Unsere amtierende Miss DIY

Die DIY Academy veranstaltet alle drei Jahre einen Wettbewerb und sucht eine Miss Do-it-yourself. Jede Bewerberin durchläuft ein Auswahlverfahren und stellt schließlich als ausgewählte Kandidatin beim Live-Contest vor Jury und Publikum ihr Können unter Beweis. Dabei stehen der Spaß und die Freude am Selbermachen im Vordergrund.

 

Miss DIY Kerstin Weiser

Ich bin Kerstin Weiser, 26 Jahre alt, und komme aus Troisdorf. Nach dem Abitur habe ich ein Duales Studium mit einer Ausbildung zur Industriekauffrau und ein Bachelorstudium in Business Administration abgeschlossen. Ich arbeite derzeit als kaufmännische Angestellte in Bonn und studiere berufsbegleitend Wirtschaftspsychologie.

Von meinem Opa, einem Stellmacher, habe ich schon früh viel übers Heimwerken und das Arbeiten mit Holz gelernt. Meine Lieblings-Heimwerkertätigkeit ist heute das Tapezieren, gefolgt von Holzarbeiten. Ich wohne in einem Haus aus den 50er Jahren und baue es jetzt Schritt für Schritt selber aus.

  • Foto: DIY Academy

Im Gespräch mit Kerstin

„Wer beim Heimwerken nicht mal flucht, macht etwas verkehrt“

Was sind deine Aufgaben als amtierende Miss DIY?

Ich repräsentiere das Thema „Frauen und Heimwerken“. Ich möchte Freude fürs Selbermachen verbreiten und besonders Frauen zeigen, dass es keinen Grund gibt, sich vor Schraubenzieher, Hammer & Co. zu fürchten.

Wie bist du auf die Idee gekommen, dich zu bewerben?
Ich habe in Troisdorf und Umgebung an Heimwerkerkursen teilgenommen, die die DIY Academy regelmäßig in Baumärkten veranstaltet. Dort habe ich durch die Trainer der DIY Academy vom Miss DIY-Contest erfahren und war sofort interessiert.

  • Foto: DIY Academy

Welche Arbeiten empfiehlst du Einsteigern, die noch keine Erfahrung in Sachen Renovieren haben? Was kann wirklich jeder gut selber machen?

Zunächst mal ist es wichtig, dass es ein Projekt ist, für das ich brenne – und keine lästige Arbeit, die mich schon im Vorhinein langweilt. Vorher sammele ich dann möglichst viele Informationen und Tipps. Ich persönlich kann jedem die bereits erwähnten Heimwerkerkurse empfehlen.Tipps von Profis zu kriegen ist Gold wert! Ich habe dadurch auch Einblicke ins Fliesenlegen und Verputzen gewinnen können. Darüber hinaus ist das Internet eine super Plattform. In Blogs oder via YouTube gibt es viele wertvolle Anregungen. Um sich langsam ans Heimwerken heranzutasten bieten sich kleine Projekte an. Beispielsweise einen alten Stuhl aufpeppen, eine Wand tapezieren oder streichen oder im Garten oder auf dem Balkon einen kleinen Kräutergarten anlegen. Mein erstes Rundum-DIY war mein Schlafzimmer: Das habe ich vollständig renoviert und neuen Teppich gelegt.

Was ist denn deine Lieblingsdisziplin?
Ich habe mich vor einiger Zeit in handwerkliches Neuland begeben und das Tapezieren ausprobiert. Mir gefällt es gut, durch tolle Muster oder Strukturen einer Tapete einem Raum einen völlig neuen Glanz zu verleihen. Aber ich stehe neuen Herausforderungen im Heimwerkerbereich immer offen und begeistert gegenüber. Ich erweitere gerne meinen handwerklichen Horizont. 

  • Foto: DIY Academy

Die Auswahl von Heimwerkerartikeln ist riesig: Worauf achtest du beim Kauf Deines Werkzeugs? Muss es immer Markenqualität sein oder gibt es auch gute preiswerte No-Name-Produkte?
Da die Auswahl in Baumärkten wirklich sehr groß ist, lasse ich mich gerne vor Ort beraten. Beim Kauf achte ich darauf, dass mir das Werkzeug sofort gut in der Hand liegt und ich es gut bedienen kann. Eine Alternative ist auch das Mieten von Geräten: Baumärkte bieten zunehmend diesen Service an. Dazu gehört auch eine fachkundige Einweisung. Für jede Arbeit eine eigene Maschine zu kaufen lohnt sich meistens nicht.

Wie findest du kreative Anregungen?
Meistens aus Blogs und über YouTube-Videos. Pinterest finde ich auch super, um neue Ideen zu bekommen. Darüber hinaus bietet Facebook eine Menge Themen-Seiten zu Projekten, die man selbst umsetzen kann.

  • Foto: DIY Academy

Welchen Einrichtungsstil magst du persönlich am liebsten und wie setzt du ihn um?
Ich liebe es, Altes und Neues zu kombinieren und Einzelstücke zu erschaffen. Ich finde super, dass gewohnte oder alte Möbel durch das Umgestalten von Räumen eine völlig andere Wirkung bekommen. Ich schmeiße ungern intakte Dinge weg. Lieber überlege ich mir, was ich daraus machen kann. Einige meiner Einrichtungsgegenstände sind zum Beispiel eher altmodisch. Durch moderne Tapeten, Bilder und Deko bekommen die Möbel aber eine ganz neue Wirkung.

Welchen Rat gibst du allen, die gerade mit klebrigen Kleisterhänden fluchend renovieren?
Wer beim Heimwerken nicht das ein oder andere Mal flucht, macht in meinen Augen etwas verkehrt. Wichtig ist nur, nicht aufzugeben. Manchmal ist es einfach besser, den Pinsel hinzulegen, sich einen Tag Pause zu gönnen und dann neu zu starten. Solange man seine Vision im Kopf behält, wird es letztendlich auch gelingen. Mich macht es besonders stolz, wenn ich am Ende sagen kann: „Ja, das habe ich wirklich alleine geschafft!“

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Vielen Dank für das nette Gespräch - Wir freuen uns sehr auf deine nächsten Projekte!