Naturstein am Boden

Fotos: Knauf/djd

Granit oder Marmor gelten als luxuriöse Materialien für den Ausbau von Räumen. An Boden und Wänden verbreiten sie eine edle, hochwertige Optik. Besonders beliebt sind mit Naturstein gestaltete Badezimmer. Allerdings sind Natursteine auch empfindlich und verlangen eine besondere Behandlung und Verarbeitung.

 

Ob man sich für einen Natursteinboden entscheidet, hängt in erster Linie vom persönlichen Geschmack und dem Stil des Hauses ab. In großen, weitläufigen Räumen kommt Naturstein sehr gut zur Geltung und wirkt nicht beengend.

 

 

Vorsicht, Verfärbung!

 

So schön Natursteinböden auch aussehen mögen, so empfindlich reagieren sie. Die häufigsten Mängel an verlegten Natursteinbelägen entstehen durch fehlendes Fachwissen. Neben einem unsauberen Fugenbild und einem schlechten Verlegeplan kann die Wahl des falsche Klebers gerade helle Marmor- und Granitfliesen sprichwörtlich ruinieren.

 

Anders als künstliche Materialien haben Steine ihre Eigenheiten. Marmor besteht wie Kalkstein überwiegend aus Kalk, der auf Säuren mit Verfärbungen der Oberfläche reagiert. Solche Verfärbungen entstehen durch das Eindringen verfärbender Substanzen über die Oberfläche, z. B. Fugenmörtel, und aus dem Untergrund, z. B. Fliesenkleber. Viele Gesteinsarten besitzen Kapillaren, die Flüssigkeit aufnehmen, wodurch sich die Oberfläche durch das Wasser gelöste Schmutz- und Farbpartikel eintrüben kann. Auch die Zahnung des Kleberbettes kann bei feuchten Fliesen sichtbar werden.

 

Naturstein richtig verlegen

Das Verlegen von Natursteinen unterscheidet sich nur in geringem Maße von der Arbeit mit keramischen Fliesen. Der wesentliche Unterschied liegt in den zu verwendenden Produkten, die speziell auf Naturstein abgestimmt sein sollten. Nur so haben Sie die Garantie, dass sich Ihr Bodenbelag später nicht verfärbt. Das gelingt am ehesten mit weißen, schnell abbindenden Marmor- oder Granitklebern. Die fehlenden Farbstoffe und eine optimierte Wasserrückhaltung sorgen dafür, dass sich die Steinoberfläche nicht verfärben kann. Außerdem sollten Sie auf die Rückseite der Fliesen eine sogenannte Dichtschlämme auftragen. Sie basieren auf einer porenfüllenden Zement-Kunststoff-Mischung und dienen zur Abdichtung von Oberflächen gegen eindringendes Wasser.

  

Der Kleber wird auf die vorbereitete Oberfläche aufgetragen und mit einem Zahnspachtel auf die richtige Stärke "gekämmt". Danach setzen Sie die Platten ins Kleberbett, richten sie aus und drücken sie an. Für die Steinfugen empfehlen sich ebenfalls speziell abgestimmte Produkte, z. B. Fugenmassen für Marmor und Granit. Solche Fugenmörtel auf Zementbasis härten schnell und bleiben nach der Verarbeitung flexibel, so dass sie auch starke Temperaturschwankungen ohne weiteres aushalten. Fugenmörtel für Naturstein sind sehr fein, damit sie die empfindlichen Steinoberflächen nicht zerkratzen. Für die Anschluss- und Dehnungsfugen kommt dauerelastisches Silikon zum Einsatz, das ebenfalls Verfärbungen im Stein verhindert.

 


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