Richtig tapezieren
3. Tipps vom Kleistermeister
Nach dem Anrühren des Kleisters und der Quellzeit gemäß Herstellerangaben können die einzelnen Bahnen gleichmäßig eingekleistert und zum Einweichen zusam-mengelegt werden (ein Ende zu 1/3, das andere zu 2/3). Dabei sollten die Kanten jeweils genau aufeinander liegen, damit die Ränder nicht eintrocknen. Am besten nur so viele Bahnen einkleistern, wie in einer Viertel-stunde verarbeitet werden können. Sonst ist der Kleister zu trocken, um noch ideale Haftung bieten zu können.
4. Alles im Lot
Vor dem Anbringen der ersten Bahn empfiehlt es sich, ein Senklot einzusetzen. Das erleichtert das Arbeiten und verhindert bei unebenen Wänden gerade im Altbau ein "schräges" Gesamtergebnis. Das Lot wird mit einem Bindfaden an einem Nagel befestigt. Im nächsten Schritt markiert man den Verlauf mit einem Stift oder man klebt die erste Bahn parallel zur Schnur direkt an die Wand.
5. Die erste Bahn
Zum Ansetzen der ersten Bahn klappen Sie das obere Drittel auseinander und setzen es mit etwas Überstand nach oben an der Wand an. Dann pendelt man die Bahn entlang der markierten Senkrechten ein. Ist die bahn perfekt ausgerichtet, wird sie mit der Tapezierbürste von der Mitte ausgehend und oben beginnend angedrückt; danach zu den Seiten hin. Dabei werden Lufteinschlüsse herausgestrichen. Im Anschluss können Sie den unteren Bereich ausklappen und an der Wand hinunter gleiten lassen.
6. Bahn für Bahn
Es folgt exakt auf Stoß die nächste Bahn. Dabei sollten jeweils zur Decke und zum Boden hin ca. 5 cm Tapete pro Bahn überstehen. Dieser Überschuss wird nach kurzem Andrücken an der dabei entstandenen Markierung mit einer scharfen Schere gekürzt. Auch in Eckbereichen ist ein Überstand einzuplanen (hier reichen 2 cm), der dann um die Ecke geklebt wird. Die folgende Bahn kommt einfach darüber. Grundsätzlich ist es ratsam, mit der ersten Bahn am Fenster zu beginnen und sich von dort mit dem Lichteinfall zu den Zimmerecken vorzuarbeiten. Dies ist ein optischer Trick und verhindert, dass die Nahtstellen der einzelnen Bahnen später zu sehr auffallen.








