen Experten (Architekten, Statiker, Bau-Sachverständige) heranzuziehen.

 

 

Materialliste

  • Dämmmaterial (zum Beispiel Mineral- oder Schafswolle)
  • Dampfsperre (PE-Folie)
  • Aluminiumklebeband
  • Holzlatten oder Metallprofile
  • Ausbauplatten (Gipskarton, Span, feuchtraumgeeignet)
  • Unterleg- bzw. Distanzklötzchen aus Kunststoff
  • Tiefengrund
  • Spachtelmasse
  • Estrich
  • Bohrmaschine bzw. Akku-Schrauber
  • Tacker
  • Stichsäge
  • Schleifpapier
  • Schnellbauschrauben

 

Weiterführende Links

http://www.knauf-bauprodukte.de

http://www.xella.de

http://www.fachberater24.de


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